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14 expressed, according to R. Hartmann, who stated that he did not consider the Aryans an original people, but rather an invention of the study.
Language, as a distinct form of culture, is merely an expression of social, not anthropological, affiliation.
Race and language are two different worlds. One and the same race can use many languages, just as one and the same language can be the property of different racial groups. A race, as a plastic organization, is subject to various changes, whereas language, on the other hand, fights the influences that try to reshape it.
In the ordinary course of things, a language can gain the upper hand, even if it should belong to the smaller part of the people.
Thus, for example, a small number of conquerors can impose their culture and language on the broad masses of the indigenous population, while as a race they are subject to crossbreeding and lose their physical characteristics to such an extent that they disappear like a weak river at the mouth of a mighty stream. The Latin language took hold in Gaul, without the Celts thereby becoming Romans. The same applies — to speak only of a limited territory — to the Iberians, Ligurians, Veneti, Etruscans, Illyrians, and Pelasgians.
The Hungarians use a language of Mongolian origin, while they themselves no longer show any characteristics of the Mongolian race. A long time ago, Magyar hordes conquered the peoples of the Danube countries, imposed on them a language brought from distant Asia, and yet themselves lost the physical characteristics of the Asian people among the predominant mass of Transylvanian Germans, Slavs, Romanians, etc.
The invasion of the small Hindu groups in India likewise transformed the local language into the later dominant Sanskrit.
The same phenomenon also emerges in the history of the Semitic peoples. For the Semitic dia-
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14 geäußert, so R. Hartmann, der aussprach, er halte die Aner nicht für ein Urvolk, sondem für eine Erfindung der Studier- stube. Die Sprache ist eben als eine ausgeprägte Form der Kultur nur ein Ausdruck der sozialen, nicht der anthropologischen Zu- sammengehöngkeit. Die Rasse und die Sprache sind zwei verschiedene Welten. Eine und dieselbe Rasse kann sich vieler Sprachen bedienen, wie ein und dieselbe Sprache das Eigentum verschiedener Rassen- gruppen sein kann. Eine Rasse unterliegt als plastische Orga- nisation verschiedenen Veränderungen, die Sprache dagegen bekämpft die sie umgestaltenden Einflüsse. Im gewöhnlichen Laufe der Dinge kann eine Sprache die Oberhand behalten, auch wenn sie dem genngeren Teile des Volkes gehören sollte. So kann z. B. eine kleine Anzahl der Eroberer ihre Kultur und Sprache den breiten Massen der eingeborenen Bevölkerung aufdrängen, während sie als Rasse der Kreuzung unterliegt und ihre physischen Merkmale so sehr verliert, daß sie wie ein schwa- cher Fluß in der Mündung eines mächtigen Stromes ver- schwindet. Die lateinische Sprache gnff in Gallien Platz, ohne daß die Kelten deshalb zu Römem geworden wären. Dasselbe tnfft — um nur von einem beschränkten Terntonum zu spre- chen — bei den Iberem, Ligurem, Venetem, Etruskem, Illy- nem, Pelasgem zu. Die Ungam bedienen sich einer Sprache mongolischen Ur- sprunges, während sie selber doch keine Merkmale mongolischer Rasse mehr aufweisen. Vor langer Zeit haben Magyarenborden die Völker der Donauländer besiegt, ihnen eine vom femen Asien mitgebrachte Sprache aufgedrängt und selbst doch die physischen Merkmale des asiatischen Volkes in der überwiegenden Masse der transsilvanischen Germanen, Slawen, Rumänen usw. verloren. Der Überfall der kleinen Hindugruppen in Indien hat gleich- falls die lokale Sprache in den später dominierenden Sansknt umgewandelt. Dieselbe Erscheinung tntt auch in der Geschichte der semi- tischen Völker hervor. Bedienen sich doch der semitischen Dia-