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XXVI Since I have worked on these areas with great care and have set down the results of these studies in detail, particularly in the last section of this book, I can content myself, with regard to the correction of these "facts," with referring to it. Regarding the tax tables from Berlin, Frankfurt, Mannheim, etc., it should be noted here that Sombart makes the mistake of comparing the upper class of one people—in the case of the Jews, the Western Europeans—with another entire people. Furthermore, he also overlooks that within this upper class itself, the richest people among the Jews are indeed in the cities, but those of the Christian population are in the industrial areas and above all in the large landed estates. He further overlooks that the inalienable wealth of the non-Jews consists in the definitive, eternal possession of land and soil, that the same shows an uninterrupted increase in value, while conversely money experiences a constant decrease in value. And he further overlooks the uncommonly important circumstance that, while otherwise the property of rich people also simultaneously constitutes a part of the national wealth of their people, the national wealth of the Jews is equal to zero. But, as noted, the private wealth of the Jews is also mobile and does not consist of real estate and is therefore worth considerably less. – As for the downright unprecedentedly terrible poverty of the Oriental and Eastern European Jews, he has now in part described it himself in his recently published work "The Future of the Jews." In response to the assertion of the continuity of Jewish wealth, I point to the fact that the descendants of those Spanish-Portuguese Croesuses have either long since disappeared into Christianity or lead a miserable existence in Oriental and Polish Jewish alleys. The present Jewish wealth is demonstrably almost completely out of continuity with that of these earlier times. In contrast to Sombart, and here also to Ruppin, a close examination of the course of historical processes even compels us to adhere to the view set down in this book, that, considering the great mass of the people, a process of impoverishment
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XXVI Da ich diese Gebiete mit großer Sorgfalt bearbeitet und die Ergebnisse dieser Studien namentlich in dem letzten Ab- schnitte dieses Buches ausführlich niedergelegt habe, kann ich mich auch bezüglich der Richtigstellung dieser „Tatsachen“ damit begnügen, darauf zu verweisen. Bezüglich der Steuer- tabellen aus Berlin, Frankfurt, Mannheim, usw. sei hier be- merkt, daß da Sombart den Fehler begeht, die Oberschichte des einen Volkes – bei den Juden die West-Europäer – mit einem andem ganzen Volk zu vergleichen. Außerdem aber übersieht er noch, daß innerhalb dieser Oberschichte selbst die reichsten Leute unter den Juden zwar tatsächlich in den Städten, die der chnstlichen Bevölkerung aber in den Industnegebieten und vor allem in den Latifundien sitzen. Er übersieht femer, daß der unverlierbare Wohlstand der Nichtjuden in dem endgültigen ewigen Besitz des Grund und Bodens besteht, daß derselbe eine ununterbrochene Wertsteigerung aufweist, während umgekehrt das Geld eine stete Wertverminderung erfährt. Und übersieht weiters den ungemein wichtigen Umstand, daß, während sonst der Besitz reicher Leute auch gleichzeitig einen Teil des Nationalvermögens ihres Volkes darstellt, das Nationalvermögen der Juden gleich Null ist. Aber, wie bemerkt, auch das Pnvat- vermögen der Juden ist ein mobiles und besteht nicht in Grund- besitz und ist daher ungleich weniger wert. – Wie es nun aber mit der geradezu beispiellos furchtbaren Armut der onentali- schen und der osteuropäischen Juden aussieht, hat er ja nun zum Teil in seiner jüngst erschienenen Schnft „Die Zukunft der Juden“ selbst geschildert. Gegenüber der Behauptung von der Kontinuität des jüdischen Reichthums, weise ich auf die Tatsache hin, daß die Nachkommen jener spanisch-portugiesischen Krö- sſuſſe entweder längst im Chnstentum verschwunden sind oder in onentalischen und polnischen Judengassen ein Jammerdasein führen. Der gegenwärtige jüdische Reichthum steht nachweisbar fast völlig außer Kontinuität mit demjenigen aus diesen früheren Zeiten. Im Gegensatz zu Sombart, und hier auch zu Ruppin, zwingt uns sogar die genaue Betrachtung des Ver- laufes der geschichtlichen Prozesse, an der in diesem Buch niedergelegten Anschauung festzuhalten, daß, die große Masse des Volkes in Betracht gezogen, ein Prozeß der Ver-