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In the past, several attempts have been made to induce the state authorities to re-examine this matter; but in vain. In 1890, the author, in association with some like-minded individuals, submitted a petition to the state authorities, in which the situation described above was moderately characterized and the request was made to have the Jewish law books examined by an independent, impartial commission of experts. The reply from the Prussian Ministry of Culture was negative - it was "inadvisable" to grant the request. Why inadvisable? - in a matter where the moral and material welfare of our people is at stake and the state is threatened in its existence from within! The struggle of Adolf Hitler's National Socialist government against Jewry is founded on this knowledge of the Jewish laws. Through this, for the first time in the modern era, an exclusion of the Jews from the German national community is being sought and carried out. This also retroactively grants the struggle of the old Völkisch movement from the last years of the previous century the justification, always previously denied, of being a necessity for the state1)
- On Jewish legislation in Germany: Feldscher, Der Jude als Fremder im Reich (in: Archiv für Judenfragen, Issue 1, 1943, p. 18 ff).
The "Kol nidré" Formula
At the Jewish evening service that introduces the Day of Atonement, in the strictly observant synagogues, after a few introductory words, a formula (not a "prayer") is recited, which has been liturgically introduced almost everywhere since the 12th century, but by German Reform Judaism (which today forms the majority) and also by orthodox congregations is partly replaced by other formulas, partly retained only for its melody
- without agreement to its content - so that Kol nidré could not enjoy the protection of the hitherto § 166 of the Criminal Code. The opening words, spoken by the Jewish cantor, are: "With the permission of the divine omnipresence and with the permission of the congregation, of the heavenly and earthly assembly of teaching, we permit that it be solemnly spoken with the Abarjanim (transgressors)." The text of the formula, however, states: "All vows, renunciations, bans, Koname, Kinnuje, Kinnuse (vow-like expressions) and oaths, which we shall vow, swear, ban-like utter and bind upon our souls from this Day of Atonement until the next, which comes to us for salvation: we repent them all (in advance), they shall all be (already now) dissolved, remitted, cancelled, null and void, without force and without validity. Our vows shall not be vows and our oaths shall not be oaths." According to the "Central Association of German Citizens of the Jewish Faith" in Berlin and the Jewish writer Dr. Joseph Bloch in Vienna, "Kol nidré" was originally used to release (seemingly) baptized Jews or Jews who would let themselves be seemingly baptized in the coming year from their oaths of allegiance to the Christian church authorities! (Cf. "Rabbinische Fabeln", Leipzig, Hammer-Verlag 1922, p. 47 ff.) Professor D. Hermann Strack.
says (cf. op. cit., p.
- with regard to today's Jews: "It is undeniable that bad as well as weak people
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Es ist früher mehrfach versucht worden, die staatlichen Behörden zu erneuter Prüfung dieser Angelegenheit zu veranlassen; jedoch vergeblich. Im Jahre 1890 richtete der Verfasser im Verein mit einigen Gleichdenkenden eine Eingabe an die Staatsbehörden, worin die vorstehend geschilderte Sachlage maßvoll gekennzeichnet und die Bitte ausgesprochen wurde, durch eine unabhängige unparteiische Sachverständigenkommission die jüdischen Gesetzbücher prüfen zu lassen. Der Bescheid des preußischen Kultusministeriums lautete ablehnend, - es sei "untunlich", dem Antrage Folge zu geben. Warum untunlich? - in einer Sache, bei der die sittliche und materielle Wohlfahrt unseres Volkes in Frage steht und der Staat von innen heraus in seiner Existenz bedroht ist! Der Kampf der nationalsozialistischen Regierung Adolf Hitlers gegen das Judentum gründet sich auf diese Kenntnis der jüdischen Gesetze. Dadurch wird zum ersten Male in der neuen Zeit ein Ausschluß der Juden aus der deutschen Volksgemeinschaft angestrebt und durchgeführt. Damit wird auch dem Kampf der alten Völkischen aus den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts nachträglich die bisher immer bestrittene staatsnotwendige Berechtigung zuerkannt1) 1) Zur Judengesetzgebung in Deutschland: Feldscher, Der Jude als Fremder im Reich (in: Archiv für Judenfragen, Heft 1, 1943, S. 18 ff). Die Formel "Kol nidré" Bei der jüdischen Abendfeier, die den Versöhnungstag einleitet, wird in den strenggläubigen Synagogen nach einigen Eingangsworten eine Formel (kein "Gebet") hergesagt, die seit dem 12. Jahrhundert liturgisch fast überall eingeführt wurde, vom deutschen Reformjudentum (das heute die Mehrheit bildet) und auch von orthodoxen Gemeinden aber teils durch andere Formeln ersetzt wird, teils nur noch seiner Melodie wegen beibehalten ist - ohne Zustimmung zu seinem Inhalte -, so daß Kol nidré nicht den Schutz des bisherigen § 166 des StGB genießen konnte. Die Eingangsworte, vom jüdischen Vorbeter gesprochen, lauten: "Mit Erlaubnis der göttlichen Allgegenwart und mit Erlaubnis der Gemeinde, der himmlischen und irdischen Lehrversammlung gestatten wir, daß feierlich gesprochen werde mit den Abarjanim (Übertretern). Der Text der Formel aber besagt: "Alle Gelübde, Entsagungen, Bannungen, Koname, Kinnuje, Kinnuse (gelübdeähnliche Ausdrücke) und Schwüre, die wir angeloben, schwören, bannartig sprechen und auf unsere Seelen binden werden von diesem bis zum nächsten, uns zum Heile kommenden Versöhnungstage: sie alle bereuen wir (im voraus), sie alle sollen (schon jetzt) aufgelöst, erlassen, aufgehoben, nichtig und vernichtet, ohne Kraft und ohne Geltung sein. Unsere Gelübde sollen keine Gelübde und unsere Schwüre keine Schwüre sein." Nach Ansicht des "Centralvereins Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" in Berlin und des jüdischen Schriftstellers Dr. Joseph Bloch in Wien ist "Kol nidré" ursprünglich dazu gebraucht worden, um (schein)getaufte Juden oder im kommenden Jahre sich zum Scheine taufen lassende Juden von ihren Treueschwüren gegenüber der christlichen Kirchenbehörde zu entbinden! (Vgl. "Rabbinische Fabeln", Leipzig, Hammer-Verlag 1922, S. 47 ff.) Professor D. Hermann Strack in Berlin, einer der größten Judenfreunde, sagt (vgl. a. a. 0 ., S. 56) in bezug auf heutige Juden: "Es ist unleugbar, daß schlechte sowie schwache Menschen - 85 -