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289 ones; those who are safe from the hardships of life, protected from the compulsion to rush and from self-alienation. Men of this kind, when their soul, or their in- tellect, respectively, breaks through, become masters of art or of science—given a correspondence of the milieu with their spiritual needs. But those who do not get beyond the intermediate stages are quiet, pensive people, quite capable of deep piety and de- votion to the outer and inner world. This is why simplicity and greatness so often touch. It is a mistake to deny these people, who, as in all races, are found in considerable numbers especially among the Jews, a mystical spiritual disposition. But that such people cannot become "famous" under the current conditions of existence for Judaism and are consequently not taken notice of by their contemporaries at all, explains why one knows nothing of their exi- stence. A Jew reliant on an aptitude for business shrewdness can, with such virtues, at most become a "schlemiel." And it is precisely in this class that there is a sufficiently significant number of such persons, who must impress all those closest to them with the im- mense depth of their soul, to be able to prove the exi- stence of such qualified talent within the Jewish race as well.*
- But not only lost remnants of existence, but even such people who are known from their professional lives as inaccessible number-crunchers or as obnoxious careerists, show much more frequently than else- where in their unconscious private inclinations a cultivation of the heart, a sense of charity, and a participation in matters of gen- eral interest, that the connoisseur sees from this how often what is considered innate baseness can be traced back to mere corruption. It is no coincidence that someone from whom one would never have expected it in life became the founder of the Nobel Prizes, and that this person had Jewish blood in him. The people that practices the greatest charity and in whom the social drives have assumed the greatest intensity, that has coined the most and the most thoughtful proverbs, that has developed an uncommonly rich, albeit shy, inner life in the ghetto, can hardly be described as spiritually impoverished. Zollschau, The Race Problem, 3rd ed. 19
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289 nen; die, vor des Lebens Not in Sicherheit, vor dem Zwange zur Überhastung und Selbstentfremdung geschützt sind. Männer dieser Art werden, wenn ihre Seele, resp. ihr In- tellekt sich durchnngt, Meister der Kunst, beziehungsweise der Wissenschaft — bei Übereinstimmung des Milieus mit ihren seelischen Bedürfnissen. Die aber über die Zwischenstadien nicht hinauskommen, sind stille, sinnige Menschen, die tiefer Frömmigkeit und An- dacht der äußeren und inneren Welt gegenüber wohl fähig sind. Deshalb berühren sich ja so oft Simplizität und Größe. Es ist verfehlt, diesen Leuten, die, wie bei allen Rassen, so namentlich bei den Juden in ziemlicher Zahl vorkommen, eine mystische Seelenveranlagung abzusprechen. Daß aber solche Leute unter den gegenwärtigen Existenz- bedingungen des Judentums nicht „berühmt“ werden können und infolgedessen von ihrer Mitwelt überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden, erklärt, daß man von ihrer Exi- stenz nichts weiß. Ein auf die Eignung zur geschäftlichen Schlauheit angewiesener Jude kann es mit solchen Tugenden höchstens zum „Schlemichl“ bnngen. Und gerade in dieser Klasse gibt es eine hinreichend bedeutende Anzahl solcher Personen, die allen ihnen Zunächsststehenden durch die unge- heure Tiefe ihres Gemütes imponieren müssen, um die Exi- stenz auch derartig qualifizierter Begabung innerhalb der jüdischen Rasse erweisen zu können.* * Aber nicht nur Dasein verlorene Trümmer, sondem sogar solche Leute, die aus ihrem Berufsleben als unzugängliche Zahlenmenschen oder als widerwärtige Streberseelen bekannt sind, zeigen viel häufiger als ander- wärts in ihren unbewußten pnvaten Neigungen eine Herzensbildung, einen Wohltätigkeitssinn und eine Anteilnahme an Gegenständen des all- gemeinen Interesses, daß der Kenner daraus ersieht, wie oft das, was man für angeborene Niedngkeit hält, auf bloße Verbildung zurückzuführen ist. Es ist kein Zufall, daß jemand, von dem man im Leben das nie erwartet hätte, der Stifter der Nobel-Preise geworden ist, und daß dieser jüdisches Blut in sich hatte. Das Volk, welches die größte Wohltätigkeit übt und in dem die sozia- len Tnebkräfte die größte Intensität angenommen haben, das die meisten und die sinnigsten Spnchwörter geprägt hat, das im Ghetto ein ungemein reiches, wenn auch scheues Innenleben entwickelt hat, kann wohl kaum als seelisch verarmt bezeichnet werden. Zollschran, Das Rassenproblem, 3. Aufl. 19