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104 head height to body length, the stature itself, etc. All these formations and proportions are the subject of any exact anthropological measurement, and in their summative behavior they enable us to assign certain individuals to specific main races. However, for the relationship of the main races themselves to one another, these characteristics must be able to be subjected to such a classification that we can recognize from it the mutual relationship of the races. If we consider the physical characteristics of man from a phylogenetic standpoint, they can be divided into primitive, rudimentary, and progressive when compared with those of the primates. The primitive characteristics are those that he has retained from his most ancient primordial states completely or in only slightly altered form. This includes, for example, the umbilical nutrition of the fetus and the formation of the upper limbs, especially the hands. The rudimentary characteristics comprise regressions and can also refer to the loss of formerly valuable advantages, which, however, have become superfluous under changed living conditions. To these characteristics belong, for example, the regression of the dentition, the sensory organs, the appendix, and the toes. The progressive characteristics, which indicate a further differentiation and perfection, can be of many kinds. Depending on whether they relate to the whole of humanity or only to individual parts of it, they can be generally or unilaterally progressive. Among the generally progressive characteristics are primarily the further development of the brain and the neural pathways and the further development of the lower limbs into a supporting organ. For some years now, such a classification has been available, which is consistently implemented according to all the principles asserted here, a classification that, while far from being satisfactory, nevertheless comes much closer to the real conditions than any other of the classifi- cations proposed so far.
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104 Kopfhöhe zur Körperlänge, die Statur selbst usw. Alle diese Bildungen und Proportionen sind Gegenstand jeder exakten anthropologischen Messung, und in ihrem summanschen Ver- halten ermöglichen sie uns die Zuweisung bestimmter Indi- viduen an bestimmte Hauptrassen. Jedoch für das Verhältnis der Hauptrassen selbst zu einan- der müssen diese Charaktenstika einer solchen Klassifikation unterworfen werden können, daß wir daraus das gegenseitige Verwandtschaftsverhältnis der Rassen erkennen. Wenn wir die körperlichen Eigenschaften des Menschen von phylogenetischem Standpunkte betrachten, so lassen sie sich bei einem Vergleich mit denen der Pnmaten in pnmitive, rudimentäre und progressive einteilen. Die pnmitiven Eigenschaften sind diejenigen, die er sich aus seinen ältesten Urzuständen ganz oder in nur wenig ver- änderter Form erhalten hat. Dazu gehört z. B. die Haftstiel- emährung der Frucht und die Bildung der oberen Gliedmaßen, speziell der Hände. Die rudimentären Eigenschaften umfassen Rückbildungen und können sich auch auf den Verlust früher werthvoller Vor- züge beziehen, die aber unter veränderten Lebensbedingungen überflüssig geworden sind. Zu diesen Eigenschaften gehört z. B. die Rückbildung des Gebisses, der Sinnesorgane, des Blinddarms und der Zehen. Die progressiven Eigenschaften, die auf eine Weiter- differenzierung und Vervollkommnung hinweisen, können vielerlei Art sein. Je damach, ob sie sich auf die ganze Menschheit oder nur auf einzelne Teile derselben beziehen, können sie allgemein oder einseitig progressiv sein. Zu den allgemein progressiven Eigenschaften gehört in erster Linie die Weiterentwicklung des Gehimes und der Nervenbahnen und die weitere Ausbildung der unteren Gliedmaßen zum Stützorgan. Seit einigen Jahren liegt nun eine solche Einteilung vor, die nach allen hier geltend gemachten Pnncipien konsequent durchgeführt ist, eine Einteilung, die zwar noch lange nicht befnedigt, aber doch den realen Verhältnissen viel näher kommt als irgend eine andere von den bisher proponierten Klassi- fikationen.