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370 Above all: — have they in fact in cultural history always played only the role of an i n t e r m e d i a r y? Do Jewish religious ideas really reflect nothing other than just selfishness? Do they really lack true patriotism, and are they in fact full of contempt for non-Jews? Are they in fact without any ideal? Is their inability for science, literature, and art truly proven? Do they really lack all inventiveness and originality?
Our argumentation could be suspected of being an oratio pro domo — at any price, even at the cost of objectivity. It is an oratio pro domo. We are, however, conscious of not having crossed the boundaries of objectivity by a single line anywhere. The dark sides of the Jewish character, as it so often presents itself today, are all too well known to us, and they are pilloried with complete openness precisely by the nobler part of the Jews themselves. But here, in this work, it is not a matter of providing a characterization of the Jews, but rather, in view of the cited sentences which — having become axioms today — constitute the iron fund in the argumentation of prevailing political movements, merely to investigate whether the Jews could rightly be branded an “intellectually and morally inferior race.” And for us, it could only ever be a matter of investigating whether the dark sides in question are given by the race and are inseparable from the race, and then, whether the history of this race does not also contain evidence of the highest moral and intellectual greatness. We are fully aware that we have mostly discussed exceptional phenomena. But these exceptional phenomena were nevertheless possible within the race, and they have been autochthonous in it — albeit as exceptional phenomena — since ever. But theories with a claim to the value of a natural law are shaken if even a single case contradicts them. We have found that the faults do not lie in the race, but rather, upon closer
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370 Vor allen: — haben sie thatsächlich in der Kulturgeschichte stets nur die Rolle eines Z w i s c h e n t r ä g e r s gespielt? Spiegeln die jüdischen Religionsideen wirklich nichts anderes wider als nur Selbstsucht? Fehlt ihnen wirklich der echte Patnotismus, und sind sie thatsächlich voller Verachtung gegen die Nichtjuden? Sind sie thatsächlich ohne jedes Ideal? Ist ihre Unfähigkeit für Wissenschaft, Literatur und Kunst wirk- lich erwiesen? Fehlt ihnen wirklich jede Erfindungsgabe und Onginalität? Unsere Argumentation könnte dem Verdacht ausgesetzt sein, daß sie eine oratio pro domo sein will — um jeden Preis, auch auf Kosten der Objektivität. Sie ist eine oratio pro domo. Wir sind uns aber bewußt, nicht um eine Linie irgendwo die Grenzen der Objektivität verlassen zu haben. Die Schattenseiten des jüdischen Charakters, wie er sich gegenwärtig so häufig dar- stellt, sind uns zu gut bekannt und sie werden gerade von dem edleren Teile der Juden selbst mit voller Offenheit an den Pranger gestellt. Aber hier, in dieser Arbeit, handelt es sich nicht darum, eine Charaktenstik der Juden zu liefem, sondem angesichts der zitierten Sätze, die — heute zu Axiomen ge- worden — den eisemen Fond in der Argumentation herrschender politischer Richtungen darstellen, bloß darum, zu forschen, ob die Juden mit Recht zu einer „intellektuell und moralisch infenoren Raſſe“ gestempelt werden durften. Und da konnte es sich für uns immer nur darum handeln, zu untersuchen, ob die betreffenden Schattenseiten durch die Raſſe ge- geben sind und untrennbar sind von der Raſſe, und dann, ob die Geschichte dieser Raſſe nicht doch auch Beweise höchster moralischer und intellektueller Größe enthalte. Wir sind uns dessen voll bewußt, daß wir meistenteils Ausnahms- erscheinungen besprochen haben. Aber diese Ausnahms- erscheinungen waren doch möglich innerhalb der Raſſe und sie sind in ihr — wenn auch als Ausnahmserscheinungen — auto- tochthon ſeit je. Theonen aber mit dem Anspruche auf naturgeſetzlichen Wert werden erschüttert, wenn auch nur ein einziger Fall ihnen widerspncht. Wir haben gefunden, daß die Fehler nicht in der Raſſe liegen, sondem bei ge-