
Page 103 • Click to zoom
Page 103 of 568
51 by no means to the mixing of the Jews with the Syrian population. The Judaistic convictions of the dynasty in Adiabene were not shared by the people; rather, the people threatened an uprising against the proselytism of the court. And even if the entire female population of Damascus professed Judaism, this could in no way result in a transformation of the Jewish race. It is to be assumed that there is a general lack of substantial evidence for the racial mixing of the Jews during the last epoch of their political independence. This is evident from the following:
Already in the 5th century of the old era, the tendencies of racial isolation among the Jews had clearly come to light. Later admixtures could at most have played a subordinate role.
The spread of Judaism in Greece resulted in proselytism in Rome. But here, too, proselytism in no way testifies to racial mixing in general. For besides the actual proselytes, to whom all rights were granted, there existed a so-called sojourner- proselyte group (Ger-Toshab), which was later known by the name of the "proselytes at the gate." They celebrated the Sabbath and professed Jewish ethics (see Noah's commandments), but did not practice circumcision and did not possess, in relation to the native-born Jews, the so-called "jus connubii". They were not allowed to enter into marriages with the Jews. This circumstance alone is enough to be able to critically assess the alleged racial mixing in that epoch.
To the same group were also counted the mercenaries coming to Jerusalem, as well as the Greek confessors of Judaism. So at least according to the Epistles of St. Paul, who, addressing the Jewish communities in Thessaloniki, Athens, Antioch, and others, always distinguishes the actual Jews from the proselytes.
The importance of this differentiation becomes even clearer when we subject the motives that converted the pagans to the new cult to a detailed investigation. *
Show Original German Text
51 noch lange nicht von der Mischung der Juden mit der synschen Bevölkerung. Die judaistischen Ueberzeugungen der Dynastie in Adiabene wurden vom Volke nicht geteilt, vielmehr drohte dieses mit einem Aufstande gegen den Proſelytismus des Hofes. Und wenn auch die geſamte Frauenwelt von Damaſkus ſich zum Judaismus bekannte, ſo konnte dies doch keineswegs eine Umgestaltung der jüdischen Raſſe zur Folge haben. Es ist anzunehmen, daß es überhaupt an weſentlichen Beweiſen mangelt für die Raſſenmischung der Juden während der letzten Epoche ihrer politischen Selbständigkeit. Dies ist aus folgendem er- ſichtlich: Schon im 5. Jahrhundert der alten Ära waren die Tendenzen der Raſſeniſolierung bei den Juden deutlich an den Tag getre- ten. Spätere Beimischungen konnten höchstens eine untergeord- nete Rolle gespielt haben. Die Verbreitung des Judaismus in Gnechenland hatte den Proſelytismus in Rom zur Folge. Doch zeugt auch hier der Proſelytismus keineswegs von einer Raſſenmischung im all- gemeinen. Existierte doch außer den wirklichen Proſelyten, denen alle Rechte zuteil wurden, eine ſogenannte Ueberſiedler- Proſelytengruppe (Ger-Toſhab), die später unter dem Namen der „Proſelyten am Tor“ bekannt war. Sie feierten den Sabbath und bekannten ſich zur jüdischen Ethik (ſiehen Gebote Noas), übten aber die Beschneidung nicht aus und beſaßen den ein- geborenen Juden gegenüber nicht das ſogenannte „jus connubii“. Sie durften keine Ehen mit den Juden eingehen. Schon dieſer Umstand allein genügt, um die angebliche Raſſenmischung in jener Epoche kntisch einschätzen zu können. Zu derſelben Gruppe wurden auch die nach Jeruſalem kom- menden Söldner gezählt, ebenſo die gnechischen Bekenner des Judaismus. So wenigstens nach den Episteln St. Pauli, welcher, ſich an die jüdischen Gemeinden in Theſſaloniki, Athen, Antio- chia und andere wendend, immer die eigentlichen Juden von den Proſelyten unterscheidet. Die Wichtigkeit der Differenzierung wird noch deutlicher an den Tag gelegt, wenn wir die Beweggründe, die die Heiden zum neuen Kultus bekehrten, einer eingehenden Unterſuchung unterziehen. *