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330 ern cultures are still influenced to this day by those ancient cultures of Mesopotamia.
It may only be recalled how, also in the intellectual field, the Babylonians became the teachers of the Western peoples. Their system of measures and weights spread over all of Western Asia. And when we still divide the circle into 360 degrees and the celestial equator according to the 12 signs of the zodiac, and call the latter Aries, Taurus, Gemini, etc., when, based on the ancient Sumerian method of calculation with 60 as the highest unit of the tens, we divide the hour into 60 minutes and the minute into 60 seconds, we do all this in dependence on Babylonian astronomy and mathematics.
But even Delitzsch, from whom these latter explanations are taken, still adheres to the well-known standpoint of racial difference; he counts the Elamites among the Aryans (generally identified with Northern Europeans), the Sumerians among the Turanians. As already explained earlier,* the invalidity of this merely adopted thesis is well established today. Nevertheless, we also want to cite the opinion of Jeremias on this matter, whose well-known book is the best and authoritative summary of our current knowledge of the ancient Orient.** In this, Jeremias is very cautious with his conclusions on the matter and still holds the standpoint, resulting exclusively from linguistic considerations, that the repeated political displacements known to us from the prehistory of Mesopotamia were not caused by shifts within the racial group itself arising from political factors (as we must assume to be certain without compelling reasons of another kind), but were orchestrated by ethnically different peoples from other parts of the world.
“The oldest written records that we have been able to survey so far based on the excavations on the Euphrates and Nile do not extend much beyond 3000 B.C. Around
- See Part I, p. 136 ff. ** A. Jeremias, The Old Testament in the Light of the Ancient Orient. 1906.
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330 ländische Kulturen noch bis auf den heutigen Tag von jenen alten Kulturen Mesopotamiens beeinflußt sind. Es mag nur ennnert werden, wie auch auf geistigem Ge- biete die Babylonier die Lehrmeister der westlichen Völker wurden. Ihr Maß- und Gewichtssystem verbreitete sich über ganz Vorderasien. Und wenn auch wir noch den Kreis in 360 Grade und den Himmelsäquator nach den 12 Zeichen des Tierkreises einteilen und diese letzteren Widder, Stier, Zwil- linge usw. nennen, wenn wir auf Grund der uralten sumenschen Rechnungsweise mit der 60 als der höchsten Einheit der Zehner die Stunde in 60 Minuten und die Minute in 60 Sekunden ein- teilen, so tun wir dies alles in Abhängigkeit von der baby- lonischen Astronomie und Mathematik. Selbst Delitzsch aber, dem diese letzteren Darlegungen ent- nommen sind, steht noch auf dem bekannten Standpunkte der Rassenverschiedenheit, er rechnet die Elamiten zu den (all- gemein mit den Nordeuropäem identifizierten) Anem, die Sumener zu den Turaniem. Wie bereits an früherer Stelle ausgeführt,* steht die Hinfälligkeit dieser bloß übemommenen These heute wohl fest. Wir wollen aber trotzdem außerdem noch die Ansicht von Jeremias hierüber zitieren, dessen be- kanntes Buch die beste und autontative Zusammenfassung un- seres heutigen Wissens über den alten Onent ist.** Dabei ist Jeremias mit seinen diesbezüglichen Schlüssen sehr vorsichtig und steht noch auf dem ausschließlich aus linguistischen Er- wägungen resultierenden Standpunkte, daß die wiederholten politischen Verdrängungen, die uns aus der Urgeschichte Meso- potamiens bekannt sind, nicht durch aus politischen Momenten entstandene Schiebungen innerhalb der Rassengruppe selbst (wie wir ohne zwingende Gründe anderer Art dies als sicher an- nehmen müssen), sondem durch ethnisch verschieden geartete Menschen aus anderen Weltteilen inszeniert wurden. „Die ältesten geschnebenen Urkunden, die wir bisher auf Grund der Ausgrabungen am Euphrat und Nil zu übersehen vermögen, reichen nicht weit über 3000 v. Chr. hinaus. Um * Siehe I. Teil, S. 136 ff. ** A. Jeremias, Das alte Testament im Lichte des alten Onents. 1906.