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epoch-making History of Judaism by Grätz, who knew how to win the hearts of our people for its heroes and martyrs, tendencies emerge that will soon have overcome the shallow, sanctimonious spiritualism.
Earlier, among our educated German Jews, Riesser had the courage to place the name "Jew" at the head of a journal, which was dedicated to the defense of our political and civil rights.*) Dr. Ludwig Philippson, too, has long not shied away from calling the child of Israel by its name — just as among the lyrical poets, Ludwig Wihl always dedicated his muse to the great memories of our immortal nation.
It is especially a sign of the times, on which I must dwell a little longer, that Ludwig Wihl's "West-Eastern Swallows," which flew by in Germany fifteen years ago almost without a trace, have today been translated by a Frenchman and furnished with an introduction, which has drawn the attention of the French press to the Jewish nation.
Pierre Mercier, the French translator of the "Swallows," gives in his Essai sur la littérature juive a judgment on this literature, which I would by no means wish to endorse in all its parts. In particular, as a Christian, he also conceives of Judaism too one-sidedly in spiritualistic terms. Yet his judgment on the spirit that prevails in the Torah shows, in any case, a more mature understanding of history, a deeper grasp of the Jewish genius, than those German historians proclaim, who pursue us with their Jew-hatred even into the Bible.
More noteworthy is his judgment on modern Jewish literature, in which he [sees] an antidote against the enervating
*) Note IV.
3 *
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35 Epoche machenden Geschichte des Judenthums von Gräz, der die Herzen unſeres Volkes für ſeine Helden und Märtyrer zu gewinnen wußte, Tendenzen auftauchen, welche den feichten, chnstelnden Spintualismus bald überwunden haben werden. Früher schon hatte unter unſem gebildeten deutschen Juden Rieſſer den Muth, den Namen „Jude“ an die Spitze einer Zeitschnft zu stellen, welche der Vertheidigung unſerer politischen und bürgerlichen Rechte gewidmet war.*) Auch Dr. Ludwig Philippſon hat ſich längst schon nicht gescheut, das Kind Iſrael bei ſeinem Namen zu nennen — wie unter den lynschen Dichtem Ludwig Wihl ſeine Muſe stets den großen Ennnerungen unſerer unsterblichen Nation widmete. Es ist namentlich ein Zeichen der Zeit, bei dem ich etwas länger verweilen muß, daß Ludwig Wihl’s „westöstliche Schwalben“, die vor fünfzehn Jahren in Deutschland fast spurlos vorübergeflogen ſind, heute von einem Franzoſen überſetzt, und mit einer Einleitung verſehen worden ſind, welche die Aufmerkſamkeit der franzöſischen Preſſe auf die jüdische Nation gelenkt hat. Pierre Mercier, der franzöſische Ueberſetzer der „Schwalben“, giebt in ſeinem Eſſai ſur la litterature juive ein Urtheil über dieſe Literatur ab, welches ich zwar keineswegs in allen ſeinen Theilen unterschreiben möchte. Namentlich fast er auch als Chnst das Judenthum zu einſeitig spintualistisch auf. Doch zeigt ſein Urtheil über den Geist, der in der Thora waltet, jedenfalls von einem reifem Verständniß der Geschichte, von einem tiefem Erfaſſen des jüdischen Genius, als jene deutschen Geschichtschreiber kundgeben, die uns bis in die Bibel hinein mit ihrem Judenhass verfolgen. Bemerkenswerther ist ſein Urtheil über die neuere jüdische Literatur, in welcher er ein Gegengift gegen die entnervende *) Note IV. 3 *