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160 already number in the thousands within half a decade, it would be no wonder if criticism of it sometimes exceeded the bounds of objectivity.
Since all opposition to the theorems of German chosenness and Jewish inferiority was based only on arguments of humanity and not on anthropological concerns, the racial antisemitism that considered itself strictly scientific could not be affected by them. On the contrary! With the persuasive power that lies in the constant repetition of even the most nonsensical things, these thoughts slowly infiltrated, one after another, into the views of even the philo-Semitic literati, and today we even find many of these views widespread among the Jews themselves. In the Christian population they have become common knowledge.*
Under such circumstances, the re-examination of the arguments from anthropological viewpoints is a moral duty.
Quite apart from the Jewish question, the race question is one of the most important general problems. Let us recall the fundamental racial antagonism between whites and blacks in Africa. The Negro question in North America is not yet definitively solved. Another North American racial problem, that between whites and redskins, was eliminated by the Anglo-Saxons in the most brutal manner. The one between whites and yellows has already brought America to the brink of a war with Japan. The Austrian monarchy, the Russian and the Turkish empires are shaken by the antagonisms of the races. England has tried to excuse the destruction of Ireland by the inferiority of the Irish people. English jingoism, nurtured by the applause of its environment, has often become dangerous to foreign peoples.
- Authoritative for all German students in Austria and thereby also for public opinion and for all bourgeois German-Austrian politicians is the resolution of the militant German-national student corporations from the year 1896, which is still fully in force today, that Jews were not worthy of satisfaction in a duel, because according to the German-national concepts they are devoid of honor and, in a cultural respect, deeply inferior to the Aryans (Waidhofen Resolution).
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160 schenleben innerhalb eines halben Jahrzehntes bereits nach Tau- ſenden zählen, so wäre es kein Wunder, wenn die Kntik dar- über manchmal die Grenzen der Objektivität verlassen würde. Da aller Widerspruch gegen die Theoreme der deutschen Auserwähltheit und der jüdischen Infenontät nur auf Argu- mente der Humanität und nicht auf anthropologische Bedenken ſich stützte, konnte der ſich für streng wiſſenschaftlich haltende Raſſenantiſemitismus durch ſie nicht berührt werden. Im Gegenteil! Mit der überzeugenden Kraft, die in der ständigen Wiederholung auch der unnſinnigsten Dinge liegt, infiltnerten diese Gedanken langſam, einer nach dem anderen, in die An- schauungen auch der philosemitischen Literaten, und heute fin- den wir ſogar viele von diesen Anſichten unter den Juden ſelbst verbreitet. In der chnstlichen Bevölkerung ſind ſie Gemein- gut geworden.* Unter ſolchen Umständen ist die Nachprüfung der Argu- mente aus anthropologischen Gesichtspunkten eine ſittliche Pflicht. Auch ganz abgeſehen von der Judenfrage, ist die Raſſen- frage eines der wichtigsten allgemeinen Probleme. Es ſei an den pnnzipiellen Raſſengegenſatz zwischen Weißen und Schwarzen in Afnka ennnert. Die Negerfrage in Nordamenka ist noch nicht endgültig gelöst. Ein anderes nordamenkanisches Raſſen- problem, das zwischen Weißen und Rothäuten, wurde von den Angelsachsen in der brutalsten Weiſe beseitigt. Das zwischen Weißen und Gelben hat Amenka schon in die Gefahr eines Kneges mit Japan gebracht. Die österreichische Monarchie, das ruſſische und das türkische Reich werden durch die Gegenſätze der Raſſen erschüttert. Die Vemichtung Irlands hat England durch die Infenontät des inschen Volkes zu entschuldigen ver- ſucht. Der englische Jingoiſmus, durch den Beifall der Umwelt großgezogen, wurde fremden Völkem oft schon gefährlich. * Maßgebend für alle deutschen Studenten Österreichs und dadurch auch für die öffentliche Meinung und für alle bürgerlichen deutschöster- reichischen Politiker ist der noch heute voll und ganz zurecht bestehende Beschluß der wehrhaften deutschnationalen Studentenkorporationen aus dem Jahre 1896, daß die Juden nicht ſatisfaktionsfähig ſeien, denn nach den deutschnationalen Begnffen der Ehre bar und in kulturel- ler Beziehung den Anem tief infenor (Waidhofener Beschluß).