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must also have intimate relations with present-day Jewry, may be mentioned in passing ... For this Jewish ritual is customary and valid in all Masonic lodges on earth."
The ritual itself may largely be "hocus-pocus," a substitute religion, and cheap secretiveness. In any case, however, the life forms of a rite allow people to grow into the spirit of its origin: "Anyone who has dealt with the study of the soul knows that there is much truth in the assertion that with the Hebrew words, the spirit of this people, which we have recognized as the sharpest contradiction to our better self, also tends to creep in softly and unnoticed. Words are not just dead letters, but carriers of spiritual values" ("Freemasonry in the Mirror of German Life," Leipzig 1927, p. 48, written by a member of the Grand Landlodge of the Freemasons of Germany). The danger of the Jewish ritual consists secondly in the fact that it creates a favorable mood for the people who gave birth to the rite, thus necessarily dissolving the unity of the German people against Jewish influence. Thirdly, "hocus-pocus" serves precisely to conceal a dangerous policy of self-interest. For it is not the ritual, however Jewish, that is dangerous about Freemasonry, but the political action of this ritually bound order.
The individual German Grand Lodges were united in a Grand Lodge Association, in which, as in the League of Nations, each Grand Lodge had one vote, completely independent of its membership size and internal strength. This Grand Lodge Association represented German Freemasonry to the outside world. In it sat first the three "Old Prussian," "national," "Christian" lodges: Grand National Mother Lodge "of the Three Globes" in Berlin, Grand Lodge of Prussia, called "to Friendship" in Berlin, Grand Landlodge of the Freemasons of Germany in Berlin. Alongside them in the Grand Lodge Association sat the "humanitarian" lodges, which could at any time outvote the three "national" ones: the Grand Mother Lodge of the Eclectic Masonic League in Frankfurt am Main, the Grand Lodge of Hamburg, the Grand Landlodge of Saxony in Dresden, the Grand Lodge "To the Sun" in Bayreuth, the Grand Masonic Lodge "to Concord" in Darmstadt, the Grand Lodge German Chain of Brothers in Leipzig. In German Austria, there were only humanitarian lodges. German Freemasonry originally maintained connections with the Freemasonry of the world. The upper degrees of the masters are internationally connected, the brethren visit foreign lodges. When in 1870 the French Freemasons took the liberty of having the German lodge brothers King Wilhelm and Crown Prince Friedrich condemned by a lodge court in effigy and putting a price on their heads, the German lodges broke off relations with the Grand Orient de France. In 1877, world Freemasonry split because the French lodges decided to omit the name of God from their ritual. The more discreet countries separated from the France of the atheistic Kulturkampf. In 1909, the German Grand Lodge Association resumed friendship with the Grand Orient, against the votes of the Old Prussian lodges. During the war, the connection to France and Italy was broken; it only "rested" with the other enemy countries. In 1907, the Grand Orient founded its own independent branch in Germany: "To the Rising Sun" under Messrs. Bloch and Goldscheid, which distinguished itself during the Ruhr struggle through particularly undignified ingratiation with the French. Despite the formal separation between Old Prussian and humanitarian lodges, all Freemasons basically belonged together. The Grand Landlodge of Prussia issued a St. John's message in 1929: "We extend our hands to all German brethren of whom we are convinced that, although views on ways and means may differ, they are just as ready as we are to dedicate their property and blood to our fatherland and the R. A. (Royal Art)" ("Am rauhen Stein," Issue 7, June 1929). Conversely, the Grand Master of the humanitarian Grand Lodge of Hamburg said (Hamburger Logenblatt, March 1927), "that the (Old Prussian) Grand Landlodge
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auch innige Beziehungen zum jetzigen Judentum haben müssen, sei nebenbei bemerkt ... Denn dieses jüdische Ritual ist üblich und gültig in allen Freimaurerlogen der Erde." Das Ritual selbst mag weitgehend "fauler Zauber", Ersatzreligion und billige Geheimnistuerei sein. Jedenfalls aber lassen die Lebensformen eines Ritus die Menschen in den Geist seiner Herkunft hineinwachsen: "Wer sich mit der Seelenforschung beschäftigt hat, weiß, daß viel Wahres in der Behauptung liegt, daß sich mit den hebräischen Worten auch der Geist dieses Volkes, den wir als schärfsten Widerspruch zu unserem besseren Selbst erkannt haben, leise und unbemerkt mit einzuschleichen pflegt. Worte sind eben nicht bloß tote Buchstaben, sondem Träger seelischer Werte" ("Die Freimaurerei in Spiegel deutschen Lebens", Leipzig 1927, S. 48, geschneben von einem Mitglied der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland). Die Gefahr des jüdischen Rituals besteht zweitens dann, daß sie eine günstige Stimmung für das Volk erzeugt, das den Ritus geboren hat, also notwendig die Geschlossenheit des deutschen Volkes gegenüber dem jüdischen Einfluß auflöst. Dnttens dient gerade "fauler Zauber" zur Verschleierung einer gefährlichen Interessenpolitik. Denn nicht das noch so jüdische Ritual ist das Gefährliche an der Freimaurerei, sondem die politische Aktion dieses ntuell gebundenen Ordens. Die einzelnen deutschen Großlogen waren zu einem Großlogenbund zusammengeschlossen, in dem wie im Völkerbund jede Großloge ganz unabhängig von ihrer Mitgliederzahl und inneren Kraft eine Stimme hatte. Dieser Großlogenbund vertrat die deutsche Freimaurerei nach außen. In ihm saßen zunächst die drei "altpreußischen", "nationalen", "Chnstlichen" Logen: Große National-Mutterloge zu den drei Weltkugeln in Berlin, Große Loge von Preußen, genannt "zur Freundschaft" in Berlin, Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Berlin. Daneben saßen im Großlogenbund die "humanitären" Logen, die jederzeit die drei "nationalen" überstimmen konnten: die Große Mutterloge des Eklektischen Freimaurerbundes in Frankfurt am Main, die Große Loge von Hamburg, die Große Landesloge von Sachsen in Dresden, die Großloge "Zur Sonne" in Bayreuth, die Große Freimaurerloge "zur Eintracht" in Darmstadt, die Großloge Deutsche Bruderkette in Leipzig. Im deutschen Österreich gab es nur humanitäre Logen. Die deutsche Freimaurerei hielt ursprünglich Verbindung zur Freimaurerei der Welt. Die oberen Grade der Meister hängen intemational zusammen, die Brüder verkehren in den ausländischen Logen. Als sich 1870 die französischen Freimaurer herausnahmen, die deutschen Logenbrüder König Wilhelm und Kronpnnz Fnednch von einem Logengencht in Effigie verurteilen zu lassen und einen Kopfpreis auf sie auszusetzen, brachen die deutschen Logen die Beziehungen zum Grand Onent de France ab. 1877 spaltete sich die Weltfreimaurerei, weil die französischen Logen den Namen Gottes aus ihrem Ritual auszulassen beschlossen. Die diskreteren Länder trennten sich vom Frankreich des atheistischen Kulturkampfes. 1909 nahm der Deutsche Großlogenbund gegen die Stimmen der altpreußischen Logen die Freundschaft mit dem Grand Onent wieder auf. Im Knege wurde die Verbindung zu Frankreich und Italien abgebrochen, sie "ruhte" nur zu den anderen feindlichen Ländem. 1907 gründete der Grand Onent in Deutschland eine unabhängige eigene Filiale: "Zur aufgehenden Sonne" unter den Herren Bloch und Goldscheid, die sich im Ruhrkampf durch besonders würdelose Anbiederung an die Franzosen hervortat. Trotz der formalen Trennung zwischen altpreußischen und humanitären Logen gehörten im Grunde alle Freimaurer zusammen. Die Große Landesloge von Preußen erließ 1929 eine Johannisbotschaft: "Wir strecken allen deutschen Brüdem die Hände entgegen, von denen wir überzeugt sind, daß sie, wenn auch die Ansichten über Wege und Mittel auseinandergehen, doch ebenso wie wir bereit sind, unserem Vaterlande und der K. K. (Königlichen Kunst) Gut und Blut zu weihen" ("Am rauhen Stein", Heft 7, Juni 1929). Umgekehrt sagte der Großmeister der humanitären Großloge von Hamburg (Hamburger Logenblatt, März 1927), "daß die (altpreußische) Große Landesloge - 138 -