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continues unceasingly, and just as unceasingly, Orthodox Judaism yields members to less Orthodox, this to Reform Judaism, until from here, finally, baptism and mixed marriage lead the Jews entirely to Christianity. Anyone familiar with the circumstances of Jews in large European cities can tangibly grasp this transformation from generation to generation. The condition for the beginning of this transformation is, of course, that the Jews have the opportunity to acquire European culture. Where they are prevented from this by political pressure, a hostile attitude of the non-Jewish population, and economic misery, e.g., in Morocco, Russia, and Galicia, they remain, as in the Middle Ages, still today at the traditional low level of education and in national and religious isolation. It can be expected with certainty, however, that these Jews will behave similarly in two or three decades to the Western European Jews of today, whose complete separation from Judaism seems only a matter of time.
An ever-progressing process of destruction of another kind is simultaneously taking place in the field of economic development. The concise, unvarnished account of the economic situation of the Jewish people, which Zollschan gives, makes a deeper impression because everyone, friends and foes of the Jewish nation, harbors deep-rooted, unfortunately far too optimistic, prejudices on this point. In the constant column of antisemitic falsehoods, the idea reappears with a certain monotony, over and over again, that the Jews are everywhere, in all countries and in all branches of economic activity, the main bearers of capitalism. It is not much more than a decade ago that even in scientific circles the realization first began to dawn that the legend must be dispelled that the Jews detest crafts and agriculture, that there exists between them a fabulous solidarity, and that they are all swimming in 47
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geht unaufhörlich fort, und ebenſo unaufhörlich gibt das orthodoxe Judentum Glieder an das weniger orthodoxe, dieſes an das reformierte ab, bis von hier aus schließlich Taufe und Mischehe die Juden ganz dem Chnstentum zu- führen. Wer mit den Verhältniſſen der Juden in europäischen Großstädten vertraut ist, kann dieſe Umwandlung von Ge- neration zu Generation förmlich mit Händen greifen. Be- dingung für den Beginn dieſer Umwandlung ist freilich, daß die Juden die Möglichkeit haben, ſich die europäische Kultur anzueignen. Wo ſie hieran durch politischen Druck, feind- ſelige Haltung der nichtjüdischen Bevölkerung und wirt- schaftliche Miſère gehindert werden, z. B. in Marokko, Ruß- land und Galizien, verbleiben ſie wie im Mittelalter noch heute auf dem überkommenen niedngen Bildungsniveau und in nationaler und religiöſer Abgeschloſſenheit. Es steht aber mit Sicherheit zu erwarten, daß ſich dieſe Juden nach zwei oder drei Jahrzehnten ähnlich verhalten werden, wie heute die westeuropäischen, deren völlige Ab- löſung vom Judentum nur mehr eine Frage der Zeit scheint. * * * Ein stets fortschreitender Vemichtungsprozeß anderer Art vollzieht ſich gleichzeitig auf dem Gebiete der wirt- schaftlichen Entwicklung. Die zuſammenfaſſende, ungeschminkte Darstellung der wirtschaftlichen Lage des Judenvolkes, die Zollschan gibt, macht einen um ſo tieferen Eindruck, als alle, Freunde und Feinde der jüdischen Nation, über dieſen Punkt tiefeingewurzelte, leider viel zu opti- mistisch gefärbte Vorurteile hegen. In der ständigen Rubnk der antſemitischen Unwahr- heiten taucht mit einer gewiſſen Monotonie der Gedanke immer wieder und wieder auf, die Juden ſeien überall, in allen Ländem und in allen Zweigen der wirtschaftlichen Tätigkeit, die Hauptträger des Kapitalismus. Es ist noch nicht länger als ein Dezennium, daß ſogar in wiſſenschaft- lichen Kreiſen erst die Erkenntnis zu dämmem begann, daß mit der Legende aufzuräumen ſei, als verabscheuten die Juden Handwerk und Ackerbau, als bestände zwischen ihnen eine fabelhafte Solidantät und als schwämmen ſie alle in 47