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225 All living organisms without exception are receptive; they distinguish the states of the surrounding external world and react to them through certain changes in their interior. Light and heat, gravity and electricity, mechanical processes and chemical events in the environment act as "stimuli" on the sensitive plasma and cause changes in its molecular composition.
At the lowest levels of organization, the entire plasma as such is sensitive and reacts to the acting stimuli. At the next level, the simplest indifferent sensory tools begin to develop on the surface of the body, such as plasma hairs or pigment spots. At the third level, specific sensory organs have developed from these simple foundations through differentiation, with peculiar adaptation: the chemical tools of smell and taste, the physical organs of the sense of touch and the sense of warmth, of hearing and sight. The "specific energy" of these higher sensilla is gradually acquired through functional adaptation and progressive heredity. At an even higher level, the centralization or integration of the nervous system occurs, and with it at the same time that of sensation; through the association of the previously isolated or localized sensations, ideas arise, which at first remain unconscious. At the highest level, finally, the highest psychic function, conscious sensation, develops through the reflection of sensations in a central part of the nervous system; so in humans and the higher vertebrates, but possibly also in a portion of the higher invertebrates, especially the arthropods.
Only in humans, however, does consciousness, through the better organization of the brain and on the basis of the increasing richness of impressions and the ideas thereby awakened, rise to a significance which makes a separate consideration of it as a special psychic faculty possible.
Zollschan, The Race Problem, 3rd ed. 15
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225 Alle lebendigen Organismen ohne Ausnahme sind em- pfänglich; sie unterscheiden die Zustände der umgebenden Außenwelt und reagieren darauf durch gewisse Veränderungen in ihrem Innem. Licht und Wärme, Schwerkraft und Elek- tnzität, mechanische Prozesse und chemische Vorgänge in der Umgebung wirken als „Reize“ auf das empfindliche Plasma und rufen Veränderungen in seiner molekularen Zusammen- setzung hervor. Auf den untersten Stufen der Organisation ist das ganze Plasma als solches empfindlich und reagiert auf die einwir- kenden Reize. Auf der nächsten Stufe beginnen sich auf der Oberfläche des Körpers einfachste indifferente Sinneswerk- zeuge zu entwickeln, wie Plasmahaare oder Pigmentflecke. Auf der dntten Stufe haben sich aus diesen einfachen Grundlagen durch Differenzierung spezifische Sinnesorgane entwickelt, mit eigenthümlicher Anpassung: die chemischen Werkzeuge des Ge- ruches und Geschmackes, die physikalischen Organe des Tast- sinnes und des Wärmesinnes, des Gehöres und Gesichtes. Die „spezifische Energie“ dieser höheren Sensillen ist durch funktio- nelle Anpassung und progressive Vererbung stufenweise er- worben. Auf einer noch höheren Stufe tntt die Zentralisation oder Integration des Nervensystems und damit zugleich die- jenige der Empfindung ein; durch Assoziation der früheren isolierten oder lokalisierten Empfindungen entstehen Vorstel- lungen, die zunächst noch unbewußt bleiben. Auf der höchsten Stufe endlich entwickelt sich durch Spiegelung der Empfin- dungen in einem Zentralteile des Nervensystems die höchste psychische Funktion, die bewußte Empfindung; so beim Men- schen und den höheren Wirbeltieren, möglicherweise aber auch bei einem Teile der höheren wirbellosen Tiere, besonders der Arthropoden. Erst bei den Menschen aber erhebt sich durch die bessere Organisation des Gehimes und auf Grund des zunehmenden Reichtums der Eindrücke und der dadurch erweckten Vorstel- lungen, das Bewußtsein bis zu einer Bedeutung, welche eine gesonderte Betrachtung desselben als eines besonderen seeli- schen Vermögens möglich macht. Zollschan, Das Rassenproblem, 3. Aufl. 15