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government, which had denied any connection between sport and the army to the Entente, accountable: "The right-wing associations have by no means adhered strictly to the existing regulations. Almost everywhere, they practice small-bore rifle sport merely as a pretext for the purely military training of their members. Where positive proof of this has been provided, these associations must be dissolved without further ado, and a minister who, despite knowledge of the facts, does not take such a step, violates the clear provisions of the Reich Law of March 1921." General v. Schönaich declared to the representative of "Matin": "The purpose of the Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold is to help suppress the patriotic associations that arouse the displeasure of the Entente." In 1925, when the publication of the report of the Inter-Allied Control Commission was delayed, the German League for Human Rights published on its own initiative an investigation into Germany's armaments, which was signed by Gumbel, Schönaich, Lange, and Jakob.
Treason was not only practiced but elevated to a principle. Tucholsky states the principle most clearly ("Weltbühne" No. 13, March 27, 1928): "I state here, with full awareness of what I am saying, that there is no secret of the German armed forces that I would not, if it seems necessary for the preservation of peace, deliver to a foreign power... We are traitors. But we betray a state that we reject, in favor of a country that we love, for peace and for our true fatherland: Europe." The pacifist Küster said in Leipzig at a meeting: "To be a traitor is no longer a disgrace today. I have the honor of introducing myself to you as a felon, namely as a high traitor and a three-time traitor. Although three treason proceedings have been initiated against me, there will be no other slogan for me and my like-minded comrades than: Keep going!" At this meeting "Against the Flood of Treason Trials" Paul Levi also spoke ("Schwäbische Tagwacht" December 7, 1927). The League for Human Rights used all its influence in favor of imprisoned traitors and deserters. In 1928, it boasted of having secured the release of the traitor Felix Fechenbach and Heinrich Wandt, who had reviled the German army, through petitions to the Prussian Minister of Justice. It prevented the deserting traitor Schmettau from serving his 12 years of hard labor. It freed Curt Capellen, it obtained a pardon for the English commercial spy Paul Morks for his 5 years of hard labor.
On the home front, Jewish-led and influenced pacifism was just as logically subversive as in the external struggle. The sovereignty of the German state was a thorn in its side. The League for Human Rights took a detailed interest in German criminal law and attempted to substitute its "humane" viewpoints for the judging exercise of power of a sovereign state. In practice, it had even more success with this among its like-minded friends in parties and ministries than in the written law. It fought against the death penalty, the workhouse, the prosecution of treason and of the disposition over one's own body without harm to third parties or over the body of other persons capable of insight and will with their free consent. Its counter-draft demanded mitigation or deletion of the penal provisions against abortion, advertisement of abortifacients, coercion to commit fornication, rape, sexual abuse, fornication with children, seduction or coercion of dependents into sexual intercourse, incest, fornication with minors, with persons in one's care, fornication by abuse of office, fornication between men, public performance of indecent acts, indecent writings and images, items for indecent use, solicitation for fornication, procuring, trafficking in women, trafficking in children, pimping, bigamy, adultery, anti-social conduct in the practice of fornication. Magnus Hirschfeld, Felix Halbe, Helene Stöcker, Siegfried Weinberg, Johannes Werthauer
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Regierung, die eine Verbindung von Sport und Armee der Entente gegenüber bestntten hatte, vor: „Die Rechtsverbände haben sich an die bestehenden Vorschnften keineswegs streng gehalten. Sie betreiben fast überall den Kleinkalibersport nur als Vorwand zur rein militänschen Ausbildung ihrer Mitglieder. Wo der positive Beweis hierfür erbracht ist, müssen diese Verbände ohne weiteres aufgelöst werden, und ein Minister, der trotz Kenntnis der Sachlage einen derartigen Schntt nicht tut, verstößt gegen die klaren Bestimmungen des Reichsgesetzes vom März 1921.“ General v. Schönaich erklärte dem Vertreter des „Matin“: „Der Zweck des Reichsbanners Schwarzrotgold ist, mitzuhelfen, die den Unwillen der Entente erregenden vaterländischen Verbände niederzuhalten.“ 1925, als die Veröffentlichung des Benchtes der Interalliierten Kontrollkommission sich verzögerte, gab die Deutsche Liga für Menschenrechte auf eigene Faust eine Untersuchung über Deutschlands Rüstungen heraus, die von Gumbel, Schönaich, Lange und Jakob unterzeichnet war. Der Landesverrat wurde nicht nur praktisch betneben, sondem zu einem Grundsatz erhoben. Tucholski gibt den Grundsatz am klarsten ("Weltbühne" Nr. 13, 27.März 1928): "Ich spreche hier mit dem vollen Bewußtsein dessen, was ich sage, aus, daß es kein Geheimnis der deutschen Wehrmacht gibt, das ich nicht, wenn es zur Erhaltung des Fnedens notwendig erscheint, einer fremden Macht auslieferte ... Wir sind Landesverräter. Aber wir verraten einen Staat, den wir vemeinen, zugunsten eines Landes, das wir lieben, für den Fneden und für unser wirkliches Vaterland: Europa." Der Pazifist Küster sagte in Leipzig in einer Versammlung: "Landesverräter zu sein ist heute keine Schande mehr. Ich habe die Ehre, mich Ihnen als Schwerverbrecher vorzustellen, nämlich als Hochverräter und dreifacher Landesverräter. Obwohl gegen mich drei Landesverratsverfahren angestrengt worden sind, wird es für mich und meine Gesinnungsgenossen keine andere Parole geben als: Weitermachen!" In dieser Versammlung "Gegen die Hochflut der Landesverratsprozesse" sprach auch Paul Levi ("Schwäbische Tagwacht" 7. Dezember 1927). Die Liga für Menschenrechte setzte all ihren Einfluß zugunsten inhaftierter Landesverräter und Deserteure ein. Sie rühmt sich 1928, den Landesverräter Felix Fechenbach und Heinnch Wandt, der die deutsche Armee geschmäht hatte, durch Eingaben an den preußischen Justizminister wieder in Freiheit gesetzt zu haben. Sie verhinderte, daß der fahnenflüchtige Landesverräter Schmettau seine 12 Jahre Zuchthaus abbüßte. Sie befreite Curt Capellen, sie erwirkte dem englischen Handelsspion Paul Morks eine Begnadigung für seine 5 Jahre Zuchthaus. An der inneren Front zersetzte der jüdisch geführte und beeinflußte Pazifismus ebenso folgenchtjg wie im Kampf nach außen. Die Hoheit des deutschen Staates war ihm ein Dom im Auge. Die Liga für Menschenrechte nahm sich eingehend des deutschen Strafrechts an und versuchte, ihre „menschlichen“ Gesichtspunkte an die Stelle der nchtenden Machtausübung eines hoheitlichen Staates zu setzen. Sie hatte in der Praxis damit bei ihren gesinnungsverwandten Freunden in Parteien und Ministenen noch mehr Erfolg als im geschnebenen Gesetz. Sie bekämpfte die Todesstrafe, das Arbeitshaus, die Verfolgung des Landesverrats und der Verfügung über den eigenen Körper ohne Schädigung Dntter oder über den Körper anderer einsichts- und willensfähiger Menschen mit deren freier Zustimmung. Ihr Gegenentwurf verlangte Milderung oder Streichung der Strafbestimmungen gegen die Abtreibung, Ankündigung von Abtreibungsmitteln, Nötigung zur Unzucht, Notzucht, Schändung, Unzucht mit Kindem, Verführung oder Nötigung Abhängiger zum Geschlechtsverkehr, Blutschande, Unzucht mit Minderjähngen, Pflegebefohlenen, Unzucht unter Mißbrauch der Amtsstellung, Unzucht zwischen Männem, öffentliche Vomahme unzüchtiger Handlungen, unzüchtige Schnften und Abbildungen, Sachen zu unzüchtigem Gebrauch, Aufforderung zur Unzucht, Kuppelei, Frauenhandel, Kinderhandel, Zuhälterei, Doppelehe, Ehebruch, Ehebruch, gemeinschädliches Handeln bei Ausübung der Unzucht. Magnus Hirschfeld, Felix Halbe, Helene Stöcker, Siegfned Weinberg, Johannes Werthauer - 146 -