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403 just a formative instrument and not the psyche itself. Under certain historical milieu conditions, it was a product of this psyche; in other milieu conditions, the same psyche could create other creations. It is a matter for specialists to judge whether the influence on thought and feeling, as it emanates from this special literature, is to be regarded as ennobling or as damaging. Here we are only interested in the degree of genuine intellect and the direction and intensity of feeling, whether and how they are given exclusively by racial affiliation, setting aside all means of popular education. Nevertheless, before we leave this point, we want to note and register here that the influence of that religious literature was indeed an obstacle to free intellectual creation itself, but the ability for such creation was enormously increased by the sharpness of the dialectic, the greatest present here among all literatures, and that likewise the spiritual faculties, through the ennoblement of feeling and direction towards altruism, experienced an intensification that is otherwise hardly to be found. By Judaism, however, for our special purpose, we understand that comprehensive altruistic orientation of ideas that is effective throughout the entire civilized world today, but has its birthplace in Judaism. The spiritual ethical culture of all Western and Islamic peoples is carried and interwoven by this Judaic orientation of ideas, has proceeded from it. The commitment of one's person for faith and freedom is what the world learned from the Jews. Where examples of heroic death are known to us from antiquity, the self-sacrifice never happens for social freedom, for freedom of belief, not at all for any abstract ideas. Of the heroes of antiquity, we only know of death for the fatherland. The abolition of slavery and serfdom, the equality of citizens, school education, the pushing back of brute force, the appreciation of true morality are Jewish ideas. — The Jews were therefore possibly 26*
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403 als eben ein bildendes Instrument und nicht die Psyche selbst. Unter bestimmten histonschen Milieuverhältnissen war sie ein Produkt dieser Psyche, in anderen Milieuverhältnissen könnte dieselbe Psyche andere Schöpfungen kreieren. Sache der Fach- gelehrten ist es, darüber abzuurteilen, ob die Beeinflussung des Denkens und Fühlens, wie sie von dieser Spezial-Literatur ausgeht, als veredelnd oder als schädigend zu betrachten ist. Hier interessieren uns diesbezüglich bloß der Grad des genuinen Intellektes und die Richtung und Intensität des Fühlens, ob und wie sie unter Beiseitelassung aller Volkserziehungsmittel ausschließlich durch die Rassenzugehöngkeit gegeben sind. Nichtsdestoweniger wollen wir aber, bevor wir diesen Punkt verlassen, doch auch hier benchtend registneren, daß die Beein- flussung durch jene religiöse Literatur dem freien geistigen Schaffen selbst zwar hinderlich war, die Fähigkeit zu sol- chem Schaffen aber durch die unter allen Literaturen hier größt vorhandene Schärfe der Dialekt enorm gesteigert wurde, und daß ebenso die seelischen Fähigkeiten durch die Veredlung des Gefühles und Hinlenkung zum Altruismus eine Intensivie- rung erfuhren, die sonst kaum anzutreffen ist. Unter Judaismus verstehen wir jedoch für unsem spe- ziellen Zweck jene umfassende altruistische Ideennchtung, die in der ganzen Kulturwelt heute wirk- sam ist, im Judentum aber ihre Geburtsstätte hat. Die geistige ethische Kultur aller abendländischen und islami- tischen Völker ist von dieser judaistischen Ideennchtung ge- tragen und durchwebt, ist von ihr ausgegangen. Das Einsetzen der Person für Glauben und Freiheit hat die Welt von den Juden gelemt. Wo uns aus der Antike Bei- spiele des Heldentodes bekannt sind, geschieht die Selbstauf- opferung nie etwa für soziale Freiheit, für Glaubensfreiheit, überhaupt nicht für irgendwelche abstrakte Ideen. Von den Heroen des Altertums ist uns nur der Tod fürs Vaterland bekannt. Die Aufhebung der Sklaverei und Leibeigenschaft, die Gleichheit der Staatsbürger, die Schulbildung, die Zurückdrän- gung der rohen Kraft, die Wertschätzung der wahren Sittlichkeit sind jüdische Ideen. — Die Juden waren also möglicherweise 26*