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Like a mental epidemic, stock market swindling came over Holland, England, and later France in the 17th and 18th centuries. We think of the tulip mania in Holland, the South Sea bubble in England, and Law's system in France. "Through stock trading, the entire nation was swept into a veritable frenzy of unbridled greed and Bacchic lust for pleasure."
Puritanism and Enlightenment The diverse, mutually antagonistic English-Scottish churches and sects did indeed break away from Rome; but they fell ever more under the influence of Judaism¹). Common to them is the preference for the Old Testament; it is particularly prominent among the Puritans. Like the Jews, the Anglicans and Scots sought and seek to regulate and rationalize all of life through strict laws; the narrow-minded sanctification of Sunday was modeled on the Jewish Sabbath celebration; a Christian Pharisaism arose. Against their will, the Puritans benefited capitalism through the rationalization and methodization of life. Around 1700, such a vehement commercial and acquisitive drive awoke in them that their clergy were utterly horrified. A contemporary writes: "Forced by no one, but rather as a result of an unforeseen and unexpected change in the popular spirit, all their thoughts and inclinations are directed towards business, as if they were grasped and guided by a higher power." Thus began the peculiar balance between a feigned piety and boundless greed, which is so unsympathetic to us Germans in the English and North Americans: "a powerful drive for acquisition under the ashes of an unprecedented bigotry." *) Professor Kühnemann says of Great Britain that in its essence it is "more a Jewish than a Christian power." There is in the Anglo-Saxon world a widespread society that calls itself "Believers of the Identity," because they believe that Britons and Israelites are "identical"; they say the Britons are the 10 tribes separated from Judah after Solomon's death, the lost and rediscovered Israel. The same tendencies are represented by the influential Anglo-Israelite movement, which infects even the English royal house. Jewish spirit! And just as the Jews 2000 years ago split into orthodox and liberal Jews, so Puritanism and the "Enlightenment" developed from the same root. This is the name given to the age of rationalism, when people believed they could calculate everything and regulate it with their own calculating intellect. In the process, the natural sciences could certainly flourish, and much good came of it. But greater was the curse. For everything else was desouled, because the most valuable things, the imponderable and incalculable forces (the "imponderabilia"), were denied. With the calculating intellect, people constructed a "natural and rational" state, society, legal, and economic life that was supposed to be valid for all countries, all peoples, and all times; even the "correct," natural and rational religion was calculated.
Freemasonry²) The development of the Masonic order contributed significantly to the close connection between Anglo-Americanism and Judaism. The Grand Lodge founded in London in 1717 became the mother of all present-day Freemasonry; the "Book of Constitutions" of 1723 already shows that the order was a secret society. It is astonishing how quickly it spread not only across England and the American New England states, but also across the Western and Central European countries. Freemasonry presented itself as a kind of religion, and it may have contributed to its spread that it was particularly directed against Roman Papism. Also, the
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Wie eine Geistesepidemie kam im 17. und 18. Jahrhundert der Börsenschwindel über Holland, England und später Frankreich. Wir denken an den Tulpenschwindel in Holland, an den Südseeschwindel in England und an das Lawsche System in Frankreich. "Durch den Aktienhandel wurde die ganze Nation in einen wahren Taumel feſſelloſer Habgier und bacchantischer Genußsucht hineingenſſen." Puntanismus und Aufklärung Wohl lösten ſich die verschiedenartigen, einander bekämpfenden englisch-schottischen Kirchen und Sekten von Rom; aber ſie geneten immer mehr unter den Einfluß des Judentums¹). Gemeinsam ist ihnen die Vorliebe für das Alte Testament; ſie tntt beſonders bei den Puntanem hervor. Wie die Juden, ſo ſuchten und ſuchen die Anglikaner und Schotten durch strenge Geſetze das ganze Leben zu regulieren und rationaliſieren; der jüdischen Sabbatfeier wurde die engherzige Sonntagheiligung nachgebildet; es entstand ein chnstliches Phanſäertum. Wider ihren Willen haben die Puntaner durch die Rationaliſierung und Methodiſierung des Lebens dem Kapitalismus genützt. Um 1700 erwachte in ihnen ein ſo heftiger Handels- und Erwerbstneb, daß ihre Geistlichen auf's höchste erschrocken waren. Ein Zeitgenoſſe schreibt: "Durch niemand gezwungen, vielmehr infolge eines unvorhergeſehenen und unerwarteten Wandel des Volksgeistes ſind alle ihre Gedanken und Neigungen auf die Geschäfte genchtet, als ob ſie von einer höheren Macht zuſammengefaßt und geleitet wären." Es begann der ſonderbare Ausgleich zwischen einer zur Schau getragenen Frömmigkeit und der maßloſen Geldgier, der uns Deutschen bei den Engländem und Nordamenkanem ſo unsympathisch ist: "ein mächtiger Erwerbstneb unter der Asche einer unerhörten Bigottene." ¹) Von Großbntannnien ſagt Profeſſor Kühnemann, daß es ſeinem Weſen nach "mehr eine jüdische als chnstliche Macht" ſei. Es gibt in der angelſächſischen Welt eine weit verbreitete Geſellschaft, die ſich "Gläubige der Identität" nennt, weil ſie glauben, daß Bnten und Iſraeliten "identisch" ſeien; ſie ſagen, die Bnten ſeien die 10 nach Salomos Tode von Juda geſonderten Stämme, das verlorene und wieder gefundene Iſrael. Die gleichen Tendenzen vertntt die ſelbst das englische Königshaus infizierende, einflußreiche angloiſraelitische Bewegung. Judengeist! Und wie die Juden vor 2000 Jahren ſich in orthodoxe und liberale Juden schieden, ſo entwickelten ſich aus derſelben Wurzel der Puntanismus und die "Aufklärung". So nennt man das Zeitalter des Rationalismus, wo die Menschen glaubten, alles errechnen und mit dem eigenen rechnenden Verstand regeln zu können. Dabei konnten freilich die Naturwiſſenschaften gedeihen, und daraus ist viel Segen erwachſen. Aber größer war der Fluch. Denn alles andere wurde entſeelt, weil man das Wertvollste, die unwägbaren und unberechenbaren Kräfte (die "Imponderabilien") leugnete. Mit dem rechnenden Verstand konstruierten die Menschen ein "natur- und vemunftgemäßes" Staats-, Geſellschafts-, Rechts- und Wirtschaftsleben, das für alle Länder, alle Völker und Zeiten gelten ſoll; auch die "nchtige", natur- und vemunftgemäße Religion wurde errechnet. Die Freimaurerei²) Zu der engen Verbindung von Angloamenkanertum und Judentum hat weſentlich die Entwicklung des Freimaurerordens beigetragen. Die im Jahre 1717 gegründete Großloge in London wurde die Mutter der geſamten heutigen Freimaurerei; schon aus dem "Konstitutionsbuch" des Jahres 1723 geht hervor, daß der Orden ein Geheimbund war. Es ist erstaunlich, wie schnell er ſich nicht nur über England und die amenkanischen Neuengland- Staaten, ſondem auch über die west- und mitteleuropäischen Länder verbreitete. Die Freimaurerei trat als eine Art Religion auf, und es mag zu ihrer Ausbreitung beigetragen haben, daß ſie ſich beſonders gegen den römischen Papiſmus wandte. Auch entsprach die - 48 -