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253 admittedly often difficult to separate the influence of heredity from the influence of example. The development of the spiritual species-characters has kept pace with the development of the organic types: both are promoted by the same principle: by the inherit- ance of additionally acquired peculiarities, through which a constant expansion and enrichment of the character had to arise with the ascending series of development. Thus, the first man already received a richly endowed character, which then in the anthropological higher development of humanity differentiated ever more diversely and unfolded ever more richly. As in the external organic, so also in the internal psychic sphere, it is always the inheritance of individually acquired characteristics that first makes possible the emergence of types and characters with fixed inheritance. Admittedly, it is not knowledge itself that is hereditarily transmitted as cultural characteristics from his ancestors to the newborn, but rather the ability to raise the brain activities to a high level of perfection in a short time with the help of guidance and instruction, between the various brain centers, or rather, various brain functions, to establish connections in the shortest time and in this way to extraordinarily expand the field of idea associations itself. The predisposition and talent hereditarily (engraphically) transmitted to the modern civilized man secures for him from the outset that spiritual superiority which he has not only over the most intellectually advanced animals, but also over the members of primitive peoples (Alsberg). But this superiority of hereditarily received talent must by natural necessity be greatest in that race in whose development the accumulation of the engrams relevant for cultural activity was strongest. But these are the engrams of the brain produced by mental activity, and hence comes the in-
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253 freilich oft schwer der Einfluß der Vererbung von dem Einfluß des Beispiels trennen läßt. Die Entwicklung der geistigen Artcharaktere hat mit der Entwicklung der organischen Typen gleichen Schntt gehalten: beide sind durch das gleiche Pnnzip gefördert: durch die Ver- erbung der hinzuerworbenen Eigentümlichkeiten, durch welche eine beständige Erweiterung und Bereicherung des Charakters mit der aufsteigenden Entwicklungsreihe entstehen mußte. So empfing der erste Mensch schon einen reich angelegten Cha- rakter, welcher sich dann in der anthropologischen Höher- entwicklung der Menschheit immer vielseitiger differenzierte und immer reicher entfaltete. Wie auf äußerlich organischem, so auch auf innerlich psychischem Gebiet ist es immer erst die Vererbung der individuell erworbenen Eigenschaften, welche die Entstehung von Typen und Charakteren mit befestigter Ver- erbung möglich macht. Freilich sind es nicht die Kenntnisse selbst, die als Kultur- eigenschaften auf den Neugeborenen von seinen Vorfahren erblich übertragen werden, sondem vielmehr die Fähig- keit, die Himtätigkeiten in kurzer Fnst mit Hilfe von An- leitung und Unterncht zu einer hohen Stufe der Vollkomm- nung zu erheben, zwischen den verschiedenen Himzentren, bezw. verschiedenen Himfunktionen in kürzester Fnst Verbindungen herzustellen und auf diese Weise selbst das Gebiet der Ideen- assoziationen außerordentlich auszudehnen. Die dem modemen Kulturmenschen erblich (engraphisch) überlieferte Veran- lagung und Begabung sichert ihm von vomherein jene geistige Überlegenheit, die er nicht nur vor den intellektuell am höchsten stehenden Tieren, sondem auch vor den Angehöngen der Natur- völker voraus hat (Alsberg). Am größten aber muß diese Überlegenheit der erblich über- kommenen Begabung natumotwendig bei denjenigen Rasse sein, in deren Entwicklung die Ansammlung der für die kulturelle Tätigkeit in Betracht kommenden Engramme am stärksten war. Das aber sind die durch geistige Tätigkeit erzeugten En- gramme des Gehims, und daher stammt die ver