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transformation had occurred for them, and since the Jews had allowed Jesus to be taken from them, since then they had been so tormented and impoverished. So give Jesus to the Jews, then you give them wealth, education, honor, power, freedom, then the Jewish question is solved. Conversely: Political possession follows Jesus."
Jesus was thus only a means to an end. And Rabinowitsch even founded his own "church" on the basis of these ideas. Let us hear what Lhotzky further reports: "Who then was Jesus, whom his people so detested? In the end, he had wanted and sought precisely the best for his people, and they had only misunderstood him! According to the report of the Gospels, even the twelve disciples thought of nothing other than Jewish world domination under the leadership of Jesus... Jewish world domination is still the dream of all Jews today... Only they want their Jewish empire without Jesus; Rabinowitsch wanted the same with Jesus, because he considered it more promising. From somewhere he obtained the life story of Jesus, and from this he heard the voice of his kinsman."
When a Jew reads the Bible of the Old or also of the New Testament, he does not initially study a religion, but rather the national consciousness grips him. The Jew hears the Jew and feels the blood relationship. Paul particularly fascinated him. Paul, after all, could never deny his rabbinic traits. This positively ignited Rabinowitsch. This way of handling the Old Testament, which is difficult for us to understand and which the great apostle occasionally practices, was precisely what inspired the old Talmudist. Whoever can read the Bible in this way, holds the key to the progress of the people in his hand. Paul and Jesus are the great liberators of the people, and the Jews have lost them. Hence the national misfortune! We must win them back for the Jews. Only in this way do we win "world domination."
And so Rabinowitsch founded his "Synagogue of the New Covenant," to give his people Jesus and Paul back and, in this way, to more easily achieve world domination.
The well-known Jewish mystic Dr. Martin Buber therefore rightly says:
"It is a peculiar phenomenon of Galut psychology that we have tolerated, indeed even contributed to, this significant section of our intellectual history (namely Christianity) being torn out of it. It was Jewish land in which this spiritual revolution ignited; it was Jewish men who carried it into the land. We must overcome the superstitious terror that we harbor towards the Nazarene movement, and place it where it belongs: in the intellectual history of Judaism!" ("Three Speeches on Judaism")."
One of the spokesmen of world Jewry, the American Rabbi Stephen Wise, who also hurled his threats against Germany at that Jewish congress in Basel in 1934, at which Cardinal Faulhaber was deemed worthy of special honor (he later declined it!), is also one of the spokesmen of those endeavors that want to reintegrate Jesus into the Jewish spiritual being and regard this as a self-evident, national task. According to Wise, the ethics taught by Jesus (Faulhaber also claimed this!) grew out of Jewish views. Because of this opinion, Wise was fiercely attacked from his own ranks. Wise replied to this ("Deutsche Zeitung," January 21, 1926):
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ein Umschwung eingetreten, und seit die Juden Jesus sich hatten nehmen lassen, seitdem waren sie so gequält und verarmt. Gebt also den Juden Jesus, dann gebt ihr ihnen Reichtum, Bildung, Ehre, Macht, Freiheit, dann ist die Judenfrage gelöst. Umgekehrt: Der politische Besitz folgt Jesus nach." Jesus war also nur das Mittel zum Zweck. Und Rabinowitsch gründete sogar auf Grund dieser Gedanken eine eigene "Kirche". Hören wir, was Lhotzky weiter benchtet: „Wer war nun Jesus, den sein Volk so verabscheute? Am Ende hatte er gerade das Beste seines Volkes gewollt und gesucht, und sie hatten ihn nur mißverstanden! Auch die zwölf Jünger haben nach dem Bencht der Evangelien nichts anderes gedacht als jüdische Weltherrschaft unter der Führung Jesu... Jüdische Weltherrschaft ist heute noch der Traum aller Juden... Nur wollen sie ihr Judenreich ohne Jesus; Rabinowitsch wollte dasselbe mit Jesus, weil er's für aussichtsreicher hielt. Irgendwoher verschaffte er sich die Lebensgeschichte Jesu, und aus dieser hörte er den Volksgenossen heraus." Wenn ein Jude die Bibel des Alten oder auch des Neuen Testamentes liest, so studiert er zunächst keine Religion, sondem das Volksbewußtsein erfaßt ihn. Der Jude hört den Juden und fühlt die Blutsverwandtschaft. Da fesselte ihn besonders Paulus. Paulus hat ja auch den rabbinischen Zug nie verleugnen können. Das zündete geradezu in Rabinowitsch. Dieses uns schwer verständliche Umspnngen mit dem Alten Testament, was der große Apostel gelegentlich übt, war gerade das, was den alten Talmudisten begeisterte. Wer so die Bibel lesen kann, der hält den Schlüssel zum Fortschntt des Volkes in der Hand. Paulus und Jesus sind die großen Volksbefreier, und diese haben die Juden verloren. Daher das nationale Unglück! Wir müssen sie für die Juden wiedergewinnen. Nur so gewinnen wir die „Weltherrschaft". Und so gründete also Rabinowitsch seine „Synagoge des neuen Bundes", um seinem Volke Jesus und Paulus wiederzugeben und auf diesem Wege leichter die Weltherrschaft zu ernngen. Mit Recht sagt daher der bekannte jüdische Mystiker Dr. Martin Buber: „Es ist eine eigentümliche Erscheinung der Galutpsychologie, daß wir geduldet, ja selbst dazu beigetragen haben, daß dieser bedeutende Abschnitt unserer Geistesgeschichte (nämlich des Chnstentum) aus ihr herausgenssen wurde. Es war jüdisches Land, in dem diese Geistesrevolution entbrannte; es waren jüdische Männer, die sie ins Land trugen. Wir müssen den abergläubischen Schrecken, den wir vor der nazarenischen Bewegung hegen, überwinden, und sie dahin einstellen, wohin sie gehört: in die Geistesgeschichte des Judentums!" ("Drei Reden über das Judentum")." Einer der Wortführer des Weltjudentums, der amenkanische Rabbiner Stephen Wise, der auf jenem Judenkonkreß in Basel 1934 auch seine Drohungen gegen Deutschland schleuderte, auf dem Kardinal Faulhaber besonderer Ehrung gewürdigt wurde (er hat sie später abgelehnt!), ist auch einer der Wortführer jener Bestrebungen, die Jesus wieder dem jüdischen Geisteswesen eingliedem wollen und dies als selbstverständliche, nationale Aufgabe betrachten. Nach Wise ist die von Jesus gelehrte Ethik (auch Faulhaber behauptete das!) aus den jüdischen Anschauungen heraus gewachsen. Wegen dieser Meinung wurde Wise aus den eigenen Reihen heftig angegnffen. Darauf antwortete Wise ("Deutsche Zeitung", 21. Januar 1926): - 167 -