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This statement is more than an expression of satisfaction; it is a program that was increasingly realized. It is the most apt and comprehensive characterization of the broadcasting business of that time. It was, after all, almost only about "business," and the Jew Ernst Toller was quite right from his point of view when he praised Berlin Radio in the "Berliner Börsen-Courier" (according to Deutschland-Korrespondenz No. 6, 1930) because one could speak on it, "even if Uncle Paul and Aunt Minchen don't like it." That was a credit to the director ... Flesch (!), who knew that "he did not only have to address the petit-bourgeois listener with a taste for plush furniture, with convertible-sofa comfort and 'Isle of the Dead' melancholy."
Radio was indeed the power instrument of the rulers! The rulers in the respective states as well as the rulers over Europe. Just one example! Ullstein's "B. Z. am Mittag" (February 18, 1928) published a report that shows who dictatorially controlled the news system in Europe:
"At the radio conference in Geneva, Hungary was excluded because it used the radio to make propaganda for the revision of the peace treaties: the Czech delegate first raised the complaint against Hungary for this reason, and the Hungarian delegate replied that France was using the radio for political purposes in Alsace-Lorraine; despite this statement, only England was on Hungary's side in the vote."
Of course, radio is a state-political advertising and propaganda tool. As such, it was used by Poland, France, Italy, the Soviet Union, in short, by almost all major powers. The "victors" of 1919 were still allowed to spread the most outrageous lies in 1930, but if a "defeated" state fought for its rights with the help of the radio, it was excluded from the community of nations. Now one also understands why in 1930, the passages dealing with the war guilt question in a German sense were cut from a lecture by the former Austrian Chancellor Streeruwitz before the Danzig-Königsberg broadcasters! Reich Minister of the Interior Dr. Wirth had explicitly approved this cut. Radio was simply not supposed to serve to bring peoples to self-reflection. They were to regard and endure their fate as unchangeable.
The so-called "political supervisory committees," which were assigned to each broadcaster, served this purpose above all. The supervisory committee (in Berlin at the time consisting of the Democrat Riedel and the Jewish Marxist Heilmann) was to inform itself about the presentations of the broadcasting company. For this purpose, it could demand any information from the board and director that it deemed necessary and inspect the books and records of the company itself or through individual members. The company was obliged to contact the supervisory committee on all political questions of program design and to await its decision. The broadcasting company also had to regularly submit the program of presentations to the members of the supervisory committee and, upon request, also to provide a summary of the content and the text of the presentations.
It is obvious that if this supervision is exercised by one-sided party men or even Jews, the radio presentations had to take on a one-sided coloring. Under the guise of neutrality, one-sided propaganda was thus driven. Above all, Marxist propaganda made itself strongly felt. Thus, Crispien gave a major class struggle speech for the "Labor Culture Cartel" in Greater Berlin in 1927. Thus, time and again, Social Democratic
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Diese Äußerung ist mehr als ein Ausdruck der Zufnedenheit, ſie ist ein Programm, das mehr und mehr verwirklicht wurde. Sie ist die trefflichste und umfassendste Kennzeichnung des damaligen Rundfunkbetnebes. Es handelte ſich ja fast nur noch um "Betneb", und der Jude Emst Toller hatte von ſeinem Standpunkt aus ganz recht, wenn er im "Berliner Börſenkuner" (laut Deutschland-Korrespondenz Nr. 6, 1930) den Berliner Rundfunk lobte, weil man vor ihm sprechen könne, "auch wenn es Onkel Paul und Tante Minchen nicht gefällt". Das ſei ein Verdienst des Intendanten ... Flesch (!), der wisse, daß "er ſich nicht nur an den kleinbürgerlichen Hörer mit Plüschmöbelgeschmack, mit Umbausoſa-Behaglichkeit und Toteninsel-Wehmut zu wenden" habe. Der Rundfunk war eben das Machtinstrument der Herrschenden! Der Herrschenden in den jeweiligen Staaten wie auch der Herrschenden über Europa. Nur ein Beispiel! Ullsteins "B. Z. am Mittag" (18. Februar 1928) brachte eine Meldung, die zeigt, wer in Europa das Nachnchtenweſen diktatonsch beherrschte: ""Bei der Radiokonferenz in Genf wurde Ungam ausgeschloſſen, weil es den Rundfunk benutzt hat, Propaganda für die Reviſion der Fnedensverträge zu machen: der tschechische Delegierte erhob deswegen zuerst die Klage gegen Ungam, und der ungansche Delegierte erwiderte daß Frankreich den Rundfunk für politische Zwecke in Elsaß-Lothnngen benütze, trotz dieſer Äußerung befand ſich bei der Abstimmung allein England auf ſeiten Ungams."" Selbstverständlich ist der Rundfunk ein staatspolitisches Werbe- und Propagandamittel. Als ſolches wurde er von Polen, Frankreich, Italien, der Sowjet-Union, kurz, von fast allen Machtstaaten gebraucht. Die "Sieger" von 1919 durften noch 1930 die unerhörtesten Lügen verbreiten, wenn aber ein Staat der "Beſiegten" für ſein Recht mit Hilfe des Rundfunks kämpfte, dann wurde er aus der Gemeinschaft der Nationen ausgeschloſſen. Man versteht nun auch, warum im Jahre 1930 dem früheren österreichischen Bundeskanzler Streeruwitz aus einem Vortrag vor den Sendem Danzig-Königsberg die Stellen gestnchen wurden, die die Knegsschuldfrage in deutschem Sinn behandelten! Reichsinnenminister Dr. Wirth hatte dieſe Streichung ausdrücklich gutgeheißen. Der Rundfunk durfte eben nicht dazu dienen, die Völker zur Selbstbeſinnung zu bnngen. Sie ſollten ihr Schickſal als unabänderlich anſehen und ertragen. Dieſem Zweck dienten vor allem die bald eingenchteten ſogenannten "politischen Überwachungsausschuſſe", die jedem Sender beigegeben waren. Der Überwachungsausschuß (in Berlin ſeinerzeit bestehend aus dem Demokraten Riedel und dem jüdischen Marxisten Heilmann) hatte ſich über die Darbietungen der Sendergeſellschaft zu unternchten. Er konnte zu dieſem Zweck von dem Vorstand und Leiter jede ihm erforderlich erscheinende Auskunft verlangen und ſelbst oder durch einzelne ſeiner Mitglieder die Bücher und Schnften der Geſellschaft einſehen. Dieſe war verpflichtet, in allen politischen Fragen der Programmgestaltung ſich mit dem Überwachungsausschuß in Verbindung zu ſetzen und ſeine Entscheidung abzuwarten. Die Sendegeſellschaft hatte femer das Programm der Darbietungen den Mitgliedem des Überwachungsausschuſſes laufend einzureichen und auf Anfordem auch Inhaltsangabe und Wortlaut der Darbietungen mitzuteilen. Es liegt auf der Hand, daß, wenn dieſe Überwachung von einſeitigen Parteimännem oder gar Juden ausgeübt wird, die Rundfunkdarbietungen eine einſeitige Färbung bekommen mußten. Unter dem Deckmantel der Neutralität wurde ſo geradezu einſeitige Propaganda getneben. Vor allem machte ſich die marxistische Propaganda stark bemerkbar. So hat Cnspien für das "Arbeitskulturkartell" in Groß-Berlin im Jahre 1927 eine große Klaſſenkampfrede gehalten. So wurden immer und immer wieder ſozialdemokratische - 214 -