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429 not assimilate, but rather because from the recogni- tion of the cultural capacity of the Jews, he has arrived at the insight that, quite apart from all nationalism, it is, for cosmopolitan reasons, downright impermissible to see a highly-bred race simply sink apathetically into the floods of the surrounding racial chaos: — he must further arrive at the insight that the Jews should not assimilate, even if this were ever so easily possible and there could never have been any anti-Semitism; only for him would Zionism hold a higher meaning. For him, even if this goal could only be bought with the greatest material sacrifices, it would be a last attempt to still influence the historical process of dissolution through the endeavor to acquire a large, own, autonomous territory under the sovereignty of a great power ensuring stability and external protection; — the endeavor to bring about the preservation of the Jewish race through its consolidation and its recovery and higher development through the return to regenerative economic conditions.
Such a train of thought would appear as an ideology if all factors of development spoke against it and none for it, and if such a result could really only be achieved through material and psychological sacrifices. Here, however, the Zionist work has brought much enlightenment, which lets us recognize that light and shadow are now distributed much more in favor of the Zionist goal.*
- At present, an internal transformation process is asserting itself in two directions: a restructuring within the Zionist party, taking place in all quietness, brought about by the efforts to emphasize the soberly-practical more than the grand slogans; and a newer direction of the great philanthropic organizations that is coming closer to the demands of the future. Should these tendencies break through and the two groups come closer to each other, such a success would exert an influence on the overall fate of Jewry that could defy any pessimism.
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429 sich nicht assimilieren, sondem weil er aus der Erkennt- niſ der Kulturfähigkeit der Juden heraus zu der Einsicht gelangt ist, daß es, von allem Nationalismus abgesehen, aus kosmopolitischen Gründen geradezu unstatthaft ist, eine hochgezüchtete Raſſe einfach in die Fluten des sie um- gebenden Raſſenchaos teilnahmslos verſinken zu ſehen: — der muß weiter zu der Einsicht gelangen, daß ſich die Juden nicht assimilieren ſollten, auch wenn dies noch ſo leicht möglich wäre und es nie einen Antisemitismus gegeben könnte; für den erst hielte der Zionismus einen höheren Sinn. Für ihn wäre er, auch wenn dieſes Ziel nur unter den größten matenellen Opfem erkaufbar wäre, ein letzter Verſuch, auf den histonschen Prozeß der Auflöſung noch Einflus zu nehmen durch das Bestreben nach Erwerbung eines großen, eigenen, autonomen Terntonums unter der die Stabilität und den auswärtigen Schutz ſichemden Souve- ränität eines Großstaates; — das Strcben, durch eine Zuſammenfaſſung der jüdischen Raſſe die Erhaltung und durch die Rückkehr zu regenenerenden Erwerbsverhältniſſen die Geſundung und Höherbildung der jüdischen Raſſe herbeizuführen. Ein ſolcher Ideengang würde als eine Ideologie erscheinen, wenn alle Faktoren der Entwicklung dagegen und keiner dafür sprechen würde, und wenn ein ſolches Resultat ſich wirklich nur unter matenellen und psychischen Opfem erzielen ließe. Hier allerdings hat die zionistische Arbeit viel Aufklärung ge- bracht, die uns erkennen läßt, daß jetzt Licht und Schatten viel eher zugunsten des zionistischen Zieles verteilt ſind.* * Gegenwärtig ſieht ſich doch ein innerer Umwandlungsprozeß nach zwei Richtungen hin geltend zu machen: ein in aller Stille sich vollziehender Umbau innerhalb der zionistischen Partei, hervorgebracht durch die Bestrebungen, anstatt der großen Schlagworte mehr das Nüch- tem-Praktische zu betonen; und eine den Zukunftsforderungen doch näher kommende neuere Richtung der großen philanthropischen Organi- ſationen. Sollten dieſe Tendenzen ſich Durchbruch verschaffen und die beiden Gruppen einander näher kommen, ſo würde ein ſolcher Erfolg einen Einfluß auf die Geſamtschickſale des Judentums ausüben, der jedem Peſſimismus trotzen könnte.