
Page 26 • Click to zoom
Page 26 of 568
XXII mans — have developed a quite considerable activity very similar to capitalism, should for now only be mentioned cursorily, as well as the fact that "concrete" disposition and "tech- nical" genius also distinguish many a southern people. Now, however, the question remains, what indeed enabled this people to play this preeminent role in so many cases for the uplifting of the national economy. And here I am, in complete contrast to another critic of Sombart, Franz Oppenheimer, by no means of the opinion that the above-men- tioned objective circumstances alone are fully sufficient to explain these facts, but rather I am of the opinion with Sombart that, alongside these objective circumstances, the subjective suitability of the Jews also particularly enabled them for the nature and magnitude of their effectiveness. In the attempt at a clear comprehension of what, however, actually constitutes this subjective suitability, I arrive at a standpoint that is as dia- metrically opposed to Sombart's as one antipode is to the other. But first, some further, very essential correc- tions of information belonging to the group of objective facts.
Sombart certainly rightly sees one of the most important objective influences, affecting the life and way of thinking of its adherents daily and hourly, in the influence of the Jewish religion. What kind of influence this was, according to his view, has been stated above. Now, Sombart's qualities as a political economist remain unaffected by how the experts view his qualification as a biblical interpreter. This side of his book, which could be most easily verified, was discussed the most, and there is no disagreement here that our author has arrived at the most abstruse compilations and impossible conclusions, which, by the way, for someone who cannot read the original texts and is dependent only on doubtful authorities, is not surprising. But even assuming he were right, his con- clusion would be roughly as follows: Judaism knows no mystery, is built on rationalism or intellectualism; because capitalism works purely rationally
Show Original German Text
XXII manen — eine recht ansehnliche, dem Kapitalismus sehr ähnliche Tätigkeit entfaltet haben, sei vorläufig nur kursonsch erwähnt und ebenso, daß „konkrete“ Veranlagung und „tech- nisches“ Genie doch auch manches südliche Volk auszeichnet. Nun bleibt allerdings die Frage, was denn doch dieses Volk befähigt habe, in vielen Fällen diese überragende Rolle für die Hebung der Volkswirtschaft zu spielen. Und hier bin ich in vollem Gegensatz zu einem andem Kntiker Sombarts, Franz Oppenheimer, durchaus nicht der Ansicht, daß die obengenann- ten objektiven Umstände allein zur Erklärung dieser Tatsachen voll ausreichen, sondem bin mit Sombart der Ansicht, daß neben diesen objektiven Umständen auch die subjektive Eignung der Juden sie zu der Art und Größe ihrer Wirksamkeit besonders befähigt habe. Bei dem Versuch einer klaren Erfassung dessen jedoch, was denn eigentlich diese subjektive Eignung ausmacht, komme ich auf einen Standpunkt, der dem Sombartschen so dia- metral entgegengesetzt ist, wie ein Antipode dem andem. Vorher aber noch einige weitere sehr wesentliche Benchti- gungen von in die Gruppe der objektiven Tatsachen gehörenden Angaben. Einen der wichtigsten, täglich und stündlich auf Leben und Denkart ihrer Bekenner einwirkenden objektiven Einflüsse sieht Sombart sicher mit Recht in dem Einfluß der jüdischen Religion. Welcher Art dieser Einfluß nach seiner Ansicht ge- wesen ist, ist oben gesagt worden. Nun bleiben ja Sombarts Qualitäten als Nationalökonom davon unberührt, wie die Fachmänner seine Qualifikation zum Bibelerklärer auffassen. Diese Seite seines Buches, die ja am leichtesten nachgeprüft werden konnte, wurde am meisten besprochen und es gibt hier keine Meinungsverschiedenheit darüber, daß unser Autor hier zu den abstrusesten Zusammenstellungen und unmöglichsten Schlüſſen gelangt ist, was übngens für jemanden, der die Onginaltexte nicht lesen kann und nur auf zweifelhafte Ge- währsmänner angewiesen ist, nicht verwunderlich ist. Aber sogar angenommen, er hätte Recht, so würde seine Schluß- folgerung ungefähr folgender Art lauten: Das Judentum kennt kein Mystenum, ist auf Rationalismus oder Intellektualismus aufgebaut; weil nun der Kapitalismus rein vemunftgemäß