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31 short-headedness. And these studied areas are in the immediate vicinity of Scandinavia, which is indeed the main seat of long-headedness. In Southern Germany, the round skull has almost completely displaced the long skull. To give one example of many, Kollmann counted among the skulls from old Germanic graves in Bavaria 44 percent actual long-heads and only 11 percent actual short-heads, whereas Ranke found in the same regions among the present-day population only 1 percent true long-heads, but 83 percent true short-heads. The contrasts between the ancient and modern populations in the Rhine region and in Swabia are even more extreme. The Germanic type has been preserved most purely in Scandinavia. However, these purest Teutons are not exactly the main bearers of culture. Granted, the unfavorable environment was the cause of this backwardness. It has been proven, however, that the high nobility of Central Europe has preserved the Germanic type much more purely than the rest of the population. Here, the environment is certainly not unfavorable. And the result? Do not geniuses come almost exclusively from the lower classes? But even completely setting aside the class structure, the center of gravity of German culture, as Hertz aptly notes, lies not in Pomerania, one of the blondest regions of Germany, but in broad-headed and relatively darker Swabia and Franconia. The difficulty of racial classification increases when one considers not just single traits, but several, because the most diverse combinations occur. In Germany, we find a gradual transition from the round-skulled and brown south to the long-skulled, blond north. In Italy, it is true that the north is also relatively blonder than the south, which is attributed to Germanic blood admixture, but it is round-skulled and the south is long-skulled. In France, skull shape and color diverge even more. Collignon gives as a general result: If one divides France by a line drawn from northeast to southwest, the blond and tall live to the east, the brown and small to the west. If,
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31 Kurzköpfigkeit. Dabei liegen diese untersuchten Gebiete in der nächsten Nähe Skandinaviens, wo tatsächlich der Hauptſitz der Langköpfigkeit ist. In Süddeutschland gar hat der runde Schädel den langen Schädel fast ganz verdrängt. Um ein Beispiel für viele zu geben, so zählte Kollmann unter den Schädeln alter germanischer Gräber in Bayem 44 Prozent eigentliche Langköpfe und nur 11 Prozent eigentliche Kurzköpfe, während Ranke in denselben Gegenden bei der heutigen Bevölkerung nur 1 Prozent wahre Lang-, dagegen 83 Prozent wahre Kurzköpfe gefunden hat. Noch extremer sind die Gegensätze der alten und modemen Bevölkerung im Rheingebiet und in Schwaben. Am reinsten hat sich der germanische Typus noch in Skandinavien erhalten. Diese reinsten Germanen sind aber nicht gerade die Hauptträger der Kultur. Zugestanden, daß hier das ungünstige Milieu Ursache des Zurückbleibens war. Es ist jedoch nachgewiesen, daß der Hochadel Mitteleuropas den germanischen Typus viel reiner bewahrt hat als die übnge Bevölkerung. Hier ist auch gewiß das Milieu nicht ungünstig. Und das Resultat? Stammen die Genies nicht fast ausnahmslos aus den niedngen Schichten? Aber selbst von der ständischen Gliederung ganz abgesehen, liegt, wie Hertz gut bemerkt, der Schwerpunkt der deutschen Kultur nicht etwa in Pommem, einer der blondesten Gegenden Deutschlands, sondem im breitköpfigen und relativ dunkleren Schwaben und Franken. Die Schwiengkeit der Raffenscheidung vermehrt ſich, wenn man nicht nur einzelne Merkmale, sondem mehrere in Betracht zieht, weil die vielfältigsten Kombinationen vorkommen. In Deutschland finden wir einen allmählichen Übergang vom rundschädligen und braunen Süden zum langschädligen, blonden Norden. In Italien ist zwar auch der Norden relativ blonder als der Süden, was auf die germanische Blutmischung zurückgeführt wird, dafür ist er aber rundschädlig und der Süden langschädlig. In Frankreich wieder fallen Schädelform und Farbe noch mehr auseinander. Collignon gibt als allgemeines Ergebnis an: Teilt man Frankreich durch eine von Nordosten nach Südwesten gezogene Linie, so wohnen östlich die Blonden und Großen, westlich die Braunen und Kleinen. Wenn