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XXXII. Book. Here the writings of Stratz are the object, which were indeed cited, but at most deemed worthy of a cursory reading.
To return now to the matter itself, it is quite understandable when Sombart speaks in the foreword of having felt a "tormenting feeling of dissatisfaction, of imbalance" in view of the III. Main Section, which seeks to answer the question of the origin of the Jewish nature and of its own essence. We can only repeat that, in our opinion, this part of his system is completely unfounded. However, to support this assertion of mine, I will not content myself with referring to my expositions on the philosophy of history and the theory of heredity, but will also endeavor to comply with the author's demand to proceed from empirical-historical factuality in any potential refutation.
Just as the economic mindset that lives in the Bible is strictly traditionalistic, i.e., averse to the capitalist view: "Let every man abide by his sustenance, and let the godless strive for gain," so too in the present day is the nature corresponding to the capitalist view not the fundamental direction of the Jewish psyche to the extent that Sombart believes. Admittedly, there is indeed much stunting of genuine character here, ideals are indeed often thrown overboard as useless ballast in order to be able to take on full loads of practical interests, and as with the modern city dweller in general, the development towards a form as colorless and un-national as possible, to the "gray, boring, monotonous American man" is in fact unmistakable. But this is certainly not the general type of the Jewish people. The majority of those Jews who still represent the general type of the people are practically attached to the soil. The geographical redistribution currently taking place as a result of migrations is, just like most earlier ones, only explainable by the catastrophic external circumstances. In the beginnings of the current emigration, the groups of emigrants consisted predominantly of two categories:
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XXXII. Buche. Hier sind die Schnften von Stratz das Objekt, das wohl zitiert, aber höchstens einer überfliegenden Lektüre gewür- digt wurde. Um nun zur Sache selbst zurückzukehren, so ist es wohl begreiflich, wenn Sombart im Vorwort davon spncht, daß er angesichts des III. Hauptabschnittes, der die Frage nach der Herkunft des jüdischen Wesens und nach dessen eigener Wesen- heit zu beantworten sucht, ein „quälendes Gefühl der Unbe- fnedigtheit, der Unausgeglichenheit“ empfunden habe. Wir können nur wiederholen, daß unseres Erachtens dieser Teil seines Systems völlig in der Luft hängt. Ich will aber, um diese meine Behauptung zu stützen, mich nicht damit begnügen, auf meine geschichtsphilosophischen und vererbungstheoretischen Darlegungen hinzuweisen, sondem will mich außerdem bemühen, der Forderung des Autors, bei einer eventuellen Widerlegung von der empinsch-histonschen Tatsächlichkeit auszugehen, nach- zukommen. Ebenso wie die wirtschaftliche Gesinnung, die in der Bibel lebt, streng traditionalistisch, d. h. der kapitalistischen Auffas- sung abgeneigt ist: „Ein jeder bleibe bei seiner Nahrung, und lasse die Gottlosen nach Gewinn streben“, so ist auch in der Gegenwart die der kapitalistischen Auffassung entsprechende Wesensart nicht in diesem Ausmaße die Grundnchtung der jüdischen Psyche, wie Sombart glaubt. Wohl gibt es wirklich hier viel Verkümmerung echter Art, werden wirklich vielfach Ideale als unnützer Ballast über Bord geworfen, um dafür volle Ladungen praktischer Interessen einnehmen zu können, und es ist wie bei dem modemen Großstädter überhaupt die Entwick- lung zu einer möglichst farblosen, unnationalen Form, zu dem „grauen, langweiligen, eintönigen Amencan man“ tatsächlich unverkennbar. Der generelle Typus des jüdischen Volkes ist das aber sicher nicht. Die Mehrzahl derjenigen Juden, die noch den generellen Typus des Volkes repräsentieren, haftet geradezu an der Scholle. Die infolge der Wanderungen gegenwärtig sich voll- ziehende geographische Umschichtung ist ebenso, wie die meisten früheren, nur durch die katastrophalen äußeren Umstände erklär- bar. In den Anfängen der derzeitigen Emigration bestanden die Gruppen der Auswanderer überwiegend aus zwei Kategonen: