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door was opened wide for the increased penetration of Jews into the gymnastics movement. Above all, it was metropolitan clubs in which the Jews found entry to an ever-increasing degree, but the associations in the rural localities were also not everywhere free from Judaization. In the Deutsche Turnerschaft, these phenomena threatening the purity of Jahn's legacy were completely overlooked. Things developed differently in the German gymnastics movement of the then Austro-Hungarian Monarchy. In its multilingual mixture of peoples, Germanity was forced into a ceaseless defensive struggle against Czechs, Poles, Magyars, South Slavs, etc., and had thereby sharpened its eye and feeling for racial peculiarities. In addition, the influx of Eastern Jewry, which appeared alien even outwardly, was increasing, especially to Austria, above all to the major cities of Vienna, Prague, Brno, Plzeň, etc. The extent to which the Jewish penetration of the gymnastics clubs had already progressed is shown strikingly by the fact that in the eighties, 400 out of 1100 members of the First Vienna Gymnastics Club were Jews! It was this club, then, which was the first German club to exclude Jews in 1887 and to include the Aryan paragraph in its statutes. The gymnastics leader Franz Xaver Kiessling in Vienna was the creator of this statutory provision, which was already based on the racial idea. It was soon adopted by the entire Lower Austrian gymnastics district. The Deutsche Turnerschaft, under the spiritual leadership of Dr. Ferdinand Götz, a warm friend of Jewry, thereupon expelled this district because of its Aryanization, but was unable to stop the stone once it had been set in motion. In 1889, the Jew-free gymnastics clubs of Austria united to form the Deutscher Turnerbund (German Gymnasts' Federation), the first völkisch fighting federation in the field of physical training. Very early on, some clubs in the Reich also joined it. The spark smoldered on. Indeed, Judaism used the press, which was almost completely subservient to it in Austria, against the völkisch gymnasts, as well as the power of money and the means of the liberalist government. However, the bitter struggle only resulted in ever wider circles recognizing the Jewish danger. Thus, in 1901, the Gymnastics District 15 of the Deutsche Turnerschaft (Austria) decided at its Vienna gymnastics congress to change its constitution in an Aryan sense. With that, the influence of Judaism in the domain of German physical exercises in Austria was finally broken, as Gymnastics District 15 counted in its working area, reaching from Northern Bohemia to the Adriatic, around 500 clubs with 53,000 members, to which were added the vigorously developing clubs of the Deutscher Turnerbund. 43 Jewish or Judaized clubs had to leave the gymnastics district. They enjoyed the protection and patronage of the Deutsche Turnerschaft, which granted them the rights of their own gymnastics district, against law and agreement. As a result of this fact, the Aryan "Gymnastics District German Austria" withdrew from the Deutsche Turnerschaft in 1904. After the World War, the Gymnastics District German Austria and the Deutscher Turnerbund joined together to form a strong unit under the name "Deutscher Turnerbund (1919)". The Sudeten German gymnasts, forced to do so by the Czech government, united in an independent federation, the Deutscher Turnverband in Czecho-Slovakia. Thus, the völkisch gymnastics movement in 1933 comprised almost 2000 clubs with 250,000 combat-ready, trained members, a numerically small part of them in the territory of the Reich. Any connection with foreign peoples, especially Jews,
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verstärkten Eindnngen der Juden in die Tumbewegung Tür und Tor geöffnet. Vor allem waren es großstädtische Vereine, in welchen die Juden in immer steigendem Maße Eingang fanden, aber auch die Vereinigungen in den Ortschaften des flachen Landes hielten sich nicht überall von der Verjudung frei. Man übersah in der Deutschen Tumerschaft diese die Reinheit des Jahnschen Vermächtnisses bedrohenden Erscheinungen vollständig. Anders entwickelten sich die Dinge in der deutschen Tumbewegung der damaligen österreichisch-unganschen Monarchie. In deren vielsprachigem Völkergemengsel war das Deutschtum zu einem unablässigen Abwehrkampfe gegen Tschechen, Polen, Magyaren, Südslawen usw. gezwungen und hatte sich dadurch den Blick und das Empfinden für rassische Eigenarten geschärft. Hinzu kam, daß der Zustrom des schon äußerlich fremd anmutenden Ostjudentums gerade nach Österreich, vor allem nach den Großstädten Wien, Prag, Brünn, Pilsen usw., immer mehr zunahm. Wie weit die jüdische Durchsetzung der Tumvereine bereits Fortschntte gemacht hatte, zeigt schlagartig der Umstand, daß in den achtziger Jahren von 1100 Mitgliedem des Ersten Wiener Tumvereins 400 Juden waren! Dieser Verein war es denn auch, welcher als erster deutscher Verein 1887 die Juden auschloß und den Anerparagraphen in die Satzungen aufnahm. Der Tumerführer Franz Xaver Kießling in Wien war der Schöpfer dieser bereits auf dem Rassengedanken beruhenden Satzungsbestimmung. Sie wurde bald danach vom ganzen Niederösterreichischen Tumgau übemommen. Die Deutsche Tumerschaft unter der geistigen Führung von Dr. Ferdinand Götz, einem warmen Freunde des Judendums, schloß daraufhin diesen Gau seiner Ansierung halber aus, vermochte aber den einmal ins Rollen gekommenen Stein nicht mehr aufzuhalten. 1889 vereinigten sich die judenfreien Tumvereine Österreichs zum Deutschen Tumerbunde, dem ersten völkischen Kampfbunde auf dem Gebiete der Leibesertüchtigung. Ihm schlossen sich sehr früh schon auch einige Vereine im Reiche an. Der Funke glomm weiter. Wohl setzte das Judentum die Presse, welche ihm in Österreich fast völlig höng war, ebenso gegen die völkischen Tumer ein wie die Macht des Geldes und die Mittel der liberalistischen Regierung. Der erbitterte Kampf hatte jedoch nur zur Folge, daß immer weitere Kreise die jüdische Gefahr erkannten. So beschloß 1901 der Tumkreis 15 der Deutschen Tumerschaft (Österreich) auf seinem Wiener Tumtage die Änderung seines Grundgesetzes in anschem Sinne. Damit war der Einfluß des Judentumes im Bereiche der deutschen Leibesübungen Österreichs endgültig gebrochen, zählte doch der Tumkreis 15 auf seinem von Nordböhmen bis an die Adna reichenden Arbeitsgebiete rund 500 Vereine mit 53.000 Angehöngen, wozu noch die sich kräftig entwickelnden Vereine des Deutschen Tumerbundes kamen. 43 jüdische oder verjudete Vereine mußten den Tumkreis verlassen. Sie genossen Schutz und Schirm der Deutschen Tumerschaft, welche ihnen gegen Gesetz und Abmachung die Rechte eines eigenen Tumkreises verlieh. Infolge dieser Tatsache trat der ansche "Tumkreis Deutschösterreich" 1904 aus der Deutschen Tumerschaft aus. Nach dem Weltknege schlossen sich der Tumkreis Deutschösterreich und der Deutsche Tumerbund zu einer starken Einheit unter dem Namen "Deutscher Tumerbund (1919)" zusammen. Die sudetendeutschen Tumer, von der tschechischen Regierung hierzu gezwungen, vereinigten sich in einem selbständigen Bunde, dem Deutschen Tumverband in der Tschecho-Slowakei. So umfaßte die völkische Tumbewegung im Jahre 1933 fast 2000 Vereine mit 250.000 kampfesfreudigen, geschulten Angehöngen, ein zahlenmäßig kleiner Teil davon im Reichsgebiete. Jede Verbindung mit fremdvölkischen, insbesondere Juden, - 219 -