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...Judaism, without forming a separate priestly or scholarly caste. Even if they, like our Jewish poets, are still mostly too swept away by the general current of leveling tendencies to think of the restoration of our nationality, it only takes an external stimulus for them, as for the others, to be seen stepping forward as the Jewish patriots they are in their heart of hearts. Danger threatened Judaism only from those religious reformers, fortunately already almost extinct, who, with newly invented ceremonies and stale rhetoric, sucked the very marrow from Judaism, and left nothing of this most magnificent phenomenon of world history but the shadow of a skeleton. It was not enough for them to promote the pursuit of a Jewish doctrine at the level of modern science, and to satisfy the need for a more regulated and aesthetic form of our ancient Jewish cult. They nourished the thoroughly untimely, stillborn idea of a religious reform, eavesdropped from a foreign confession, which has no basis whatsoever in the modern world, and much less so in the essentially national Judaism.
I do not fail to recognize the justification for the religious reform at the time of Luther in the Christian world, just as for that one—more aesthetic than religious or scientific—at the time of Mendelssohn in the Jewish world. It never remotely occurred to those reformers to touch the historical basis of a cult, which cannot be arbitrarily replaced by a new one. Our reformers today, on the other hand, wanted to reform this basis itself; their reform had only the negative sense (if it had any at all) of affirming the disbelief in the national foundation of our religion. No wonder that they only produced indifferentism and the apos-
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46 Judenthums waren, ohne eine abgeschossene Pnester- oder Gelehrtenklasse zu bilden. Sind sie auch noch meist, gleich unfem jüdischen Dichtem, zu sehr von der allgemeinen Strömung nivellirender Tendenzen fortgenssen, um an die Wiederherstellung unfrer Nationalität zu denken, so bedarf es doch bei ihnen, wie bei jenen, nur einer Anregung von außen, um auch sie als jüdische Patnoten, wie sie es im Grunde ihres Herzens sind, auftreten zu sehen. Gefahr drohte dem Judenthume nur von Seiten jener zum Glücke schon fast ausgestorbenen Religionsreformatoren, die mit neuerfundenen Ceremonieen und abgestandener Schönrednerei das letzte Mark aus dem Judenthume saugten, und von dieser großartigsten Erscheinung der Weltgeschichte nichts als den Schatten eines Skeletts übng ließen. Ihnen genügte es nicht, das Streben nach einer auf der Höhe der modemen Wissenschaft stehenden jüdischen Lehre zu fördem, und das Bedürfniß nach einer geregeltem und ästhetischem Form unfres altjüdischen Cultus zu befnedigen. Sie nährten den durchaus unzeitgemäßen, einer fremden Confession abgelauschten, todtgeborenen Gedanken einer Religionsreform, welche weder in der modemen Welt überhaupt, noch viel weniger in dem wesentlich nationalen Judenthume den genngsten Boden hat. — Ich verkenne nicht die Berechtigung der religiösen Reform zur Zeit Luthers in der chnstlichen, so wie jene einer mehr ästhetischen, als religiösen oder wissenschaftlichen, zur Zeit Mendelsohns in der jüdischen Welt. Jenen Reformatoren ist es nicht entfemt in den Sinn gekommen, die histonsche Basis eines Cultus anzutasten, der nicht willkürlich durch einen neuen ersetzt werden kann. Unfre heutigen Reformatoren dagegen wollten diese Basis selbst reformiren; ihre Reform hatte nur den negativen Sinn (wenn sie überhaupt einen hatte), den Unglauben an die nationale Grundlage unfrer Religion zu constatiren. Kein Wunder, daß sie nur den Indifferentismus und den Ab-