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450 business owners, without any sensible social policy attempting to guide them into other fields of employment.* A clear and unwavering view discovers in the eternal flow of human affairs waves that constantly recur, and behind the waves, it recognizes the laws that underlie their movements. History shows that once national differentiation in economic life has begun, the situation of the Jews continues to worsen. In times of prosperity, they are replaced by the national merchant class; in times of stagnation and decline, they are the victims of discontent. Where Jews live in considerable numbers, they can develop uninhibitedly only in undeveloped and non-cohesive economic bodies. The history of the world economy has preserved for us a series of such processes, of which we—according to Mayer— wish to draw upon only one more, the oldest and at the same time most striking, for comparison. We are thinking of the Phoenician trading people and their monopolistic domination of the entire world trade of that time. Now, this commercial dominion comes to a slow but almost complete end without any catastrophes, without any historical events. And we know the cause of this unstoppable decline precisely.
- Since the 1870s, Austrian legislation has been incessantly concerned with the branches of commerce predominantly represented by Jews: the law on usury, on installment sales, on the lottery trade, on Sunday rest and on clearance sales, the restrictions on stock market trading, the amendment to the trade regulations act, the ordinances on the tavern, pub, and second-hand trades, on peddling, the proof of qualification, the campaigns to eliminate intermediary trade through producer and consumer cooperatives, the Raiffeisen banks—all these are, for the most part, phenomena that are thoroughly congenial and correspond to modern socio-political tendencies. However, by accompanying the crushing of the Jewish petty-bourgeois middle class, which is conditioned by the capitalist process of concentration, this dispossession from these largely already meager occupations becomes catastrophic for the economic existence of the Jewish masses, who struggle against proletarianization and, in contrast to other declassed individuals, find the path to a civil service career barred.
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450 gewerbetreibenden geopfert, ohne daß eine vemünftige Sozial- politik es verſucht hätte, ſie in andere Erwerbsgebiete hinüber- zuleiten.* Ein klarer und unbeirrbarer Blick entdeckt im ewigen Fluß der menschlichen Dinge Wellen, die stetig wiederkehren, und hinter den Wellen erkennt er die Geſetze, die ihren Be- wegungen zugrunde liegen. Die Geschichte zeigt, daß wo ein- mal die nationale Differenzierung im wirthschaftlichen Leben an- gebahnt ist, die Lage der Juden ſich fortgeſetzt verschlechtert. Zur Zeit des Aufschwunges werden ſie durch den nationalen Kaufmannsstand erſetzt, zur Zeit des Stillstandes und Nieder- ganges ſind ſie das Opfer der Unzufnedenheit. Dort wo die Juden in beträchtlicher Anzahl leben, können ſie nur in unent- wickelten und ungeschloſſenen Wirthschaftskörpem ſich unge- hemmt entwickeln. Die Geschichte der Weltwirthschaft hat uns eine Reihe ſol- cher Vorgänge aufbewahrt, von denen wir — nach Mayer — nur noch einen, den ältesten und zugleich markantesten, zur Vergleichung heranziehen wollen. Wir denken an das phöni- zische Handelsvolk und ſeine monpolitische Beherrschung des damaligen Handels der ganzen Welt. Nun findet dieſe Handels- herrschaft ohne alle Katastrophen, ohne geschichtliche Ereig- niſſe ein langſames aber nahezu vollständiges Ende. Und die Urſache dieſes unaufhaltſamen Verfalles kennen wir genau. * Seit den Siebzigerjahren befaßt ſich die österreichische Geſetzgebung unabläſſig mit den überwiegend von Juden repräſentirten Erwerbs- zweigen: das Geſetz über den Wucher, den Ratenhandel, den Loſhandel, über die Sonntagſruhe und über die Ausverkäufe, die Einschränkungen des Börſenverkehrs, die Novelle zum Gewerbegeſetz, die Verordnungen über das Gasthaus-, Schank- und Trödlergewerbe, über den Hauſierhandel, den Befähigungsnachweis, die Aktionen zur Ausschaltung des Zwischenhandels durch Produktiv- und Konſumgenoſſenschaften, die Raiffeiſenkaſſen, — all das ſind zum größeren Theile Erscheinungen, die durchaus ſympathisch ſind und den modemen ſozialpolitischen Tendenzen entsprechen. Dadurch aber, daß ſie die durch den kapitalistischen Konzentrationsprozeß bedingte Zermalmung des jüdischen kleinbürgerlichen Mittelstandes noch begleiten, wird dieſe Depoſſedirung aus dieſen großentheils ohnehin kümmerlichen Berufsarten für die wirthschaftliche Existenz der jüdischen Maſſe, die ſich gegen die Proletanſirung sträubt und im Gegenſatz zu anderen Deklas- ſirten die Beamtenlaufbahn versperrt findet, katastophal.