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revolution (167 B.C.). Under the leadership of the Maccabees, the Jews advanced from success to success, supported partly by the Roman government, partly by the dissension of the Syrian empire. In the year 139, the head of the house of the Maccabees, Simon, son of Matthias, was recognized by the Syrian Great King not only as High Priest, but also as "Prince of Israel." – Later, schisms arose, which prompted the Roman general Pompey to intervene in the year 63 B.C. and to enter Jerusalem; he even entered the Temple and the Holy of Holies. Since then, Judea was one of the numerous Roman "client kingdoms" of the East.
One may admire the Maccabees for their strong will not to let Judaism be submerged in the general mishmash of peoples. But Judaism itself, in the centuries before and after Christ, suffered immense blood losses through embittered self-mutilation, which shifted the racial composition of the people. The strictly faithful (Zealots) raged against all Jews who did not strictly isolate themselves from the Hellenistic world of thought; they exterminated men, women, children and destroyed their cities. A fateful selection of Jews formed, who were inclined to the wildest religious zeal and boundless intolerance.
Judaism in the Roman World Empire
Wilson, the President of the USA, in 1918 called the destruction of Jerusalem (70 A.D.) and "the destruction of the Jewish people by the Romans one of the greatest injustices in world history, which must be made good again." This judgment is false.
How did the destruction of Jerusalem come about? During the last period of the Roman Republic, i.e., during the immense revolutionary wars from which finally the military dictatorship of Augustus emerged, the Jews understood with astonishing shrewdness how to always find the right connection. They first stood for Pompey, then for Caesar, later for Cassius and Brutus, afterwards for the Triumvirs of the year 43, and in the final decision initially for Antony, and lastly for Octavian-Augustus. "Loyalty changed like the password."
Out of gratitude for Antipater, who had saved him from a dangerous situation in Alexandria (47 B.C.), Julius Caesar restored the Jewish state and granted far-reaching concessions. Antipater became king; his son Herod followed him. In the year 6 A.D., Emperor Augustus, at the Jews' own request, abolished the kingdom and made Judea a Roman province; magnificent gifts from the imperial family adorned the Temple in Jerusalem. Even Augustus's successor, the stern Emperor Tiberius, showed the greatest forbearance towards the Jews.
But when have the Jews ever been satisfied? Despite all benefits, despite all privileges, their opposition on principle to Rome grew. The payment of taxes was contested as godless. Judas the Galilean described it as a shame for the Jews to recognize any other lord over them than the Lord of Hosts; but He only helps those who help themselves. And when the revolutionary was executed, he was considered a martyr; the dead man became more dangerous to the Romans than the living one. – Thus, the material for conflict accumulated. Added to this, as a result of Jewish presumption, was the Jew-hatred of others. To be sure, peace was maintained under the emperors Augustus and Tiberius. But under the unworthy Emperor Caligula, it came to an explosion; since 38 A.D., one can speak of a permanent state of revolution within the Jewish community. It began with a three-year bloody persecution of Jews in Alexandria (38-41 A.D.). Due to the leniency of the next emperor, Claudius, a brief period of calm followed. But on the one hand, the tense mood remained
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Revolution (167 v. Chr.). Unter der Führung der Makkabäer schntten die Juden von Erfolg zu Erfolg, unterstützt teils von der römischen Regierung, teils durch die Zernffenheit des ſynschen Reiches. Im Jahre 139 wurde das Haupt des Makkabäerhauſes, Simon, des Matthias Sohn, von dem ſynschen Großkönige nicht nur als Hohepnester, ſondem auch als „Fürst Iſraels“ anerkannt. – Später entstanden Spaltungen, welche den römischen Feldherm Pompejus veranlaßten, im Jahre 63 v. Chr. einzugreifen und in Jeruſalem einzudnngen; er betrat ſogar den Tempel und das Allerheiligste. Seitdem war Judäa eines von den zahlreichen römischen „Klientelkönigreichen“ des Ostens. Man mag die Makkabäer wegen ihres starken Willens bewundem, das Judentum nicht in dem allgemeinen Völkerbrei untergehen zu laſſen. Aber das Judentum ſelbst hat in den Jahrhunderten vor und nach Chnstus durch die erbitterte Selbstzerfleischung ungeheure Blutverluste erlitten, wodurch ſich die Raſſenſuſammenſetzung des Volkstums verschob. Die Strenggläubigen (Zeloten) wüteten gegen alle Juden, die ſich nicht streng von der hellenistischen Gedankenwelt abschloſſen, ſie rotteten Männer, Weiber, Kinder aus und zerstörten ihre Städte. Es bildete ſich eine verhängnisvolle Ausleſe von Juden, die zu wildestem Glaubenſeifer und schrankenloſer Unduldſamkeit neigten. *Das Judentum im römischen Welt-Kaiſerreich* *Wilſon, der Präſident der USA, hat 1918 die Zerstörung Jeruſalems (70 n. Chr.) und „die* *Vemichtung des jüdischen Volkstums durch die Römer eine der größten Ungerechtigkeiten* *der Weltgeschichte genannt, die wieder gut gemacht werden müſſe“. Dies Urteil ist falsch.* Wie ist es zu der Zerstörung Jeruſalems gekommen? Während der letzten Penode der römischen Republik, d.h. während der gewaltigen Revolutionsknege, aus denen schließlich die Militärdiktatur des Augustus hervorging, haben die Juden es mit erstaunlicher Fixigkeit verstanden, immer den rechten Anschluß zu finden. Sie traten zuerst für Pompejus, dann für Cäſar, später für Caſſitis und Brutus, nachher für die Tnumvim des Jahres 43 und bei der letzten Entscheidung anfangs für Antonius, zuletzt für Oktavian-Augustus ein. „Die Treue wechſelte wie die Parole.“ Aus Dankbarkeit für Antipater, der ihn in Alexandna aus gefährlicher Lage gerettet hatte (47 v. Chr.), stellte Julius Cäſar den Judenstaat wieder her und gewährte weitgehende Vergünstigungen. Antipater wurde König; ihm folgte ſein Sohn Herodes. Im Jahre 6 n. Chr. hat der Kaiſer Augustus, auf den eigenen Wunsch der Juden, das Königtum abgeschafft und Judäa zur römischen Provinz gemacht; prachtvolle Geschenke der Kaiſerfamilie schmückten den Tempel zu Jeruſalem. Auch des Augustus Nachfolger, der strenge Kaiſer Tibenus, zeigte den Juden gegenüber die größte Langmut. Aber wann ſind die Juden jemals zufneden geweſen? Trotz aller Wohltaten, trotz aller Vorrechte wuchs ihre pnnzipielle Oppoſition gegen Rom. Die Steuerzahlung wurde als gottlos angefochten. Der Galiläer Judas bezeichnete es als eine Schande für die Juden, einen anderen Herm über ſich zu erkennen als den Herm Zebaoth; dieſer helfe aber nur denen, die ſich ſelber helfen. Und als der Revolutionär hingenchtet wurde, da galt er als Märtyrer, der Tote wurde den Römem gefährlicher als der Lebendige. – So häufte ſich der Konfliktstoff. Dazu wuchs, infolge der jüdischen Anmaßung, der Judenhass der anderen. Zwar wurde unter den Kaiſem Augustus und Tibenus die Ruhe aufrechterhalten. Aber unter dem unwürdigen Kaiſer Kaligula kam es zur Exploſion; man kann ſeit 38 n. Chr. von einem revolutionären Dauerzustand innerhalb der Judenschaft sprechen. Er begann mit einer dreijähngen blutigen Judenverfolgung in Alexandna (38-41 n. Chr.). Infolge der Nachgiebigkeit des nächsten Kaiſers, Klaudius, folgte eine kurze Ruhepause. Aber einerſeits blieb die gereizte Stimmung - 37 -