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a lawyer) voices will be heard in which the prayers and chants are still perceptible.
His sons and daughters will have non-Jewish student friends.
But these friendships will fade away after graduation with all the signs of mutual understanding. He has a furtive affection for the pre-war Germany of Rathenau, Dernburg, and Ballin, even though he has given himself, his fortune, the blood of his sons, for the Allies; he feels—and hardly dares to confide it to his own soul—a shadow of tolerance towards the Soviets, who have suppressed the pogroms and given the Jews full civil equality. He is an American, a one hundred percent American. And yet he still reacts in political matters with a second, an international consciousness. In extreme cases, he curses this international prejudice. But it remains."
L. Lewisohn.
"Jüdisches Echo", No. 19, 1927.
Ahasuerus's Joyful Wandering Song
See, I am the rootless one, and your brides rejoice no kinsman to the world around, for me, the outcast of a foreign desert. no narcosis of a homesick dream Yawning, you puff your cheap tobacco drives my heart into my pants, for respectable digestion for I am a man of sorrows. but I am a clever feeler, If you drive me from your thresholds, and I excite your vices I am still the most desired, to high-rising edification. your envious cries resound, Thus I play the games for I drink from your springs of my ripe high spirits, and I weigh your values. strange, very subtle, My soul's smooth skins final goals, veiled to you, hide what I atoned for begging; of my Asiatic blood.
Paul Mayer.
in the magazine "Aktion", January
Lack of Respect and Reverence
"Anyone who, like me, has preserved from the days of old Austria an uncompromising aversion to all radicalism, cannot see in the inclination of the Jews towards extreme Marxism a regrettable isolated phenomenon, but only the logical development of a mentality that causes almost all Jews, whatever question may be at stake, to always vote and fight for that solution which represents the more radical one in the sense of a mendacious progress and a false freedom... To which is added, as the most pernicious thing, that these Jews then, following another trait of their modern-Jewish nature, denigrate such things that are none of their business with exaggerated passion and with such a boorish ruthlessness, that to the naturally generalizing non-Jewish population, a growing hatred against everything Jewish might seem only too understandable..."
And indeed, the constant silent refusal of the German person to regard the great war just endured exclusively as a foolish slaughter evokes from these Jewish know-it-alls only senseless indignation and blind scorn. That the others do not put up with this— that their hero worship, derided by the Jewish side, turns into the obtuseness of the swastika-wearers, is understandable enough. But here it becomes clear what these Jews, who set the tone in public and whose voice is therefore generally considered to be the genuinely Jewish one, actually lack: they lack respect,
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Rechtsanwalt halten) werden Stimmen zu hören sein, in denen die Gebete und Lehrgesänge noch vemehmbar sind. Seine Söhne und Töchter werden nichtjüdische Studienfreunde haben. Aber diese Freundschaften werden nach Abschluß der Studien mit allen Anzeichen gegenseitigen Einverständnisses dahinschwinden. Er hat eine verstohlene Zuneigung für das Vorknegsdeutschland Rathenaus, Demburgs und Ballins, trotzdem er sich selbst, sein Vermögen, das Blut seiner Söhne, für die Alliierten hingegeben hat; er fühlt - und wagt es kaum seiner eigenen Seele anzuvertrauen - einen Schatten von Duldsamkeit den Sowjets gegenüber, die die Pogrome unterdrückt und den Juden die volle bürgerliche Gleichberechtigung gegeben haben. Er ist Amenkaner, hundertprozentiger Amenkaner. Und doch reagiert er in politischen Fragen noch mit einem zweiten, einem intemationalen Bewußtsein. In extremen Fällen flucht er diesem intemationalen Vorurteil. Aber es bleibt bestehen." L. Lewisohn im „Jüdischen Echo“, Nr. 19, 1927. Ahasvers fröhlich Wanderlied Seht, ich bin der Wurzelloſe, und es jauchzen eure Bräute kein der Umwelt Anverwandter, mir, dem Auswurf fremder Wüste. keines Heimwehtraums Narkose Gähnend dampft ihr euren Knaster treibt das Herz mir in die Hoſe, zu der ehrbaren Verdauung denn ich bin ein Leidgestandter. doch ich bin ein kluger Taster, Treibt ihr mich von euren Schwellen, und ich reize eure Laster ich bin doch der Meistbegährte, zu hochsteigener Erbauung. eure Neidgeschreie gellen, Also treibe ich die Spiele denn ich tnnke eure Quellen meines reifen Übermutes, und ich wäge eure Werte. ſonderbare, ſehr ſubtile, Meiner Seele glatte Häute letzte, euch verhüllte Ziele bergen, was ich bettelnd büßte; meines Aſiatenblutes. doch es türmt ſich meine Beute, Paul Mayer in der Zeitschnft "Aktion", Januar 1913. Mangel an Achtung und Ehrfurcht "Wer wie ich noch aus den Tagen des alten Österreich eine kompromißlose Abneigung gegen allen Radikalismus ſich bewahrt hat, der kann in dem ſich Hinneigen der Juden zum extremen Marxismus keine bedauerliche Einzel-erscheinung ſehen, ſondem nur die folgenchtige Entwicklung einer Geistesart, die fast alle Juden stets, welche Frage immer zur Entscheidung stehe, für jene Loſung stimmen und kämpfen läßt, die jeweils die radikalere im Sinne eines verlogenen Fortschntts und einer falschen Freiheit darstellt ... Wozu noch, als Verderblichstes, kommt, daß dieſe Juden dann, einem anderen Zug ihres modem-jüdischen Weſens folgend, ſolche Dinge, die ſie nichts angehen, in übertnebener Leidenschaftlichkeit mit einer derart flegelhaften Schonungsloſigkeit verunglimpfen, daß der naturgemäß verallgemeinemden nichtjüdischen Bevölkerung wachſender Haß gegen alles Jüdische nur zu begreiflich erscheinen möchte ..." Und gar die ständige stille Weigerung des deutschen Menschen, den eben durchlittenen großen Kneg ausschließlich als ein tönchtes Gemetzel anzuſehen, ruft bei dieſen jüdischen Beſſerwiſſem nur ſinnloſe Empörung und blinden Hohn hervor. Daß ſich die andem das nicht gefallen laſſen - daß ihre jüdischerſeits verlachte Heldenverehrung in hakenkreuzlensches Aufstumpfen überschlägt, ist begreiflich genug. Hier aber wird klar, was dieſen Juden eigentlich fehlt, die in der Öffentlichkeit den Ton angeben und deren Stimme daher allgemein als die echt jüdische gilt: Achtung fehlt ihnen, - 298 -