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399 was denied to others. It was entirely self-evident that outside of the tribe, among the enemies, other gods existed. The Semites, due to favorable circumstances, overcame this stage much faster than other peoples (Hertz). of physical and spiritual tyranny against an army of half a million trained slaves—requires a powerful and brilliant leadership. But the deed, as astonishingly great as it is, is not the measure for the greatness of the leader of the Exodus. Not in the liberation from the Egyptian yoke, but in the constructive statesmanship genius that laid the foundation for the Jewish commonwealth, does the incomparable greatness of this leadership reveal itself. Just as we cannot imagine the Exodus without the great leader, we cannot explain the Jewish institutions without the great statesman. Not only intellectually, but also morally great, this statesman is filled with the most selfless patriotism. It does not matter by whom the books attributed to Moses were collected. It does not matter how many of his laws were adopted from earlier times or added in later times. Their broad strokes bear the stamp of a mind that —thousands of years ahead of his people and his time—never let himself be carried by events, but was purposefully directed toward a last, final goal. It was not a monarchy, as had come to full bloom in Egypt or as it existed in rudimentary forms among the surrounding tribes, that Moses sought to establish. Nor was it a republic, where the freedom of the citizens presupposed the servitude of the Helots and where the individual was sacrificed to the higher interests of the state. It was a commonwealth that had the individual as its basis, a commonwealth in which no one should be condemned to labor without end, where even the slaves retained a hope and even the beast of burden had a day of rest. A commonwealth from which bitter poverty was banished, where the manly virtues that develop from personal independence were to form a strong national character. He teaches that the actions of men find their reward in this world and that a Nemesis exists, which with a tireless foot and merciless hand pursues every national crime and visits the sins of the fathers upon the children, even if it may often seem to the individual in his limited perception that injustice is rewarded and the wicked go unpunished. He teaches the close connection between individuals. He leaves the abstract specula-
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399 anderen verſagt war. Es war ganz ſelbstverständ- lich, daß außer- halb des Stammes, bei den Feinden, andere Götter existirten. Die Semiten haben infolge günstiger Umstände dieſe Stufe nur viel schneller überwunden als andere Völker (Hertz). von körperlicher und seelischer Tyrannei gegen eine Armee von einer halben Million geschulter Kneger — erfordert eine gewaltige und geniale Führerschaft. Aber die Tat ſo erstaunlich groß ſie ist, ist nicht der Maß- stab für die Größe des Leiters des Exodus. Nicht in der Befreiung vom ägyptischen Joch, ſondem in dem konstruktiven staatsmännischen Genie, das den Grundstein legte zu dem jüdischen Gemeinweſen, offenbart ſich die unvergleichliche Größe dieſer Führerschaft. So wenig wir uns den Exodus vorstellen können ohne den großen Führer, so wenig können wir uns die jüdischen Einnchtungen erklären ohne den großen Staatsmann. Nicht nur intellektuell, sondem auch moralisch groß, ist dieſer Staatsmann erfüllt von dem ſelbstloſesten Patnotismus. Es kommt nicht darauf an, von wem die Moſes zugeschnebenen Bücher geſammelt wurden. Es kommt nicht darauf an, wieviel von seinen Gesetzen von früheren Zeiten übemommen oder in späteren Zeiten hinzu- geſetzt wurde. Ihre großen Züge tragen den Stempel eines Geistes, der — ſeinem Volke und ſeiner Zeit um Jahrtausende voraus — ſich nie von den Ereigniſſen tragen ließ, ſondem zweckbewußt auf ein letztes, endgültiges Ziel genchtet war. Es war keine Monarchie, wie ſie in Ägypten zu voller Blüte ge- kommen war oder wie ſie in ursprünglichen Formen bei den Stämmen nngsherum existirte; was Moſes zu ernchten ſuchte. Es war auch keine Republik, wo die Freiheit der Bürger die Dienstbarkeit der Heloten vor- ausſetzte und wo das Individuum den höheren Intereſſen des Staates geopfert wurde. Es war ein Gemeinweſen, das das Individuum zur Baſis hatte, ein Gemeinweſen, in dem keiner verurteilt ſein ſollte zur Arbeit ohne Unterlaß, wo ſelbst den Sklaven eine Hoffnung blieb und ſelbst das Lasttier einen Ruhetag hatte. Ein Gemeinweſen, aus dem bittere Armut verbannt war, wo die männlichen Tugenden, die ſich aus perſönlicher Un- abhängigkeit entwickeln, einen starken Nationalcharakter ausbilden ſollten. Er lehrt, daß die Handlungen der Menschen ihren Lohn finden in dieſer Welt und daß eine Nemesis existirt, die mit nimmermüdem Fuß und erbarmungsloser Hand jedes nationale Verbrechen verfolgt und die Sünden der Väter heimſucht an den Kindem, wenn es auch dem Ein- zelnen in ſeiner beschränkten Einſicht oft scheinen mag, daß das Unrecht belohnt wird und die Bösen straflos ausgehen. Er lehrt den engen Zu- ſammenhang zwischen den Individuen. Er läßt die abstrakten Spekula-