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297 associations is an infinitely more thorough grasping and penetration of the matter from the ground up, because here the predispositions, since they are more dissimilar or reach further back in the series of generations, and therefore must first be brought out from the depths, are not yet condensed into fixed, well-trodden associations. Thinking here does not move in pre-dug paths, but must first plow new paths for itself and is conse- quently more original and creative. It is also, since it needs more ample time, not in a position to grasp all topics merely intellectually, at first sight, and therefore has time to become emotionally intimate with them as well. In these peculiarities we find the endogenous conditions of genius and they apply where, in a middle state between mixing and inbreeding, the instinct- components have indeed already emerged from the chaos that must arise from the crossing of heterogeneous races, but also where, through enormously long inbreeding, the fixation of the predispositions has not yet progressed to the point of ossification. It is easy to understand that these directional lines of the predispositions are not so rigid where, through suitable mixing, new elements of propagation have been introduced to the old inbred blood. Yet it is usually overlooked in this context that the incorpor- ation of new elements into the intellectual-psychical mneme at some point in the ancestral line can also occur through the absorption of foreign spiritual-cultural values, as well as through the abstracting activity of one's own reason and the regenerating power of one's own great sensations, and that through such enrichment of the popular intellect, which is always possible in the course of tribal development, a foundation, probably even more secure in its effects, is also given for the emergence of deeply constituted natures. There are indeed, then, innate directions of thinking and feeling, but only for the span of a very few consecutive generations. For between instinctual disposition and instinctual action, in a thinking being, there intervenes
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297 Assoziationen ein unendlich gründlicheres Er- fassen und Durchdnngen der Matene aus dem Grunde ist, weil hier die Prädispositionen, da sie ungleichartiger sind oder weiter in die Generationenreihe zurückreichen, und daher erst aus der Tiefe hervorgeholt werden müssen, noch nicht zu fixen, durchgebahnten Assoziationen kondensiert sind. Das Denken bewegt sich hier nicht in vorgegrabenen Bahnen, sondem muß sich erst selbst neue Wege pflügen und ist in- folgedessen ongineller und schöpfenscher. Es ist auch, da es reichlicher Zeit braucht, nicht in der Lage, alle Themen gleich pnmo aspectu kahl verstandesgemäß zu erfassen, und hat deshalb Zeit, sich auch gefühlsmäßig mit ihnen zu in- timieren. In diesen Eigentümlichkeiten finden wir die endogenen Bedingungen der Genialität und sie treffen dort zu, wo in einem Mittelzustand zwischen Vermischung und Inzucht die Instinkt- komponenten zwar aus dem Chaos, das durch die Kreuzung einander heterogener Rassen entstehen muß, schon heraus- gekommen sind, aber doch auch durch enorm lange Inzucht die Fixierung der Prädispositionen noch nicht bis zur Erstarrung gediehen ist. Es ist leicht zu verstehen, daß diese Richtungslinien der Prädispositionen nicht so starr dort sind, wo durch geeignete Vermischung neue Vermehrungselemente dem alten Inzuchtblute zugeführt worden sind. Doch wird in der Regel dabei übersehen, daß die Einver- leibung neuer Elemente in die intellektuell-psychische Mneme an irgend einer Stelle der Ahnenreihe auch durch die Absorption fremder geistiger Kulturwerte, sowie durch die abstrahierende Tätigkeit der eigenen Vemunft und die regenenerende Kraft eigener großer Empfindungen erfolgen kann, und daß durch solche im Laufe der Stammesentwicklung immer wieder mög- liche Bereicherung des Volksintellektes ebenfalls eine in ihren Wirkungen wahrscheinlich noch sicherere Grundlage für das Entstehen tief angelegter Naturen gegeben ist. Angeborene Richtungen des Denkens und Fühlens gibt es also wohl, aber nur mehr für das Spatium ganz weniger auf- einander folgender Generationen. Denn zwischen Instinktanlage und Instinkthandlung schiebt sich bei dem denkenden Wesen