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...span, and even that which is given and established does not have enough rigidity in the face of the moving, free expression of life to remain unchanged. The living current gently washes away the dams surrounding it, and knows how to press its bends and turns upon the shore.” — Only “with the extinction of the popular existence, which had as much formed the religious norms by its very being as it had been determined by them,” did the religious norm assume a rigidity, which it must necessarily lose again, when the extinct popular movement awakens to new life, when the free flow of a national, historical development will once again press its “bends and turns” upon the solidified norms.
“The holy spirit, the creative genius, from which Jewish life and Jewish doctrine have arisen, has departed from Israel ever since it began to be ashamed of its nationality. But this spirit will anew inspire our people, after they have reawakened to life, and bring forth creations of which we today have no inkling.
How life and spirit will take shape among the reborn peoples, no one is able to determine in detail beforehand. As for their cultus, and specifically the Jewish cultus, it will certainly be just as different from that of today as from that of antiquity. — In and of itself, the sacrificial cult, as it is prescribed in the Bible for the chosen place, contains absolutely nothing contrary to humanity. In contrast to the hideous human sacrifices of the peoples by whom the Israelites were surrounded on all sides in antiquity, it was, on the contrary, the most beautiful victory of humanity.” *)
*) Note VIII.
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90 spannen, und ſelbst das Gegebene und Feststehende hat der bewegten freien Lebensäußerung gegenüber nicht Starrheit genug, um unverändert zu verharren. Die lebendige Strömung spült die ſie umgebenden Dämme leiſe ab, und weiß dem Ufer schon ihre Einbiegungen und Windungen einzudrängen.“ — Erst „mit dem Erlöhschen der volksthümlichen Existenz, die ebenſo ſehr in ihrem Bestehen die religiöſen Normen gebildet hatte, als von ihnen war bestimmt worden“, nahm die religiöſe Norm eine Starrheit an, die ſie nothwendig wieder verlieren muß, wann die erloschene volksthümliche Bewegung zu neuem Leben erwachen, wann der freie Fluß einer nationalen, geschichtlichen Entwicklung den erstarrten Normen ſeine „Einbiegungen und Windungen“ von Neuem eindrängen wird. „Der heilige Geist, der schöpfensche Genius, aus dem das jüdische Leben und die jüdische Lehre entstanden ſind, ist von Iſrael gewichen, ſeitdem es angefangen hat, ſich ſeiner Nationalität zu schämen. Aber dieſer Geist wird unſer Volk, nachdem es wieder zum Leben erwacht ſein wird; von Neuem beſeelen und Schöpfungen hervorbnngen, von welchen wir heute noch keine Ahnung haben. Wie ſich bei den wiedergebomen Völkem das Leben und der Geist gestalten werden, vermag Niemand im Detail vorher zu bestimmen. Was den Cultus derſelben, und speziell den jüdischen Cultus betnfft, ſo wird er gewiß ebenſo verschieden von dem heutigen, wie von dem antiken ſein. — An und für ſich enthält der Opfercultus, wie er in der Bibel für den außerwählten Ort vorgeschneben ist, durchaus nichts der Humanität Widerstrebendes. Den scheußlichen Menschenopfem der Völker gegenüber, welche die Iſraeliten von allen Seiten im Alterthum umgeben hatten, war er im Gegentheil der schönste Sieg der Humanität.“ *) Note VIII.