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421 lement of man, his spiritual culture, is almost solely its work. For those factors that also contribute to it: literature, art, philosophy, ethics, have themselves first emerged from it.
What role, then, falls to the Semites, or rather the Jews, with regard to religious and philosophical production? — — — We no longer need to answer that.
One is formally shocked oneself at the magnitude of such an impact and considers it impossible, immoderately one- sided and exaggerated. One checks and checks again and again: yet they are always just purely empirical facts, accessible to everyone, repeatedly confirmed by documentary evidence, and the purely inductive and only inductive conclusions resulting from them. —
And yet how tremendously we err if we assume even for a minute that—no matter how great the creative activity of any race—its absence could exert a permanent delaying influence on the formation of the worldview. All cultural activity of which we have spoken so far related only to a fraction of the world. — the West-Asiatic-European cultural sphere. An equally large cultural sphere, separated from ours almost always since its origin by some Chinese wall, is the East-Asiatic one. The Mongols, without being notably influenced by the Leucoderms, have brought it to the same cultural level as proud Europe. Indeed, if we disregard the mechanical-technical achievements of the last epoch, in inventions and likewise in intellectual development they have surpassed our Europe in many ways. Mexico and Peru were other cultural spheres, which—without being influenced by us—had not reached the same, but still an uncommonly high level of civilization. And let us only look, to speak with Ratzel, beyond the frame of the short and narrow events that one presumptuously calls world history, to the prehistory and protohistory lying beyond it. Thus we find that all members of all races have created their most primitive, their very first culture themselves. And to create the be-
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421 lung des Menschen, seine geistige Kultur, ist ihr Werk fast allein. Denn diejenigen Faktoren, die noch dazu beitragen: Literatur, Kunst, Philoſophie, Ethik sind selbst erst aus ihr hervorgegangen. Welche Rolle fällt nun den Semiten, beziehungsweise den Juden hinsichtlich der religiösen und philoſophischen Produk- tion zu? — — — Wir brauchen darauf nicht mehr antworten. Man erschnckt förmlich selber vor der Größe einer derar- tigen Wirksamkeit und hält sie für unmöglich, für maßlos ein- seitig und übertneben. Man prüft und prüft immer wieder: es sind doch immer nur jedermann zugängliche, durch dokumen- tansche Belege sich immer wieder bestätigende, rein empinsche Tatsachen, und daraus sich ergebende rein induktive und nur induktive Schlußfolgerungen. — Und doch wie ungeheuer irren wir, wenn wir auch nur eine Minute lang annehmen, daß — sei die schöpfensche Tätigkeit irgendeiner Raſſe auch noch so groß — ihr Fehlen dauemd einen verzögemden Einfluß auf die Ausgestaltung des Welt- bildes ausüben könnte. Alle kulturelle Tätigkeit, von der wir bis jetzt gesprochen haben, bezog sich nur auf einen Bruchteil der Welt. — den westasiatisch-europäischen Kulturkreis. Ein gleich großer Kulturkreis, seit seiner Entstehung fast immer von dem unsngen durch irgend eine chineſische Mauer getrennt, ist der ostasiatische. Die Mongolen haben es, ohne von den Leu- kodermen nennenswert beeinflußt zu sein, auf die gleiche Kul- turhöhe gebracht wie das stolze Europa. Ja, wenn wir von den mechanisch-technischen Errungenschaften der letzten Epoche ab- sehen, in Erfindungen und ebenso in der geistigen Durchbil- dung haben sie unser Europa vielfach übertroffen. Mexiko und Peru waren andere Kulturkreise, die — ohne von uns beein- flußt zu sein — nicht die gleiche, aber doch eine ungemein hohe Zivilisationsstufe erreicht hatten. Und blicken wir nur, um mit Ratzel zu reden, über den Rahmen der kurzen und engen Begebenheiten hinaus, die man anmaßend die Weltgeschichte nennt, auf die jenseits derſelben liegende Ur- und Vorgeschichte. So finden wir, daß sich alle Glieder aller Raſſen ihre pnmi- tivste, allererste Kultur selbst geschaffen haben. Und den Ar-