
Page 239 • Click to zoom
Page 239 of 339
How different the Jew! He is dominated by the restlessness of the nomad, who knows and recognizes no anchor points and certainties in the infinity of existence, for whom the visions of this world whirl past his eyes incoherently, kaleidoscopically. He does not have the confident intuition of being sheltered in creation. The world, rather, is to him something alien, hostile, contradictory, full of evil coincidences. He feels himself driven out of God's paradise on account of his lustful obtuseness. He is driven by fear and worry about what could threaten his existence. Therefore, it is his highest endeavor to secure for himself the preservation of life for the longest possible term, to draw to himself whatever of the world's goods is attainable, in order to live as eternally as possible in this world, in which light and shadow are evenly distributed, exclusively on the light and pleasure side of existence. He is never concerned with understanding creation and feeling at one with it, but always only with violating it, with dominating it and, if possible, its Creator. – Evil, to him, is not in a Faustian sense part of that power that wills the good, but an emanation of a fundamental demonism in the world, and he feels that he himself is a piece of this demonic element. His way, therefore, of asserting himself between good and evil, between the necessary alternation of light and dark in this world, is not a taking of sides, a heroic struggle and overcoming, but a pact-making even with evil, an attempt to circumvent the adversities of existence through cunning.
His relationship to the deity is only to be understood in this way (how much Judaism has already flowed into the German soul in this respect!), for Yahweh, the Old Testament precipitate of the Jewish spirit, is himself a selfish and vengeful superhuman demon, who is feared more than loved, to whose decrees the Jew does not submit in blessed child-of-God-ship, but which he seeks to avert or circumvent through incantations, flatteries, sacrifices of alien, outwitted life, and even through deceit. (The Old Testament teems with evidence for this attitude.)
Thus, for the Jew, the sharp, cunning intellect is the first and most important means of his self-assertion and his will to power. But it is not an intellect that draws its strength from the full depth of the soul, but a detached, one-sidedly overbred faculty for dialectics, for analysis, a decomposing poison that has freed itself from the natural control of conscience. This intellect is capable of proving everything and refuting everything, as it recognizes nothing above itself. To it, nothing is sacred. It has become an end in itself.
Since the Jew does not possess his own, independent, complete spiritual culture, and cannot possess one for lack of a clarified world of feeling, but lives as a nomadic parasite in other cultures, he clings preferentially in these cultures to that which is necessarily rationalistic in them or is handled as such. This applies especially to the philosophies of the peoples. The Jew naturally has no sense for the fact that it is not the rational structural elements, but the fundamental values of soul and feeling that support a philosophical system, through which it first truly becomes an expression of the nature of its adherents. To him, the intellectual parts are always the only noteworthy components of a worldview. He engages with them, he exercises criticism on them, they are, by him, disregarding the essential, the ineffable, for which they symbolically stand, gnawed to pieces, decomposed, broken down into their conceptual elements, completely soulless, bent into shape and rationalized according to his own mentality. Thus it is that the Jew has created nothing of his own in German philosophy, but that he has settled in the following of all our classical philosophers, not as a confessor, but as a rationalistic know-it-all, not as a Kantian or Hegelian, but as a Neo-Kantian, as a Neo-Hegelian, etc. – 238 –
Show Original German Text
Wie anders der Jude! Er ist beherrscht von der Unruhe des Nomaden, der keine Haltepunkte und Sicherheiten in der Unendlichkeit des Daseins kennt und anerkennt, dem die Gesichte dieser Welt zusammenhanglos, kaleidoskopartig vor den Augen vorüberwirbeln. Er hat nicht das zuversichtliche Ahnen eines Geborgenseins in der Schöpfung. Die Welt vielmehr ist ihm ein Fremdes, Feindliches, Gegensätzliches voller böser Zufälligkeiten. Er fühlt sich aus dem Paradiese Gottes vertneben, um seiner lüstemen Dumpfheit willen. Ihn treibt Angst und Sorge vor dem, was sein Dasein bedrohen könnte. Deshalb ist es sein höchstes Bestreben, sich die Sicherung des Lebens auf möglichst lange Sicht zu verschaffen, von den Gütem der Welt an sich zu ziehen, was erreichbar ist, um möglichst ewig in dieser Welt, in welcher Lichter und Schatten gleichmäßig verteilt sind, ausschließlich auf der Licht- und Lustseite des Daseins zu leben. Ihm handelt es sich niemals darum, die Schöpfung zu verstehen und sich mit ihr eins zu fühlen, sondem immer nur darum, sie zu vergewaltigen, sie, und wenn möglich ihren Schöpfer, zu beherrschen. – Das Böse ist ihm nicht faustisch Teil jener Kraft, die das Gute will, sondem Ausfluß einer grundsätzlichen Dämonie in der Welt, und er fühlt, daß er selbst ein Stück dieses Dämonischen ist. Seine Form also, sich zwischen Gut und Böse, zwischen dem notwendigen Wechsel von Licht und Dunkel in dieser Welt zu behaupten, ist nicht ein Parteiergreifen, ein heroisches Kämpfen und Überwinden, sondem ein Paktieren selbst mit dem Bösen, ein Versuch, die Widngkeiten des Daseins durch List zu umgehen. Sein Verhältnis zur Gottheit ist nur so zu verstehen (wieviel Judentum ist doch in dieser Beziehung bereits in die deutsche Seele eingeflossen!), denn Jahwe, der alttestamentliche Niederschlag jüdischen Geistes, ist selbst ein eigennütziger und rachgienger übermenschlicher Dämon, der weniger geliebt als gefürchtet wird, dessen Rathschlüssen sich der Jude nicht in seliger Gotteskindschaft fügt, sondem die er durch Beschwörungen, Schmeicheleien, Opfer fremden, überlisteten Lebens und sogar durch Betrug abzuwenden oder zu umgehen sucht. (Das Alte Testament wimmelt von Belegen für diese Haltung.) So ist dem Juden der scharfe, überlistende Verstand erstes und wichtigstes Mittel seiner Selbstbehauptung und seines Willens zur Macht. Aber es ist nicht ein Verstand, der seine Kraft aus der ganzen Tiefe des Gemütes schöpft, sondem ein losgelöstes, einseitig überzüchtetes Vermögen der Dialektik, der Analyse, ein zersetzendes Gift, das sich von der naturgemäßen Kontrolle durch das Gewissen freigemacht hat. Dieser Verstand ist fähig, alles zu beweisen und alles zu widerlegen, da er nichts über sich anerkennt. Ihm ist nichts heilig. Er ist Selbstzweck geworden. Da nun der Jude eine eigene, selbständige, geistige Vollkultur nicht besitzt, und sie auch aus Mangel einer geklärten Gefühlswelt nicht besitzen kann, sondem als nomadisierender Schmarotzer in anderen Kulturen lebt, klammert er sich mit Vorliebe in diesen Kulturen an dasjenige, was an ihnen notwendig rationalistisch ist oder gehandhabt wird. Das gilt besonders von den Philosophien der Völker. Der Jude hat naturgemäß keinen Sinn dafür, daß es nicht die verstandesmäßigen Aufbauelemente, sondem die grundlegenden Gemüts- und Gefühlswerte sind, die ein weltanschauliches System tragen durch die es erst eigentlich zum Ausdruck der Wesensart ihrer Bekenner wird. Ihm sind die Verstandesteile stets die einzig bemerkenswerten Glieder einer Weltanschauung. Mit ihnen setzt er sich auseinander, an ihnen übt er Kntik, sie werden von ihm unter Außerachtlassung des Wesentlichen, Unsagbaren, für das sie symbolhaft stehen, zemagt, zersetzt, in ihre begnfflichen Elemente zerlegt, völlig entseelt, nach der eigenen Geistesart zurechtgebogen und zurechtvemünftelt. So kommt es daß der Jude in der deutschen Philosophie nichts Eigenes geschaffen, daß er sich aber in der Gefolgschaft aller unserer klassischen Philosophen angesiedelt hat, nicht als Bekenner, sondem als rationalistischer Besserwisser, nicht als Kantianer oder Hegelianer, sondem als Neokantianer, als Neohegelianer usw. – 238 –