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This opposition, however, is only an apparent opposition. In its content, Marxism is insolubly linked with liberalism and is born from it. Sombart, Sorel, and many others have proven that "proletarian socialism is a true child of the bourgeois Enlightenment." Just as the Enlightenment itself was already in the shadow of Jewry. Whatever Jewish influence was present in the liberalist Enlightenment also appealed to Jews in Marxism. In Marxism, too, the ultimate and highest value was "man" in the unattached sense of liberalism. In Marxism, too, Jewry can assert itself splendidly under the cover of the doctrine of universal human society. Liberal and Marxist Jews did argue (like the scribes of the Jewish religion) about interpretations of history, but they understood each other. Georg Bernhard could get along with Siegfried Aufhäuser. The approach in Walther Rathenau's thinking resembles the way of thinking of Karl Marx. Just as they sat not only in liberalism but also in the reaction, they reinsured themselves on the other side with Marxism. With any solution that a political party of the 19th century might have attempted for Germany, the Jews would have been secured and decisively involved.
Besides this inner equality of Marxism and liberalism, however, the Jews find special opportunities in Marxism that naturally draw them into its ranks. Marxism has a clear, dogmatic system, which was not only created by Jewish intellectuals but is also understood by other Jews, just as on the other side the Jew Stahl created the systematic intellectual edifice for the reaction. The Marxist doctrine with its sharp conceptual logic speaks directly to a people educated by the Talmud, whereas liberalism still frequently tried to avoid dogmatic formulations.
In addition, Marxism was free from the bourgeois-national ties that repeatedly bothered the homeless Jew even among the Democrats, and much more so among the National Liberals. It was pure homelessness, pure social doctrine without völkisch ties, a pure doctrine of the best of the "natural man," in which the Jew was then supposed to fare particularly well by virtue of his secret solidarity. Marxism took over the hatred of a Heine against Germany and devoted itself to the homeland of "human rights," which it saw first in France, later in Russia. It cast off the bothersome national prejudices.
In Marxism, the long-accumulated resentment of the Jews against their German economic host nation could be discharged with the hatred of class struggle. The hatred against the strangers and their values, the hatred against all that one could not be oneself and did not want to be, could be let loose here. What satisfaction, when one even got German people to hate and insult the uniforms that represented to Jewry the epitome of the hostile, heroic "Prussian" essence. Here in Marxism, one did not need to show any consideration for bourgeois sentimentality, but could justifiably, according to dogmatic doctrine, fall upon the things that were sacred to Germany and hateful or ridiculous to Judah.
Finally, Marxism was even more of a Jewish substitute religion than liberalism could be. The mindset of Jewish doctrine, the belief in the messianic kingdom, in salvation on earth, is reflected in the fantastic future hopes of Marxism, which want to create a paradise on this world, banish suffering, and eliminate the struggle of all living things as the supreme law. To be sure, liberalism also believed it was achieving an end to history with its realm of freedom and equality.
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Dieser Gegensatz ist aber nur ein Scheingegensatz. Der Marxismus gehört seinem Gehalt nach mit dem Liberalismus unlöslich zusammen und ist aus ihm geboren. Sombart, Sorel und viele andere haben nachgewiesen, daß "der proletansche Sozialismus ein echtes Kind der bürgerlichen Aufklärung" ist. So wie die Aufklärung selbst schon im Schatten des Judentums. Was in der liberalistischen Aufklärung an jüdischem Einfluß vorhanden war, sprach auch vom Marxismus aus die Juden an. Auch im Marxismus galt als letzter und höchster Wert "der Mensch" im bindungslosen Sinne des Liberalismus. Auch im Marxismus kann sich das Judentum unter der Deckung der Lehre von der allgemeinen Menschengesellschaft glanzvoll behaupten. Liberale und marxistische Juden stntten zwar (wie die Schnftgelehrten der jüdischen Religion) über Geschichtsauslegungen, aber sie verstanden sich doch. Georg Bemhard konnte mit Siegfned Aufhäuser etwas anfangen. Der Ansatz im Denken Walther Rathenaus gleicht der Denkweise von Karl Marx. So wie man nicht nur im Liberalismus, sondem auch in der Reaktion saß, so rückversicherte man sich auf der anderen Seite beim Marxismus. Bei jeder Lösung, die eine politische Partei des 19. Jahrhunderts für Deutschland versucht hätte, wären die Juden gesichert und entscheidend beteiligt gewesen. Außer dieser inneren Gleichheit von Marxismus und Liberalismus finden aber die Juden besondere Möglichkeiten im Marxismus, die sie natumotwendig in seine Reihen ziehen. Der Marxismus hat eine klare, dogmatische Systematik, die nicht nur von jüdischen Intellektuellen geschaffen, sondem auch von anderen Juden begnffen wird, so wie auf der anderen Seite der Jude Stahl das systematische Gedankengebäude für die Reaktion schuf. Die marxistische Lehre mit ihrer scharfen gedanklichen Logik spncht ein vom Talmud erzogenes Volk unmittelbar an, während der Liberalismus sich doch noch häufig um dogmatische Formulierungen zu drücken versuchte. Dazu war der Marxismus frei von den bürgerlich-nationalen Bindungen, die den heimatlosen Juden schon bei den Demokraten, noch viel mehr bei den Nationalliberalen eben doch immer wieder störten. Er war reine Heimatlosigkeit, reine Gesellschaftslehre ohne völkische Bindung, reine Lehre vom Besten des "natürlichen Menschen", in dem es dem Juden dann kraft seines verschwiegenen Zusammenhalts besonders gut gehen sollte. Der Marxismus übemahm den Haß eines Heine gegen Deutschland und verschneb sich der Heimat der "Menschenrechte", die er bald in Frankreich, später in Rußland sah. Er legte die störenden nationalen Vorurteile ab. Im Marxismus konnte sich das lange aufgesammelte Ressentiment der Juden gegen ihr deutsches Wirtschaftsvolk mit dem Haß des Klassenkampfes entladen. Der Haß gegen die Fremden und ihre Werte, der Haß gegen all das, was man selbst nicht sein konnte und auch nicht sein wollte, konnte sich hier loslassen. Welche Genugtuung, wenn man sogar deutsche Menschen dazu brachte, die Uniformen zu hassen und zu beschimpfen, die den Judentum den Inbegnff des feindlichen, heldischen "preußischen" Wesens darstellten. Hier im Marxismus brauchte man auf keinerlei bürgerliche Sentimentalität Rücksicht zu nehmen, sondem konnte gerechtfertigt von der dogmatischen Lehre über die Dinge herfallen, die Deutschland heilig und Juda verhaßt oder lächerlich waren. Schließlich war der Marxismus noch mehr eine jüdische Ersatzreligion, als es der Liberalismus sein konnte. Die Denkweise der jüdischen Lehre, der Glaube an das messianische Reich, an das Heil auf Erden, spiegelt sich in den phantastischen Zukunftshoffnungen des Marxismus, die ein Paradies auf dieser Welt schaffen, das Leid verbannen, den Kampf alles Lebendigen als oberstes Gesetz ausschalten wollen. Zwar glaubte auch der Liberalismus, mit seinem Reich der Freiheit und Gleichheit ein Ende der Geschichte - 119 -