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79 justified in assuming that wherever one encounters the characteristic tall stature, one may always presume Germanic descent. Apart from all treatises on the effect of environment, this conclusion appears, even from the standpoint of mere empiricism, as completely unfounded. I myself had the opportunity to marvel at the giant size of many Indian tribes, I was extremely surprised by the tall, Herculean build of the Arabs of Jaffa in Palestine, as well as by the many very tall, stately figures in Egypt. Well-known is also the considerable size and strength of the Kaffirs. I believe that in all these cases, Germanic admixture can probably be ruled out. And even if some wanted to contrive such a connection for Egypt and Southern Palestine (Jaffa) by means of the hypothetical Temenhu and Amorites, one must consider the following: In Italy and also in Spain, the Germanic admixture during the Migration Period was enormous and in any case incomparably greater than, say, the assumed prehistoric one in Southern Palestine; the stature of the Italians and Spaniards should therefore also be correspondingly greater. – The facts, however, show just the opposite.
In reality, stature does seem to depend very much on environment. However, one must not understand this to mean only nutritional conditions, but must also take climate and soil into consideration. The available data show, in fact, that peoples on the whole achieve a taller stature the farther away from the equator they live. The greatest body height found was in the sub-polar regions of the southern hemisphere.
Below is a table from the book by Topinard, in which he lists the races that have a height of more than 170 cm:
Tehuelche (Patagonia) 178.1 cm Polynesians 176.2 cm Iroquois 173.5 cm Guinea Negroes 172.4 cm Kaffirs 171.8 cm
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79 berechtigt, daß, wo immer man die charaktenstische hohe Statur antreffe, man stets germanische Abkunft vermuten dürfe. Von allen Abhandlungen über Milieuwirkung abgeſehen, erscheint dieſer Schluß aber schon vom Standpunkte der bloßen Empine als gänzlich unbegründet. Ich ſelbst hatte Gelegenheit, mich über die Rieſengröße mancher Indianerstämme zu wun- dem, ich war auf's äußerste überrascht von dem hohen her- kulischen Bau der Araber von Jaffa in Palästina, ebenſo von den vielen ſehr hohen stattlichen Gestalten in Ägypten. Be- kannt ist auch die bedeutende Größe und Kraft der Kaffem. Ich glaube, hier kann wohl überall germanische Beimischung ausgeschloſſen werden. Und ſelbst, wenn manche eine ſolche für Ägypten und Südpalästina (Jaffa) vermittelst der hypo- thetischen Temenhu und Amonter doch an den Haaren herbei- ziehen wollten, ſo muß man an folgendes denken: In Italien und auch in Spanien war die germanische Beimischung zu den Zeiten der Völkerwanderung eine ungeheure und auf alle Fälle ungleich größer als etwa die angenommene vorgeschichtliche in Südpalästina; es müßte alſo auch der Wuchs der Italiener und Spanier dementsprechend größer ſein. – Die Tatſachen zeigen aber gerade das Gegenteil. In Wirklichkeit scheint der Wuchs doch ſehr vom Milieu abzuhängen. Allerdings darf man darunter nicht bloß die Er- nährungsverhältniſſe verstehen, ſondem muß auch Klima und Boden mit in Betracht ziehen. Die vorhandenen Daten zeigen nämlich, daß die Völker im großen und ganzen eine um ſo höhere Statur erreichen, je weiter entfemt vom Äquator ſie wohnen. Die größtvorhandene Körpergröße wurde in den ſub- polaren Gegenden der ſüdlichen Hemisphäre gefunden. Nachfolgend eine Tabelle aus dem Buche von Topinard, in der er die Raſſen anführt, die eine Höhe von mehr als 170 cm haben: Tehuelchen (Patagonien) 178⋅1 cm Polyneſier 176⋅2 cm Irokesen 173⋅5 cm Guinea-Neger 172⋅4 cm Kaffem 171⋅8 cm