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Iro, Karl Hermann Wolff, and others were his disciples. - The clever and eloquent later mayor of Vienna, Karl Lueger, developed into an opponent of Schönerer; as a dyed-in-the-wool Habsburg loyalist, he fought the Pan-German idea and also rejected the "Away from Rome" movement that Schönerer had ignited.
Soon, it was the same in Austria as in the Reich: the anti-Jewish parties squandered their main strength in quarrels among themselves. The Jews became the laughing third parties.
Meanwhile, in the Reich as well as in Austria, a number of associations had been formed that were based on anti-Semitism or at least, in the manner of the old Prussian officer corps, refused to admit Jews. Here, above all, the associations of German students among the academic youth provided important and lasting educational services. In a similar spirit, among the young merchants, technicians, and craftsmen, worked the German youth leagues, which around the time from 1895 to 1900 were represented in about seventy cities. The Pan-German League also stood internally opposed to Judaism.
Strong and influential economic groups that withdrew from Jewish economic power were, above all, the "Farmers' League," from which the "Landbund" later developed, and the "German National Union of Commercial Employees," which was founded in 1893 by intellectual disciples of Raab in Hamburg and underwent an astonishing development. The large association, which at the end of its activity had about 400,000 members with an average monthly contribution of 4.30 RM and possessed assets of about 100 million RM, did not admit Jews according to its statutes and also rejected advertisements from Jewish firms, was occasionally exposed to the danger of coming under the influence of the Center Party in the last years of its existence, and then, after May 2, 1933, was absorbed into the German Labor Front, after it had already counted a large number of National Socialist members and had supplied National Socialism with many valuable fellow fighters.
A word about the anti-Jewish press in the pre-war period: This press had to contend with particularly difficult circumstances. A newspaper cannot live on subscription fees alone. It is dependent on advertisements. On the one hand, many of the business people who gladly used newspaper advertising were Jews; on the other hand, until the National Socialist reorganization, advertisement brokering was often in Jewish hands, and consequently, a paper that took a stand against Judaism could not carry Jewish advertisements anyway. Thus, the anti-Jewish newspapers mostly suffered from a lack of money. They were not able to secure competent staff; they had to make do with second- and third-rate talent and were therefore no match for the wealthy Jewish newspapers. Many papers folded again after a short period of prosperity. Even Dr. Boeckel could not maintain his "Reichsherold," which had actually put an end to Jewish rule in Hesse. Thus, most anti-Jewish newspapers and journals folded again after a short time. Only Theodor Fritsch in Leipzig kept his "Deutschsoziale Blätter" and, after he had handed it over to Liebermann von Sonnenberg, the monthly journal "Hammer" going. - After his death, the journal was continued; it carried on its fight against Judaism in the spirit of the old master who founded it, until the spring of 1940.
II. The Völkisch Awakening
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Iro, Karl Hermann Wolff und andere waren seine Jünger. - Zu einem Gegner Schönerers entwickelte sich der kluge und redegewaltige spätere Bürgermeister von Wien, Karl Lueger, der als eingefleischter Habsburger den alldeutschen Gedanken bekämpfte und auch die Los- von-Rom-Bewegung, die Schönerer entfacht hatte, abwies. Bald wurde es in Österreich so wie im Reiche: die antijüdischen Parteien verschwendeten ihre Hauptkraft in Streitereien untereinander. Die Juden wurden die lachenden Dntten. Inzwischen hatten sich im Reiche sowohl als auch in Österreich eine Reihe von Vereinigungen gebildet, die auf dem Boden des Antisemitismus standen oder doch wenigstens nach Art des alten preußischen Offizierkorps die Aufnahme der Juden ablehnten. Da leisteten vor allen Dingen die Vereine deutscher Studenten innerhalb der akademischen Jugend wichtige und nachhaltige Aufklärungsdienste. In ähnlichem Geiste wirkten unter den jungen Kaufleuten, Technikem, Handwerkem die deutschen Jugendbünde, die um die Zeit von 1895 bis 1900 in etwa siebzig Städten vertreten waren. Innerlich ablehnend dem Judentum gegenüber stand auch der Alldeutsche Verband. Starke und einflußreiche Wirtschaftsgruppen, die sich der jüdischen Wirtschaftsmacht entzogen, waren vor allen Dingen der "Bund der Landwirte" aus dem sich später der "Landbund" entwickelte, und der "Deutschnationale Handelsgehilfen-Verband", der 1893 von geistigen Jüngem Raabs in Hamburg gegründet wurde und eine erstaunliche Entwicklung nahm. Der große Verband, der am Ende seiner Tätigkeit etwa 400.000 Mitglieder mit monatlichem Durchschnittsbetrag von 4.30 RM. zählte und ein Vermögen von etwa 100 Millionen RM. besaß, satzungsmäßig keine Juden aufnahm und auch Anzeigen jüdischer Firmen zurückwies, war in den letzten Jahrenn seines Bestehens gelegentlich der Gefahr ausgesetzt, unter Zentrumseinfkuß zu kommen, und ging dann nach dem 2. Mai 1933 in der Deutschen Arbeitsfront auf, nachdem er schon früher eine große Anzahl nationalsozialistischer Mitglieder gezählt und dem Nationalsozialismus viele wertvolle Mitkämpfer geliefert hatte. Ein Wort über die judengegnensche Presse in der Vorknegszeit: Diese Presse hatte mit besonders schwiengen Verhältnissen zu kämpfen. Von den Bezugsgeldem allein kann eine Zeitung nicht leben. Sie ist auf Anzeigen angewiesen. Einerseits waren nun viele der Geschäftsleute, welche die Zeitungsreklame mit Vorliebe benutzten, Juden, zum andem lag auch bis zur nationalsozialistischen Neugestaltung die Anzeigenvermittlung vielfach in jüdischen Händen, und folgenchtigersweise konnte ein Blatt, das gegen das Judentum Stellung nahm, sowieso keine jüdischen Anzeigen bnngen. So litten die antijüdischen Zeitungen zumeist an Geldmangel. Sie vermochten es nicht, sich tüchtige Mitarbeiter zu sichem, sie mußten sich mit Kräften zweiten und dntten Ranges begnügen und waren daher den reichen Judenzeitungen nicht gewachsen. Viele Blätter gingen nach kurzer Blütezeit wieder ein. Selbst Dr. Boeckel konnte seinen "Reichsherold", der der Judenherrschaft in Hessen tatsächlich ein Ende gemacht hatte, nicht aufrechterhalten. So gingen die meisten antijüdischen Zeitungen und Zeitschnften nach kurzer Zeit wieder ein. Nur Theodor Fntsch in Leipzig hielt seine "Deutschsozialen Blätter" und, nachdem er diese an Liebermann von Sonnenberg abgegeben hatte, die Monatsschnft "Hammer" durch. - Nach seinem Ableben wurde die Zeitschnft weiter fortgesetzt; sie führte ihren Kampf gegen das Judentum im Sinne des Altmeisters, der sie gegründet hat, bis zum Frühjahr 1940 fort. II. Das völkische Erwachen - 321 -