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309 literature, maintained in a logical sense, arose slowly and organically. But their clear explanations became even more important in another direction. It showed that not only is the recognition of the great, all-encompassing causal uniformity of nature a Semitic product of thought, but it also demonstrated how the recognition, which arose here for the first time, of the same causality in the events of history, with the resulting possibility for man, with his own moral will, freed by the recognition of what is right, to be able to exert influence on the shaping of even the most distant future phases:* — how this most important fruit of all human intellectual labor does not originate from an “otherworldly” power, but was produced “by the Jewish national spirit itself.”
The excavations in Mesopotamia have brought to light a wealth of highly interesting data from the prehistory of the Orient, which also became known to the general public through the lectures of Delitzsch. These data showed that the biblical primal sagas could not even claim to be recognized as original works of poetry. The views on the creation of the world, the great flood, etc., originated in Babylon, the seven-day week and countless things that represented the knowledge, art, and cult of that time and which until now had been considered introductions of the Hebrews, were merely borrowed from Babylonian culture. One did not fail to draw conclusions from this about the alleged sterility of the Jewish spirit.
Ever more strongly, however, the understanding is now breaking through that the Bible, despite all the criticism leveled against it, is a source of inestimable value. Today it is doubtless that Bible criticism went much too far in its initial fervor. In the historical parts of the Bible, we often have before us a later redaction, but mostly the use of very old sources.
- See later: Essence of Judaism p. 402 ff.
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309 logischem Sinne gehaltene Literatur langſam und organisch entstanden ſind. Wichtiger aber noch wurden ihre klaren Dar- legungen nach anderer Richtung hin. Sie zeigte, daß nicht nur die Erkenntnis von der großen, alles umfaſſenden kauſalen Einheitlichkeit der Natur ſemitsches Gedankenprodukt ist, ſondem ſie legte auch dar, wie die hier zum erstenmal entstandene Erkenntnis von derſelben Kauſalität in den Ge- schehnissen der Geschichte mit der für den Menschen daraus hervorgehenden Möglichkeit, mit ſeinem eigenen, durch die Erkenntnis des Richtigen freige- wordenen ſittlichen Willen Einfluß auf die Gestaltung auch der femsten Zukunfts- phaſen nehmen zu können:* — wie dieſe wichtigste Erkenntnisſrucht aller menschlichen Denkarbeit nicht von einer „außerweltlichen“ Gewalt herstammt, ſondem „von dem jüdischen Volksgeiste ſelbst“ produziert wurde. Die Ausgrabungen in Mesopotamien haben eine Fülle höchst intereſſanter Daten aus der Urgeschichte des Onents zutage gefördert, die durch die Vorträge von Delitzsch auch dem breiten Publikum bekannt wurden. Dieſe Daten zeigten, daß die biblischen Urſagen nicht einmal Anspruch darauf machen konnten, daß man ihnen als Dichtungen eine Ongi- nalität zuerkenne. Die Ansichten über Weltschöpfung, Sin- flut uſw. stammten aus Babylon, die ſiebentägige Woche und unzählige Dinge, die Wiſſen, Kunst, Kult der damaligen Zeit repräsentierten und die man bis nun für Einführungen der Hebräer gehalten hatte, waren bloß der babylonischen Kultur entlehnt. Man verfehlte nicht, daraus Rückschlüſſe zu ziehen auf die apnonsche Stenlität des jüdischen Geistes. Immer stärker bncht aber jetzt das Verständnis dafür durch, daß die Bibel doch trotz aller Kntik, die an ihr geübt wurde, als Quelle von unschätzbarem Werte ist. Heute ist es zweifellos, daß die Bibelkntik im ersten Drange viel zu weit gegangen ist. Wir haben in den geschichtlichen Teilen der Bibel zwar vielfach eine spätere Redaktion, meist aber die Be- nützung ſehr alter Quellen vor uns. * Siehe später: Weſen des Judaiſmus S. 402 ff.