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494 "Thus, what we see before us today is that namely the part of the Jews that is intellectually productive and enriches world culture, appears condemned to perish in Christianity. This is not a special phenomenon, but one that has been repeated several times over two millennia" (Ruppin). Previously, however, these dissociations were partial, bound to the respective cultural area. But modern culture has broken through all national borders; it has become a world culture.
In China, the Jews, who were numerous there in earlier centuries and of whom remnants survived until the mid-19th century, have today vanished without a trace due to intermarriage with the Chinese.
Just as the ten tribes were lost when they were scattered among foreign peoples, because "nomocracy" did not yet exist, so the Jews of the Diaspora today can be absorbed by the races among which they live, because this nomocracy no longer exists. Just as the pure monotheistic doctrine, not yet petrified into rigidity, was of no use then, so the "pure" religion, freeing itself from rigidity again, would be unable to do so today. Every conviction that is not connected with mechanical activity is a fluid.
The Jews of the West have ceased to preserve Judaism; even if they did not want to, even if it had not yet entered their consciousness: development pushed them to do so.
Only in the East does Judaism still have a chance of being preserved today, but only on the condition: — that the hitherto existing ghetto milieu with its lack of education, its misery, and its external pressure remains completely intact. — "The more highly educated Jews of the West will fall away, but those of the East will perish body and soul" (Nordau).
So without Zionism there are only two possibilities; dissolution of the race or physical degeneration.
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494 „So ist es denn das, was wir heute vor uns erblicken, daß nämlich derjenige Teil der Juden, der geistig produktiv ist und die Weltkultur bereichert, zum Untergange im Chnstentum ver- urteilt erscheint. keine besondere, sondem eine sich seit zwei Jahrtausenden mehrfach wiederholende Erscheinung“ (Ruppin). Nur waren diese Dissoziationen früher partiell, an das betreffende Kulturgebiet ge- bunden. Die modeme Kultur aber hat alle Lan- desgrenzen gesprengt, sie ist eine Weltkultur geworden. In China sind die Juden, welche in früheren Jahrhun- derten daselbst zahlreich waren und von denen sich Reste bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts erhielten, durch die Mischehen mit Chinesen heute spurlos verschwunden. Wie die zehn Stämme, als sie unter fremde Völker zerstreut wurden, verloren gingen, weil die „Nomokratie“ noch nicht war, so können die Juden der Diaspora heute von den Rassen, unter denen sie leben, absorbiert werden, weil diese Nomokratie nicht mehr ist. So wenig wie die noch nicht zur Starrheit petnfizierte, reine monotheistische Lehre damals ge- nützt hat, so wenig würde die von der Starrheit sich wieder be- freiende „reine“ Religion heute es können. Jede Gesinnung, die nicht mit mechanischer Betätigung verbunden ist, ist ein Fluidum. Die Juden des Westens haben aufgehört, das Judentum zu konservieren; auch wenn sie es nicht wollten, auch wenn es ihnen noch gar nicht zu Bewußtsein kam: die Entwicklung drängte sie dazu. Nur im Osten hat das Judentum heute noch Aussicht, kon- serviert zu werden, aber nur unter der Voraussetzung: — daß das bishenge Ghetto-Milieu mit seiner Unbildung, seiner Not und seinem äußeren Druck völlig bestehen bleibt. — „Die höher gebildeten Juden des Westens werden abfallen, die des Ostens aber werden mit Leib und Seele zugrunde gehen“ (Nordau). Es gibt also ohne Zionismus nur zwei Möglichkeiten; Auflösung der Rasse oder physische Degene- ration.