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not for nothing to the Freisinn, the National Liberals, the Democrats, the State Party, and the German People's Party.
The National Liberals were under Jewish leadership from the very beginning. Their first men around 1870 were the former president of the Frankfurt National Assembly, Simson, who also led the Kaiser Deputation of the North German Reichstag in 1871 and was then ennobled, and especially Bamberger and Lasker. Ludwig Bamberger from Mainz served Bismarck during the war of 1870 as a liaison to the liberal press, after he had been on the left wing of the liberals in 1848 and participated in the Palatinate uprising, living abroad for a time. He ultimately could no longer support Bismarck's national liberal policies and left the party in 1880, joining the Freisinn in 1884. He worked especially on the financial legislation of the Second Reich, but never forgot that he was a Jew, as was shown by his furious struggle against the anti-Judaism of Heinrich v. Treitschke. Perrot's "Aera Articles" of 1875 also fought against his parliamentary influence. Eduard Lasker from Jarotschin in Posen fought in the Vienna Uprising under Robert Blum. In 1865 he became a Prussian deputy in the Progressive Party, only to join the National Liberals in 1866. He worked purposefully for Jewish interests in the Emancipation Act of 1869. Although the National Liberals stood with the Chancellor in the parliamentary game, he pushed through decisive weakenings of state sovereignty in the Reichstag against Bismarck's will: he advocated for a mitigation of criminal justice, and in 1874 he even voted with the Progressives against his own party on the military bill. Against Bismarck, he forced through the far-reaching immunity of deputies. He too separated from the National Liberals in 1879. Even this upper-bourgeois party was still too "national" and not "liberal" enough for him. H. B. Oppenheim also found shelter with the National Liberals. The great leader of the pre-war period, Bassermann, was related to Jews by marriage. The National Liberal handbook repeatedly declared itself fundamentally opposed to anti-Judaism.
The post-war "German People's Party" took over the Jew-friendly legacy of the National Liberals. Its parliamentary group chairman Heinze responded in 1919 to the Central-Verein's inquiry about the party's stance on the Jewish question, "that the German People's Party rejects and fights antisemitism in every form and rejects any generalization of possibly justified reproaches in individual cases against German citizens of the Jewish faith as irrelevant and unjust." Thus, the upper-bourgeois Jews could feel at home in this party (Ludwig Holländer: "Der Antisemitismus der Gegenwart," Berlin 1919, p. 8). Paul von Schwabach of the Bleichröder bank and Max Warburg participated in its founding. The leader of the "National German Jews," Max Naumann, belonged to the German People's Party. Jakob Riesser, a baptized nephew of Gabriel Riesser of the Paulskirche, president of the Hansa Federation, was its great man in 1919. Like his uncle before him, he became vice president of the German parliament, although he had by no means emerged from a banking scandal with a perfectly clean slate. But the upper-bourgeois party willingly submitted to Jewish leadership in the fight for business against the "native and backward elements" of the German peasantry and the middle class. Here, property and education were truly meant to count! Stresemann was related to Jewry through his wife, a born Kleefeld. His brother-in-law Kleefeld played a by no means impeccable role in German-Polish relations. Of course, treason is much harder to prove in a great "economic leader" than in a petty agent. The Jews knew they were safe in the German People's Party and ultimately fled to it as a "right-wing party" after they had recognized the collapse of the Democrats.
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nicht umsonst dem Freisinn, den Nationalliberalen, den Demokraten, der Staatspartei, der deutschen Volkspartei gaben. Die Nationalliberalen standen schon zu Anfang unter jüdischer Führung. Ihre ersten Männer um 1870 waren der ehemalige Präsident der Frankfurter Nationalversammlung, Simson, der auch 1871 die Kaiserdeputation des Norddeutschen Reichstages führte und dann geadelt wurde, und waren besonders Bamberger und Lasker. Ludwig Bamberger aus Mainz diente während des Kneges 1870 Bismarck als Verbindungsmann zur liberalen Presse, nachdem er 1848 auf dem linken Flügel der Liberalen gestanden und sich am pfälzischen Aufstand beteiligt, eine Zeitlang im Ausland gelebt hatte. Er konnte die nationalliberale Unterstützung Bismarcks schließlich nicht mehr mitmachen und verließ 1880 die Partei, um sich 1884 dem Freisinn anzuschließen. Er arbeitete besonders an der Finanzgesetzgebung des Zweiten Reiches mit, vergaß aber nie, daß er Jude war, wie sich aus seinem wütenden Kampf gegen den Antijudaismus Heinnch v. Treitschkes zeigte. Gegen seinen parlamentanschen Einfluß kämpften auch die "Aera-Artikel" Perrots 1875. Eduard Lasker aus Jarotschin in Posen kämpfte im Wiener Aufstand unter Robert Blum. 1865 wurde er preußischer Abgeordneter in der Fortschnttspartei, um sich 1866 den Nationalliberalen anzuschließen. Er wirkte bei dem Emanzipationsgesetz von 1869 zielbewußt für die jüdischen Belange. Obwohl die Nationalliberalen im parlamentanschen Spiel zum Kanzler standen, setzte er gegen den Willen Bismarcks entscheidende Erweichungen der staatlichen Hoheit im Reichstag durch: Er setzte sich für eine Milderung der Strafjustiz ein, er stimmte 1874 auch gegen die eigene Partei mit dem Fortschntt gegen die Militärvorlage. Er erzwang gegen Bismarck die weitgehende Immunität der Abgeordneten. Auch er trennte sich 1879 von den Nationalliberalen. Selbst diese großbürgerliche Partei war ihm noch zu "national" und zu wenig "liberal". Auch H. B. Oppenheim fand Unterschlupf bei den Nationalliberalen. Der große Führer der Vorknegszeit, Bassermann, war jüdisch versippt. Das nationalliberale Handbuch erklärte sich immer wieder grundsätzlich gegen den Antijudaismus. Die "Deutsche Volkspartei" der Nachknegszeit übemahm das judenfreundliche Erbe von den Nationalliberalen. Ihr Fraktionsvorsitzender Heinze antwortete 1919 dem Central-Verein auf seine Anfrage über die Haltung der Partei in der Judenfrage, "daß die Deutsche Volkspartei den Antisemitismus in jeder Form ablehnt und bekämpft und jede Verallgemeinerung etwa in Einzelfällen berechtigter Vorwürfe gegen deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens als unsachlich und ungerecht verwirft". So konnten sich die großbürgerlichen Juden bei dieser Partei wohlfühlen (Ludwig Holländer: "Der Antisemitismus der Gegenwart", Berlin 1919, S. 8). Paul von Schwabach von der Bleichröderbank und Max Warburg wirkten bei ihrer Gründung mit. Der Führer der "nationaldeutschen Juden", Max Naumann, gehörte zur Deutschen Volkspartei. Jakob Rießer, ein gekaufter Neffe des Gabnel Rießer der Paulskirche, Präsident des Hansabundes, war 1919 ihr großer Mann. Er wurde wie vordem sein Onkel Vizepräsident des deutschen Parlaments, obwohl er aus einem Bankskandal keineswegs mit einwandfrei weißer Weste hervorgegangen war. Aber die großbürgerliche Partei unterstellte sich willig jüdischer Führung im Kampf für das Geschäft gegen die "bodenständigen und rückständigen Elemente" des deutschen Bauemtums und des Mittelstandes. Hier sollten wirklich Besitz und Bildung gelten! Stresemann war durch seine Frau, eine geborene Kleefeld, dem Judentum versippt. Sein Schwager Kleefeld spielte in den deutsch-polnischen Beziehungen eine keineswegs einwandfreie Rolle. Dabei ist einem großen "Wirtschaftsführer" der Landesverrat natürlich viel schwerer nachzuweisen als einem kleinen Agenten. Die Juden wußten sich in der deutschen Volkspartei sicher und flüchteten noch zuletzt in sie als "Rechtspartei", nachdem sie den Zusammenbruch der Demokraten erkannt hatten. - 115 -