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478 mixed marriage today, and religion is beginning to lose its authority. Sexuality and material interests are more powerful than any denominational barrier, especially when of the latter itself only a mere memory exists. The statistically verified experiences concur with this syllogism.
The Jews can, if the obstacles are removed, disappear very easily into the immense human flood of Europe. Mixed marriages out of Judaism have demonstrably always taken place as soon as the preconditions for them were facilitated. But never were the pre- conditions for the dissociation of Judaism as powerful as now.
Until around the end of the 18th century, the social gulf between Christians and Jews was so great throughout Europe that a marriage between Christians and Jews, even if it had not been forbidden by religious, ecclesiastical, and state statutes, would have appeared as something completely impossible --- much like today in the colonies of the European powers in Africa, marriage between natives and whites is considered abnormal and hardly ever occurs.
The first impetus for the abolition of the statutes forbidding marriage between Christians and Jews came from the great French Revolution and spread slowly from country to country, to Holland, Belgium, Denmark and Scandinavia, England and the United States, favored by the circumstance that in these countries marriage was transformed from an ecclesiastical to a state act. Since 1875, marriage between Christians and Jews has also become permissible in all German federal states. In Hungary, mixed marriage has only been legally permitted since the year 1895; it is likewise permitted in the Christian Balkan states, but is still forbidden today in Austria, Russia, Spain, Portugal and the Mohammedan countries. The best ground for mixed marriage is provided by those countries in which the Jews have been settled for a long time and have achieved prosperity. This is particularly the case in the Western countries.
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478 heute die Mischehe, und die Religion fängt an, ihre Maßgeblichkeit zu verlieren. Die Sexualität und die matenellen Intereſſen ſind mächtiger als jede konfeſſionelle Schranke, namentlich wenn an dieſe ſelbst nur mehr eine bloße Ennnerung besteht. Die statistisch kon- statierten Erfahrungen stimmten mit dieſem Syllogismus überein. Die Juden können, wenn die Hindemiſſe ſich aus dem Weg räumen, ſehr leicht in der ungeheuren Menschenflut Europas verschwinden. Mischehen aus dem Judentum hinaus haben erwiesenermaßen stets stattgefunden, ſobald die Vor- bedingungen dazu ſich erleichterten. Nie waren aber die Vor- bedingungen für die Diſſoziation des Judentums ſo mächtig wie jetzt. Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts war in ganz Europa die ſoziale Kluft zwischen Chnsten und Juden ſo groß, daß eine Ehe zwischen Chnsten und Juden, ſelbst wenn ſie nicht durch religiöſe, kirchliche und staatliche Satzungen verboten geweſen wäre, als etwas ganz Unmögliches erschienen wäre --- etwa ſo wie heute in den Kolonien der europäischen Mächte in Afnka die Ehe zwischen Eingeborenen und Weißen als ab- norm gilt und kaum irgendwo vorkommt. Der erste Anstoß zur Aufhebung der die Ehe zwischen Chnsten und Juden verbietenden Satzungen ging von der gro- ßen franzöſischen Revolution aus und verbreitete ſich langſam von Land zu Land, nach Holland, Belgien, Dänemark und Skandinavien, England und den Vereinigten Staaten, begün- stigt von dem Umstande, daß die Eheschließung in dieſen Län- dem aus einem kirchlichen zu einem staatlichen Akt umge- staltet wurde. Seit 1875 ist die Ehe zwischen Chnsten und Juden auch in allen deutschen Bundesstaaten zuläßig geworden. In Ungam ist die Mischehe erst ſeit dem Jahre 1895 geſetz- lich zugelaſſen; ebenſo ist ſie in den chnstlichen Balkanstaaten erlaubt, dagegen in Oesterreich, Rußland, Spanien, Portugal und den mohammedanischen Ländem noch heute verboten. Der besten Boden für die Mischehe bilden diejenigen Länder, in denen die Juden ſeit längerer Zeit ansäßig und zu Wohlstand gelangt ſind. Das ist namentlich in den Westländem der Fall.