
Page 120 • Click to zoom
Page 120 of 264
100
...nic barbarians, you have lent your ear to the voice of superstition and pronounced the curse upon them. — You, feudal empires, have branded with a mark of shame those who, despite all persecution, procured for you the gold to pay your mercenaries, and supplied your weak markets with goods. — You, Grand Inquisitors, have sought in scattered Israel the richest victims, the most innocent heads, to fill your prisons and your coffers, and to feed your auto-da-fés. — And you, revokers of the Edict of Nantes, you have driven from the country what had escaped the devastation of apostolic fanaticism. — You, finally, modern nations, you have denied civil rights to these tireless workers and businessmen.
What persecutions, what tears, what blood in a period of eighteen centuries! — But you, sons of Judah, you are still here in spite of it all! You have overcome the countless obstacles that hatred, contempt, fanaticism, and the barbarism of the centuries have piled up in your path. The hand of the Eternal has always guided you.
France has finally made you free. On the eve of the great world age, France, by shattering its own fetters, called all peoples, and you also, to freedom and equality. You became citizens, and today you are our brothers. The year 1789 was the first step toward your rehabilitation, if one can even speak of rehabilitation where there was not dishonor, but only misfortune.
— In its mission of liberation, the eye of France sought out all persecuted races, all the world's pariahs, and it found you in your ghettos and broke down their gates. 7) It summoned you into its chambers. You took part in its triumphs, in its good fortune and in its misfortune. You have spo-
Show Original German Text
100 nische Barbaren, Ihr habt der Stimme des Aberglaubens Euer Ohr geliehen und den Fluch über sie ausgesprochen. — Ihr, feudale Reiche, habt Diejenigen mit einem Schandmal gezeichnet, die trotz aller Verfolgung Euch das Gold zur Besoldung Eurer Landsknechte verschafft, und Eure schwachen Märkte mit Waaren versehen haben. — Ihr, Großinquisitoren, habt im zerstreuten Israel die reichsten Opfer, die unschuldigsten Köpfe gesucht, um Eure Gefängnisse und Eure Kassen zu füllen, und um Eure Auto-da-fe zu nähren. — Und Ihr, Widerrufer des Ediktes von Nantes, Ihr habt, was der Verwüstung des apo- stolischen Fanatismus entgangen war, aus dem Lande gejagt. — Ihr endlich, modeme Nationen, Ihr habt diesen unermüd- lichen Arbeitem und Geschäftsleuten die Bürgerrechte verweigert. — Welche Verfolgungen, welche Thränen, welches Blut in einem Zeitraume von achtzehn Jahrhunderten! — Ihr aber Söhne Judä's, Ihr seid trotz alle dem noch da! Ihr habt die zahllosen Hindemisse überschntten, die der Haß, die Verach- tung, der Fanatismus und die Barbarei der Jahrhunderte auf Eurem Wege aufgethürmt haben. Die Hand des Ewigen hat Euch stets geleitet. Frankreich hat Euch endlich frei gemacht. Am Vorabend des großen Weltalters hat Frankreich, indem es seine eigenen Fesseln zerschlug, alle Völker und auch Euch zur Freiheit und Gleichberechtigung berufen. Ihr wurdet Bürger, und Ihr seid heute unsre Brüder. Das Jahr 1789 war die erste Staffel zu Eurer Rehabilitation, wenn überhaupt da von Rehabilitation gesprochen werden kann, wo nicht Ehrlosigkeit, wo nur Unglück war. — In seiner Befreiungsmission suchte Frankreichs Auge alle verfolgten Racen, alle Weltpanas auf, und es fand Euch in Euren Ghettos und sprengte deren Thore. 7) Es benef Euch in seine Kammem. Ihr nahmt Theil an seinen Tnumphen, an seinem Glücke und an seinem Unglücke. Ihr habt gespro-