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abundance. By "Jewish distress," people almost everywhere understood political persecution. Only individual articles in English and French specialist journals, but above all the reports at the Zionist Congresses, began to reveal how incredibly sad the situation was regarding the justification for this best and most frequently used antisemitic means of agitation, the portrayal of the immense power of the Jews. The cause of this previous erroneous opinion was the fact of the greater prosperity of those Jews who had been settled for generations in individual parts of Germany, Western Austria, in France, England, Italy, and America, as well as the fact that there are a few dozen super-rich Jews here. — In these countries, a number of Jews have indeed succeeded in rising from small trade to become great merchants and industrialists. However, only the uppermost layer of Jews, who were at the same time also able to participate in the general capitalist development, worked its way up to great, in part enormous riches; a layer that, by the way, for the most part no longer belongs to Judaism today. But the fable of a general wealth of the Jews, which endangers the national prosperity of the Christians, is ridiculous, where it is not malicious from the outset. The Jew succeeds among other peoples only where he fills a gap in their national economic life; he displaces no one. — Only when the goods are not available from the Christian competitor, or when one can get them better and cheaper from the Jew, does one buy them from the Jew! Even the large banks are gradually ceasing to be run by Jews; neither wholesale trade nor banking, neither industry nor retail trade are today the domain of Judaism to the same extent as they were two decades ago; the "upward class movement" has turned into its opposite; in a cultural sense, it still exists, in that even the poorest among the 48
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Ueberfluß. Unter „Judennoth“ verstand man fast überall politische Verfolgungen. Erst einzelne Artikel in englischen und franzöſischen Fachblättem, vor allem aber die Referate auf den zionisti- schen Kongreſſen lieſſen erkennen, wie unſäglich traung es gerade mit der Berechtigung dieſes besten und am häu- figsten gebrauchten antifeinitischen Agitationsmittels, der Schilderung der ungeheuren Macht der Juden, stehe. Anlaß zu dieſer bishengen Irrmeinung war die Tat- ſache der gröſſeren Wohlhabenheit derjenigen Juden, die ſei t Generationen in einzelnen Teilen Deutschlands, West- österreichs, in Frankreich, England, Italien und Amenka an- ſäſſig waren, ſowie die Tatſache, daß es hier einige Dutzend überreicher Juden gibt. — In dieſen Ländem ist es eben einer Anzahl von Juden gelungen, ſich vom Klein- handel zu Großkaufleuten und Industnellen emporzu- schwingen. Es hat aber nur die oberste Schicht der Juden, die gleichzeitig auch an der allgemeinen kapitalistischen Entwicklung teilnehmen konnte, ſich zu großem, zum Teil enormen Reichtümem emporgearbeitet; eine Schicht, die übngens heute zum größten Teil nicht mehr dem Juden- tum angehört. Die Fabel aber von einem allgemeinen Reichtum der Juden, der den nationalen Wohlstand der Chnsten gefährdet, ist lächerlich, wo ſie nicht von vomherein böswillig ist. Der Jude reüſſiert nur dort unter anderen Völkem, wo er eine Lücke im nationalen Wirtschaftsleben derſelben ausfüllt; er verdrängt niemanden. — Nur wenn die Ware beim chnstlichen Konkurrenten nicht zu haben ist, oder wenn man ſie beim Juden beſſer und billiger bekommt, kauft man ſie beim Juden! Sogar die groſſen Banken hören allmählich auf, von Juden geleitet zu werden; weder der Groſſhandel noch das Bankweſen, weder die Industne noch der Kramhandel ſind heute in demſelben Maſſe die Domäne des Judentums, als ſie es vor zwei Jahrzehnten noch geweſen ſind; die „aufsteigende Klaſſenbewegung“ hat in ihr Gegenteil umgeschlagen; in kultureller Beziehung besteht ſie zwar noch, indem auch der ärmste unter den 48