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ready-to-wear clothing company at the beginning of the war. He becomes a buyer for the Austrian army administration; at the end of the war, Bosel not only possesses a handsome fortune, but also, at 25, the title of Commercial Councilor. Now he becomes a major financier, he brings a number of industrial and other enterprises under his control, conquers the old Vienna Unionbank, becomes the “Stinnes” in the successor states of the Austro-Hungarian Monarchy, he founds newspapers and finally becomes the representative of the New York banking house Kuhn, Loeb & Co., which is close to the Rockefeller Trust. His economic power does not seem to have suffered from the inflation period either, as he was able just a few weeks ago to take over the near-bankrupt Hammerbrot Mills from the Austrian Social Democracy without further ado.”
“We could only name a few of those personalities here who can be described as Jewish economic leaders. The heads of the large banks are missing, the wholesale merchants and industrialists from the textile, leather, and shoe industries are missing. The concern princes from the brewing and distilling industry are also missing. But we believe we have already shown what is behind the antisemitic assertion that the Jewish race possesses no creative power. Among those who gave the economy a forward-pointing impulse, Jews stand in no small number in leading positions. They do not reap where others have sown(?), but are always ready to break new ground, even when it is not certain that personal success will be the result of their activity. And if, finally, it might be objected that only the capitalist economy, the striving for the accumulation of income and property, tempts the Jews, then let us point to Soviet Russia, where in the construction of a new kind of economic constitution, Jews again stand in prominent positions.”
“Jüdisch-liberale Zeitung” [Jewish-liberal Newspaper] No. 15 from April 10, 1925.
Baptized Jews Remain Jews
Heinrich Heine.
And you have crawled to the cross, to the cross that you cursed, that only a few weeks ago you thought to tread into the dust.
In the letter in which he informs his friend Moser of his conversion, he writes, “that the Japanese are the most civilized, most urbane people on earth. Yes, I would like to say: the most Christian people, if I had not read to my astonishment how this very people hates and abhors nothing so much as Christianity itself. Nothing is so hateful to them as the cross. I want to become a Japanese.”
Above all, however, the writer of these lines must state beforehand that he was a Jew by birth, and had only become a Catholic Christian in order to have the right to be allowed to remain a Jew unmolested.
E. M. Oettinger.
(Open Billet-doux to the famous Hepp-Hepp-Shouter and Jew-eater Mr. Richard Wagner. 1st ed., Dresden 1869, p. 5.)
Do Börne and Heine also belong in Jewish history? Of course! Not only did Jewish blood flow in their veins, but also Jewish sap in their nerves. The lightning bolts, which they sometimes in rainbow-like colors, sometimes in garish stripes, made flash over Germany, were charged with Jewish-Talmudic electricity. It is true that both of them outwardly renounced Judaism, but only like fighters who seize the enemy's armor and banner in order
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Konfektionsfirma. Er wird Einkäufer für die österreichische Heeresverwaltung; am Ende des Kneges besitzt Bosel nicht nur ein stattliches Vermögen, sondem auch, als 25jähnger, den Kommerzienratstitel. Nun wird er Großfinanzier, er stellt eine Anzahl industneller und anderer Untemehmungen unter seine Kontrolle, erobert die alte Wiener Unionbank, wird zum „Stinnes“ in den Nachfolgestaaten der österreichisch-unganschen Monarchie, er gründet Zeitungen und wird schließlich Vertreter des dem Rockefeller Trust nahestehenden New Yorker Bankhauses Kuhn, Loeb & Co. Seine wirtschaftliche Potenz scheint auch durch die Inflationspenode nicht gelitten zu haben, konnte er doch erst vor wenigen Wochen die dem Untergang nahen Hammerbrotwerke von der österreichischen Sozialdemokratie ohne weiteres übemehmen.“ „Wir konnten hier nur einige von jenen Persönlichkeiten nennen, die man als jüdische Wirtschaftsführer bezeichnen kann. Es fehlen die Leiter der großen Banken, es fehlen die Großkaufleute und Industnellen aus der Textil-, Leder- und Schuhbranche. Es fehlen auch die Konzemfürsten aus dem Brau- und Brenngewerbe. Aber wir glauben schon gezeigt zu haben, was es mit der antisemitischen Behauptung, der jüdischen Rasse eigne keine schöpfensche Kraft, auf sich hat. Unter denen, die der Wirtschaft vorwärtsweisenden Impuls gaben, stehen Juden in nicht gennger Zahl an führender Stelle. Sie emten nicht da, wo andere gesät haben(?), sondem sind immer bereit, neue Wege zu gehen, selbst dann, wenn es nicht sicher ist, daß am Ende ihrer Tätigkeit der persönliche Erfolg steht. Und wenn schließlich eingewendet werden mag, daß nur die kapitalistische Wirtschaft, das Streben nach Anhäufung von Einkommen und Besitz, den Juden verlocke, so sei demgegenüber auf Sowjetrußland hingewiesen, wo im Aufbau einer neuartigen Wirtschaftsverfassung wiederum Juden an hervorragender Stelle stehen.“ „Jüdisch-liberale Zeitung“ Nr. 15 vom 10. Apnl 1925. Getaufte Juden bleiben Juden Heinnch Heine schreibt kurz nach seiner Taufe in sein Tagebuch: Und du bist zu Kreuz gekrochen, zu dem Kreuz, das du verfluchtest, das du noch vor wenig Wochen in den Staub zu treten dachtest. In dem Bnef, in dem er seinem Freunde Moser von seinem Übertntt Kenntnis gibt, schreibt er, „daß die Japaner das zivilisierteste, urbanste Volk auf der Erde sind. Ja, ich möchte sagen: das chnstlichste Volk, wenn ich nicht zu meinem Erstaunen gelesen, wie eben diesem Volk nichts so sehr verhaßt und zum Greuel ist als eben das Chnstentum. Es ist ihnen nichts so verhaßt wie das Kreuz. Ich will ein Japaner werden.“ Vor allem, aber muß Schreiber dieser Zeilen vorausschicken, daß er von Geburt ein Jude, nur darum katholischer Chnst geworden war, um das Recht zu haben, ungefährdet Jude bleiben zu dürfen. E. M. Oettinger. (Offenes Billet-doux an den berühmten Hepp-Hepp-Schreier und Judenfresser Herm Richard Wagner. 1. Aufl., Dresden 1869, S. 5.) Gehören auch Böme und Heine in die jüdische Geschichte? Allerdings! Es floß nicht bloß jüdisches Blut in ihren Adem, sondem auch jüdischer Saft in ihren Nerven. Die Blitze, die sie bald in regenbogenartigen Farben, bald in grellen Streifen über Deutschland flammen ließen, waren mit jüdisch-talmudischer Elektnzität geladen. Sie haben zwar beide sich äußerlich vom Judentum losgesagt, aber nur wie Kämpfer, die des Feindes Rüstung und Fahne ergreifen, um - 301 -