
Page 124 • Click to zoom
Page 124 of 568
72 they stay predominantly in the shade, only leave the house in the evening, avoid physical labor, etc. Now, the lower urban population is constantly rejuvenated by fresh influx from the countryside, but the upper classes hold fast to the once-acquired characters through inbreeding. To anyone who pays attention to how, even among us, in civil servant families that have emerged from the peasantry, after three or four generations the type has already "refined" itself, this is plausible without further ado, even without the statistical evidence, which is abundant. Only, these centers of inbreeding are small and do not last beyond a certain period of time, even if it is sometimes measured in centuries. The refinement of the type due to lack of coarse, physical labor, the progressive depigmentation due to the lack of excessive sun exposure lasting for many generations have therefore their limit in the uninterrupted population exchange between city and country. History has only one single great example where an urban population, which, however, as a rule lives not in a better, but in a worse milieu, was for millennia always somatically dependent on itself—that is the Jews. We will come to speak of this later. Finally, a few more words about the evidentiary value that the in Greek poetry striking glorification of blondness (Paris and Helen are said to have been blond) for the Nordic provenance of the Greek noble families is supposed to have. Even if it is true that blondness was a frequent ideal of beauty among the Hellenes, it does not follow from this that one saw in blondness the sign of an aristocratic origin, because perhaps the memory of the Nordic origin of a supposedly formerly ruling, lighter pigmented minority still lived on among the people—as Pan-Germanism imagines—but rather it is explained by the fact that among them blondness was valued because of its rarity. Similarly, for example, among the Arabs, because of their rarity, it is precisely red-haired women, however ugly they may be, who have the greatest affectional value. Conversely, in the
Show Original German Text
72 sie sich vorwiegend im Schatten aufhalten, erst abends das Haus verlassen, körperliche Arbeit vermeiden usw. Nun ver- jüngt sich die niedere Stadtbevölkerung fortwährend durch fnschen Zufluß vom Lande, die höheren Stände jedoch halten durch Inzucht die einmal erworbenen Charaktere fest. Wer darauf acht hat, wie selbst bei uns, bei aus dem Bauemstande hervorgegangenen Beamtenfamilien, nach drei oder vier Gene- rationen sich schon der Typus „verfeinert“ hat, dem ist das auch ohne die statistischen Belege, die dafür zahlreich vorhan- den sind, ohneweiters plausibel. Nur sind diese Inzuchtsherde klein und dauem doch nicht über eine gewisse Zeitspanne, wenn auch dieselbe zuweilen nach Jahrhunderten bemessen ist. Die Verfeinerung des Typus wegen Mangels grober, körper- licher Arbeit, die fortschreitende Depigmentation wegen des durch Senen von Generationen andauemden Fehlens exzessiver Besonnung haben daher in dem ununterbrochenen Bevölkerungs- austausch von Stadt und Land ihre Grenze. Nur ein einziges großes Exempel hat die Geschichte, wo eine Städterbevölkerung, die allerdings in der Regel nicht in besserem, sondem in schlech- terem Milieu lebt, Jahrtausende hindurch somatisch stets auf sich selbst angewiesen war — das sind die Juden. Wir werden darauf noch zu sprechen kommen. Endlich noch einige Worte über den Beweiswert, den die in den gnechischen Dichtungen auffallende Verherrlichung der Blondheit (Pans und Helena sollen blond gewesen sein) für die nordische Provenienz der gnechischen Adelsgeschlechter haben soll. Wenn es auch stimmt, daß die Blondheit häufiges Schön- heitsideal bei den Hellenen war, so folgt daraus nicht, daß man in der Blondheit das Zeichen einer anstokratischen Herkunft erblickte, weil etwa im Volke noch die Ennnerung an den nor- dischen Ursprung einer angeblich früher herrschenden, heller pigmentierten Minontät fortlebte — wie der Pangermanismus sich das vorstellt — , sondem es erklärt sich daraus, daß bei ihnen die Blondheit wegen ihres Seltenheitswertes geschätzt wurde. Ähnlich haben z. B. bei den Arabem wegen des Selten- heitswertes gerade die roten Frauen, so häßlich sie auch sein mögen, den größten Affektionswert. Umgekehrt ist in den Kol-