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245 generally maintains the order in which the respective stimuli followed one another. A considerable number of so-called "animal instincts" find a natural explanation in this way. They are not conscious actions based on deliberation that are carried out by the animals in question; however, these actions are given the appearance of deliberation and intentionality by the fact that they unfold in a very specific sequence. Highly instructive is the behavior of the digger wasp.
When Fabre moved the prey of a digger wasp—which was instinctively inspecting its burrow before dragging the prey in—by a few centimeters, thus disrupting the succession of its instinctive actions, the wasp did find the prey again after some searching, but then uselessly inspected its dwelling 40 times in a row, because each time Fabre disrupted its instinctual succession by the same removal of the prey. This provided proof that the apparently so purposeful behavior of the digger wasp can only be understood as an automatic process that occurs without the involvement of higher mental impulses, based on unconscious imprints. The ekphory of carrying the prey inside simply required the direct succession, i.e., its presence right at the opening of the burrow.
In general, therefore, the engrams of a single complex (simultaneous or successive) are more intimately associated with each other than with others. However, in animals with higher forms of consciousness, the focus of attention can combine differently and connect individual engrams within the complex particularly strongly with each other or with those of other complexes.
to continue the recitation a few verses later, so he falters; the boy will usually first have to quietly say the intervening verses to himself to maintain the train of thought in order to be able to trigger the connection point. There is thus a correspondence between the behavior of the spinning caterpillar and the mental processes that form the prerequisite for said recitation; a correspondence that would justify the conclusion that analogous causes underlie these two thoroughly different processes.
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245 zurückzuführenden Vorgänge im allgemeinen die Reihenfolge einhält, in der die betreffenden Reize aufeinander gefolgt ſind. Eine beträchtliche Anzahl von ſogenannten „tienschen Instinkten“ findet auf dieſe Weiſe eine ungezwungene Erklä- rung. Es ſind nicht etwa bewußte, auf Überlegung beruhende Handlungen, die von den betreffenden Tieren vorgenommen wer- den; es wird dieſen Handlungen aber dadurch ein Schein der Überlegung und Abſichtlichkeit verliehen, daß ſie in einer ganz bestimmten Reihenfolge ſich abspielen. In hohem Grade lehr- reich ist das Verhalten der Grabwespe. Als Fabre einer ihrer Höhle vor dem Einschleppen instinktiv unterſuchenden Grabwespe ihre Beute um einige Zentimeter entfemte und ſo die Sukzeſſion ihrer Instinktshandlungen störte, fand zwar die Wespe nach einigem Suchen die Beute wieder, unterſuchte aber unnützer Weiſe 40mal hintereinander ihre Wohnung, weil Fabre jedesmal durch die gleiche Entfemung der Beute ihre Instinktsſukzeſſion störte. Es war dadurch der Beweis erbracht, daß das anscheinend ſo zweckmäßige Verhalten der Grabwespe nur als ein ohne Beteiligung höherer geistiger Regungen zustande kommender automatischer Vorgang, dem unbewußte Einzeichnungen zugrunde liegen, auffaſſen ist. Zur Ekphone des Hineintragens der Beute gehörte eben die direkte Sukzeſſion, d. h. deren Vorhandenſein dicht an der Öffnung der Höhle. Im allgemeinen ſind alſo die Engramme eines gleichen Komplexes (ſimultan oder ſukzedent) intimer untereinander als mit anderen aſſoziiert. Doch kann bei Tieren mit höheren Bewußtſeinsformen der Focuſ der Aufmerkſamkeit anders kombinieren und einzelne Engramme im Komplex be- ſonders stark untereinander oder mit ſolchen anderer Kom- plexe verbinden. schlagen und ein paar Verſe später in der Rezitation fortzufahren, ſo hapert es; der Knabe wird in der Regel erst die Zwischenverſe zur Auf- rechterhaltung der Gedankenverbindung ſich leiſe vorſagen müſſen, um die Anschlußstelle auslöſen zu können. Es besteht alſo eine Übereinstimmung zwischen dem Verhalten der spinnenden Raupe und den geistigen Vorgän- gen, welche die Vorausſetzung der beſagten Rezitation bilden; eine Über- einstimmung, die zu dem Schluſſe berechtige, daß dieſen beiden durchaus verschiedenen Vorgängen analoge Urſachen zugrunde liegen.