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328 analogous works of art in flat enamel, but we also admire those now famous, and still hardly reproducible, enameled brick reliefs of lions, bulls, and dragons that once adorned the Processional Way of Marduk and the walls and towers of the Ishtar Gate. In the field of architecture, the question of the origin of the arch has long been decided in favor of Babylonia. The heaven-aspiring temples will evoke the astonished admiration of mankind for all time. If we take up any question concerning ancient and most ancient cultural history—we will always owe an enrichment of our knowledge to the excavations on the Babylonian-Assyrian ruin mounds. The fortification systems of these war-experienced peoples are now known in almost all details, since the wall of the oldest Assyrian imperial capital with its gates and towers, its battlements and arrowslits has seen the light of day again after millennia. And what those ancient peoples were also able to accomplish in the construction of hydraulic structures is taught by the Tigris wall of Adad-nirari I, made of quarry stones and brick facing, which has been performing its service from the 14th century B.C. to the present day.
Of the sciences, astronomy received the most cultivation. For since, according to Babylonian belief, the gods reveal their will to man through the starry sky, the priests from ancient times through all millennia observed all celestial phenomena with the most rapt attention and recorded calculations in their astronomical tablets that compel amazement even from our present-day astronomers. They knew the periodicity of eclipses and calculated their visibility for Babylon approximately in advance. They knew the mean synodic month, which they calculated as only 0.4 seconds longer, and the average duration from one perigee or apogee of the moon to the next, which they set as only 3.6 seconds shorter than our astronomers.*
- The astronomical basis of the whole system allows conclusions to be drawn about the time of its origin. The precession, the advance of the vernal equinox, gives the possibility to judge Babylonian and with it Egyptian antiquity according to these points of reference. The whole system is based on the assumption of the beginning of spring, the equinox, at the time when the sun was in Gemini, our current third sign of the zodiac. This is the time before the middle of the 3rd millennium B.C. The shift of the vernal equinox takes about 2½ millennia to move back one sign of the zodiac, so since
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328 Von den Wissenschaften fand die hauptsächlichste Pflege die Astronomie. Denn da nach babylonischem Glauben die Götter dem Menschen ihren Willen durch den Stemenhimmel offenbaren, beobachteten die Pnester von uralter Zeit her durch alle Jahrtausende hindurch mit gespanntester Aufmerksamkeit alle Himmelserscheinungen und legten in ihren astronomischen Tafeln Berechnungen nieder, die selbst unseren jetzigen Astronomen Staunen abnötigen. Sie kannten die Penodizität der Finstemisse und berechneten deren Sichtbarkeit für Babylon annähemd voraus. Sie kannten den mittleren synodischen Monat, den sie nur um 0'4 Sekunden länger, und die Durchschnittsdauer von einer Erdnähe oder Erdfeme des Mondes zur anderen, die sie nur um 3'6 Sekunden kürzer ansetzten als unſere Astronomen.* Nur an analogen Kunstwerken der Flachemaille, sondem wir bewundem zugleich jene, jetzt allbekannten, noch heute kaum wieder erreichbaren emaillierten Ziegelreliefs von Löwen, Stieren und Drachen, welche einst die Prozessionsstraße Marduks und die Wände und Türme des Istartors schmückten. Auf dem Gebiete der Architektur ist die Frage nach der Heimat des Bogens schon lange zugunsten Babyloniens entschieden. Die himmelausstrebenden Tempel werden für alle Zeiten die staunende Bewunderung der Menschen wachrufen. Greifen wir irgend eine Frage zur alten und ältesten Kulturgeschichte heraus – stets werden wir den Grabungen auf den babylonisch-assynschen Ruinenhügeln eine Bereicherung unseres Wissens verdanken. Das Befestigungswesen dieser knegserfahrenen Völker wird jetzt fast in allen Einzelheiten bekannt, seitdem die Mauer der ältesten assynschen Reichshauptstadt mit ihren Toren und Türmen, ihren Wehrgängen und Schießscharten nach Jahrtausenden wieder das Tageslicht erblickt hat. Und was jene alten Völker auch in Herstellung von Wasserbauten zu leisten vermochten, lehrt die aus Bruchsteinen und Backsteinverblendung hergestellte Tignsmauer Adad-nirans I., die seit dem 14. Jahrhundert v. Chr. bis heute ihre Dienste erfüllt. * Die astronomische Grundlage des ganzen Systems gestattet Schlüsse auf die Zeit seiner Entstehung. Die Präzession, das Weiterrücken des Frühjahrspunktes, gibt die Möglichkeit, das babylonische und mit ihm das ägyptische Altertum nach diesen Anhaltspunkten zu beurteilen. Das ganze System beruht auf der Voraussetzung des Frühlingsanfangs, der Tag- und Nachtgleiche, zur Zeit, wo die Sonne in den Zwillingen stand, unserem jetzigen dntten Tierkreiszeichen. Das ist die Zeit vor der Mitte des 3. vorchnstlichen Jahrtausends. Die Verrückung des Frühjahrspunktes braucht etwa 2½ Jahrtausende, um ein Tierkreiszeichen zurückzulegen, also seit