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397 of "religiously withdrawing into oneself" and "contemplation" may well condition individual happiness and indifference to the adversities of life; — yet this is a happiness which, in the long run, would have to degenerate into unhappiness, because it precludes cultural progress. Positive religion must not exhaust itself in religious thought, but must promote cultural progress. An ideal religion would have to correspond in equal measure to the inner religious need as to the need to promote culture, and be appropriate for the individual as well as the social need for happiness. The essence of Judaism as a religion, however, is not merely religion in a metaphysical sense—though, as just explained, it is also that!—but rather state "law" and "doctrine." These are authoritatively supported only by the "faith" in certain theophanies, and for the purpose of objectification and materialization, are bound to certain forms of worship. This faith and cult were indispensable instruments up to the present day, but they were not the essence. It is well enough known that the "Mosaic" confession is not only religious doctrine, but state, social, and even hygienic law.* *
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- The mention of Moses leads us to a for our subject very important point. In response to the bold assertion that there has never been ideality, genius, and characters of world-historical, political significance among the Jews, we want to point out that the greatest character and most far-sighted statesman that world history knows at all, was the lawgiver of the Jews. Despite the concern of being cumulative, we cannot deny ourselves bringing, in a longer note, an excerpt from a little-known lecture on Moses that the national economist Henry George gave in Glasgow in the eighties: The opinion has formed among us moderns to see in the great characters of history more the result than the cause of the respective currents of the time. Just as in earlier times the great historical events were attributed to persons, so we
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397 von „religiös sich in sich selbst zurückziehen“ und „Beschau- lichkeit“ kann wohl individuelles Glück bedingen und Gleich- gültigkeit gegen die Widngkeiten des Lebens; — doch ist das ein Glück, welches, auf die Dauer bezogen, in Unglück ausarten mußte, weil es den Kulturfortschntt ausschließt. Die positive Religion darf sich nicht in dem religiösen Denken erschöpfen, sondem sie muß den Kulturfortschntt fördem. Eine ideale Religion müßte in gleicher Weise dem innerlich religiösen Bedürfnisse entsprechen wie dem Bedürfnis, die Kul- tur zu fördem, dem individuellen wie dem sozialen Glücks- bedürfnis angemessen sein. Das Wesen des Judentums nun als Religion ist aber nicht bloß Religion in metaphysischem Sinne — sie ist aber, wie eben ausgeführt, auch das! — sondem staatliches „Gesetz“ und „Lehre“. Autontativ nur sind diese gestützt auf den „Glauben“ an bestimmte Theophanien, und zum Zweck der Objektivierung und Matenalisierung an bestimmte Kultformen gebunden. Die- ser Glaube und Kultus waren bis auf die Gegenwart unerläß- liche Instrumente, aber das Wesen waren sie nicht. Es ist be- kannt genug, daß die „mosaische“ Konfession nicht nur Reli- gionslehre ist, sondem staatliches, soziales und sogar hygieni- sches Gesetz.* * * * * * Die Erwähnung Moses’ führt uns auf einen für unseren Gegenstand sehr wichtigen Punkt. Gegenüber der kühnen Behauptung, daß es Idealität, Genialität und Charaktere von weltgeschichtlicher, politischer Bedeutung unter den Juden nie gegeben habe, wollen wir darauf hinweisen, daß der größte Charakter und weitsichtigste Staatsmann, den die Weltgeschichte überhaupt kennt, der Gesetzgeber der Juden war. Trotz des Bedenkens, kumulativ zu wirken, können wir es uns nicht versagen, in längerer Anmerkung einen Auszug aus einem wenig bekannten Vortrage über Moses zu bnngen, den der Nationalökonom Henry George in den Achzigerjahren in Glasgow gehalten hat: Es hat sich bei uns Modemen die Meinung herausgebildet, in den großen Charakteren der Geschichte mehr das Resultat als die Ursache der jeweiligen Zeitströmungen zu sehen. Sowie in früheren Zeiten die großen geschichtlichen Ereignisse auf Personen zurückgeführt wurden, so tun wir