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Some believe that this development is a consequence of general historical and economic evolution, based on the cultures of the Orientals and the Romance peoples.
The others, however, stubbornly insist that it rests on the noble-race nature of the Germanic peoples, because only in their blood alone have the characteristics of the highest spiritual and mental perfection, namely ideality and genius, been implanted by nature "since time immemorial".
Without difficulty, however, proof can be furnished that it is completely false to claim that the Germanic peoples have always distinguished themselves through the possession (let alone, the sole possession) of brilliant talent and the noblest spiritual qualities. Let us therefore be permitted a very brief historical review:
According to Chamberlain, freedom and loyalty are the inherited basic traits of the Germanic character.
The Edda gives us the relatively oldest picture of Germanic views; but one would search in vain for loyalty as its focal point. It is well known that even the Germanic gods did not take oaths very seriously.
Also the historical picture that Felix Dahn, certainly no author biased against the Germanic peoples, draws of the character of these peoples in the first centuries of their appearance, is by no means an honorable one.
Whether the historian writes of Vandals, Ostrogoths or Visigoths, whether it be West-Germanics, Alemanni, Thuringians or Franks, Anglo-Saxons, Bavarians or Scandinavians — it is a gruesome report of lawlessness and bloodshed, an uninterrupted series of betrayals and acts of disloyalty, of regicides and family atrocities. Not one of the old Germanic rulers who ascended the throne without murdering a relative, not one who did not end through the treacherous betrayal of his closest relatives and friends. The historian's pen grows weary of writing down all the wickedness and baseness, all the spiritual lack of culture of these barbarian peoples. — Those were the true beginnings of the Germanic noble race. 29
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Die einen meinen, daß diese Entfaltung eine Folge der allgemeinen geschichtlichen und ökonomischen Entwicklung ſei, baſierend auf den Kulturen der Onentalen und Romanen. Die andem aber behaupten steif und fest, ſie beruhe auf dem Edelraſſentum der Germanen, weil nur ihrem Blut allein von Natur aus „ſeitje“ die Merkmale der höchsten ſeelischen und geistigen Vollkommenheit, nämlich Idealität und Genialität eingepflanzt ſeien. Ohne Schwiengkeit aber läßt ſich der Beweis erbnngen, daß es ganz falsch ist, zu behaupten, die Germanen hätten ſich ſeitjeher durch den Beſitz (geschweige denn, durch den Alleinbeſitz) genialer Begabung und der edelsten ſeelischen Eigenschaften ausgezeichnet. Es ſei uns deshalb eine ganz kurze histonsche Betrachtung gestattet: Nach Chamberlain ſind Freiheit und Treue die vererbten Grundzüge germanischen Charakters. Das verhältnißmäßig älteste Bild germanischer An- schauungen gibt uns die Edda; vergeblich aber würde man die Treue als ihren Mittelpunkt ſuchen. Daß ſelbst die ger- manischen Götter es mit den Eiden nicht ſehr genau nahmen, ist bekannt. Auch das histonsche Bild, das Felix Dahn, gewiß kein gegen die Germanen voreingenommener Autor, von dem Charakter dieſer Völker in den ersten Jahrhunderten ihres Auftretens entwirft, ist durchaus kein ehrenvolles. Ob nun der Geschichtsschreiber von Van- dalen, Ost- oder Westgoten schreibt, ob es ſich um West- germanen, Alemannen, Thünnger oder Franken handelt, Angelſachſen, Bajuvaren oder Skandinavier — es ist ein grauſiger Bencht von Recht- und Geſetzloſigkeit und Blut- vergießen, eine ununterbrochene Reihe von Verräte- reien und Treuloſigkeiten, von Königsmorden und Familiengreueln. Keiner der altgermanischen Herrscher, der ohne Verwandtenmord den Thron bestieg, keiner, der nicht durch meuchelenschen Verrat ſeiner nächsten Ange- höngen und Freunde geendet hätte. Die Feder des Ge- schichtsschreibers wird müde, alle die Schlechtigkeit und Niedertracht, alle die ſeelische Unkultur dieſer Barbaren- völker niederzuschreiben. — Das waren die wahren An- fänge der germanischen Edelraſſe. 29