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Third Letter.
Immortality. — Rabbi Jochanan. — Nachmanides. — The messianic birth pangs. — Our Father. — Solidarity. — France's call and the reactionary uproar.
You wonder that the modern belief in immortality is not taught in the Old Testament. — What later Haggadic, and the most recent Jewish and Christian wisdom, reads out of the Old Testament about this belief—or rather, reads into it—seems, with good reason, to give you little satisfaction. — If Moses and the Prophets had believed in, or even only thought of, an afterlife in the Christian sense, they would have spoken of it just as the writers of the New Testament did, and would not have promised reward and punishment for this present life alone. — I do not deny the fact that in the Old Testament there is no mention of such an immortality. But if you reproach our holy Scriptures for this silence on such a seemingly important point, then you again forget the viewpoint from which the Jewish genius produced these Scriptures: the viewpoint of sacred history, the genetic viewpoint, which never separates the individual from his tribe, the nation from humanity, and creation from the Creator. — You forget,
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# Dntter Bnef. Unsterblichkeit. — Rabbi Jochanan. — Nachmanides. — Die meſſiani- schen Geburtswehen. — Vater unſer. — Solidantät. — Frankreichs Ruf und das reaktionäre Gepolter. Sie wundem ſich darüber, daß im alten Testamente der modeme Unsterblichkeitsglaube nicht gelehrt werde. — Was die neuere hagadische, und die neueste jüdische und chnstliche Weis- heit über dieſen Glauben aus dem alten Testamente heraus, oder vielmehr in daſſelbe hinein leſen, scheint Sie mit Recht wenig zu befnedigen. — Wenn Moſes und die Propheten an ein jenſeitiges Leben im chnstlichen Sinne geglaubt oder auch nur gedacht hätten, würden ſie ſo gut wie die Schnftsteller des neuen Testaments auch davon gesprochen, Lohn und Strafe nicht für das gegenwärtige Leben allein verheißen haben. — Ich leugne die Thatſache nicht, daß im alten Testamente von einer ſolchen Unsterblichkeit keine Rede ist. Wenn Sie aber dieſes Stillschweigen über einen ſo wichtig scheinenden Punkt unſem heiligen Schnften zum Vorwurfe machen, ſo vergeſſen Sie wie- der den Geſichtspunkt, von welchem aus der jüdische Genius dieſe Schnften produziert hat, den Geſichtspunkt der heiligen Ge- schichte, den genetischen Geſichtspunkt, der niemals das Indi- viduum von ſeinem Stamme, die Nation von der Menschheit und die Schöpfung vom Schöpfer trennt. — Sie vergeſſen,