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(The same story is repeated with Abimelech and Abram's wife Sarah. Gen. 20:1-18.)
Laban had two daughters; the older was named Leah, the younger was named Rachel. But Leah had lackluster eyes, whereas Rachel was beautiful in form and beautiful in appearance. And Jacob loved Rachel: therefore he said: I will serve you seven years for Rachel, your younger daughter. Laban answered: It is better that I give her to you than that I should give her to a foreign man; stay with me. So Jacob served seven years for Rachel ...
Afterward Jacob said to Laban: Give me my wife—for my time is fulfilled—that I may go in to her. Then Laban invited all the inhabitants of the place and made a feast. But in the evening he took his daughter Leah (!) and brought her to him, and he went in to her. Gen. 29:16-23.
Laban said to Jacob: Name the wage that you demand of me, and I will give it to you. Jacob said: All that is black among the lambs, and all that is spotted and speckled is among the goats, that shall be my wage ... Then Jacob took for himself fresh rods of storax, almond, and plane trees and peeled white stripes in them, by exposing the white of the rods. Then he placed the rods in the watering troughs, where the flocks came to drink. And they mated when they came to drink, in front of the rods. Then the flocks bore striped, speckled, and spotted young. So he set apart special flocks for himself, which he did not put with Laban's flocks. And so often as the strong animals were in heat, Jacob laid the rods before the eyes of the flocks in the troughs, that they might mate in front of the rods. But when the animals were weak, he did not lay them there; thus the weak ones fell to Laban, but the strong ones to Jacob (!). Gen. 30:28-43.
(But Jacob has the audacity to say to his wives about this wealth acquired through brazen deception: "God took away your father's livestock and gave them to me" [Gen. 31:9], and to claim to his brother Esau: "God has blessed me richly" [Gen. 33:11]. Jacob's deception of his blind father Isaac is presumably well known [see Gen. 27:1-29].)
(Jacob secretly returns to his homeland with his two wives.) But while Laban had gone to shear his sheep, Rachel stole her father's household gods. (Laban pursues the fugitives and reproaches them for their behavior and the stolen items. Jacob consents to a search of his tents by his father-in-law.)
But Rachel had taken the household god, put it in the camel's saddle, and sat on it. And Laban searched the whole tent, but found nothing. Then Rachel said to her father: O Lord, do not be angry that I cannot stand up before you; I am having the manner of women. And he searched and searched, but did not find the household god. (So Rachel steals from and lies to her own father!) Gen. 31.
Sexual Shamelessness
And Noah, the man of the soil, began to plant a vineyard. But when he drank of the wine, he became drunk and lay uncovered in his tent. Now when Ham, the father of Canaan, saw his father so uncovered, he told his two brothers outside. Then Shem and Japheth took a garment, laid it on their shoulders, and walking backward covered the nakedness of their father; but their faces were turned away, so that they did not see their father's nakedness. But when Noah awoke from his wine and learned what his youngest son had done
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(Dieselbe Geschichte wiederholt sich mit Abimelech und Abrams Weib Sara. 1. Mos. 20, 1- 18. Laban hatte zwei Töchter; die älteste hieß Lea, die jüngere hieß Rahel. Lea aber hatte glanzlose Augen, während Rahel schön von Gestalt und schön von Antlitz war. Und Jakob liebte die Rahel: darum sprach er: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine jüngere Tochter, dienen. Laban antwortete: Besser, ich gebe sie dir, als daß ich sie einem fremden Menschen gebe; bleibe bei mir. So diente Jakob um Rahel sieben Jahre ... Darnach sprach Jakob zu Laban: Gib mir mein Weib denn meine Zeit ist um -, daß ich ihr beiwohne. Da lud Laban alle Bewohner des Ortes ein und veranstaltete ein Gastmahl. Am Abend aber nahm er seine Tochter Lea (!) und brachte sie zu ihm hinein, und er wohnte ihr bei. 1. Mos. 29, 16-23. Laban sprach zu Jakob: Nenne den Lohn, den du von mir forderst, so will ich ihn dir geben Jakob sprach: Alles, was schwarz ist unter den Lämmern und was scheckig und gesprenkelt ist unter den Ziegen, das soll mein Lohn sein ... Da holte sich Jakob frische Stäbe von Storaxstauden, Mandelbäumen und Platanen und schälte an ihnen weiße Streifen heraus, indem er das Weiße an den Stäben bloßlegte. Dann stellte er die Stäbe in die Tränkrinnen, wohin die Schafe zur Tränke kamen. Und sie begatteten sich, wenn sie zur Tränke kamen, angesichts der Stäbe. Dann warfen die Schafe gestreifte, gesprenkelte und scheckige. So legte er sich besondere Herden an, die tat er nicht zu den Schafen Labans. Und so oft die Brunstzeit der kräftigen Tiere kam, legte Jakob den Schafen die Stäbe vor Augen in die Rinnen, damit sie sich vor den Stäben begatteten. Waren es aber die schwachen Tiere, so legte er sie nicht hin; daher wurden die schwachen dem Laban, die kräftigen aber dem Jakob zuteil (!). 1. Mos. 30, 28-43. (Jakob aber hat die Stirn, von diesem durch frechen Betrug erworbenen Reichtum zu seinen Frauen zu sagen: "Gott entzog eurem Vater das Vieh und gab es mir" [1. Mos. 31, 9], und seinem Bruder Esau gegenüber zu behaupten: "Gott hat mich reich gesegnet" [1. Mos. 33, 11]. Die Betrügerei Jakobs seinem blinden Vater Isaak gegenüber ist wohl allgemein bekannt [siehe 1. Mos. 27, 1-29].) (Jakob zieht mit seinen beiden Frauen heimlich in seine Heimat zurück.) Während aber Laban hingegangen war seine Schafe zu scheren, stahl Rahel den Hausgötzen ihres Vaters. (Laban jagt den Flüchtigen nach und macht ihnen Vorwürfe wegen ihres Verhaltens und des Geraubten. Jakob willigt in eine Untersuchung seiner Zelte durch seinen Schwiegervater.) Rahel aber hatte den Hausgötzen genommen, in die Kamelsänfte gelegt und sich darauf gesetzt. Und Laban durchstöberte das ganze Zelt, fand aber nichts. Da sprach Rahel zu ihrem. Vater: O Herr, sei nicht böse, wenn ich vor dir nicht aufstehen kann; es ergeht mir, wie es den Frauen ergeht. Und er suchte und suchte, fand aber den Hausgötzen nicht. (Rahel bestiehlt und belügt also ihren eigenen Vater!) 1. Mos. 31. Geschlechtliche Schamlosigkeiten Und Noah, der Landmann, fing an, einen Weinberg zu pflanzen. Als er aber von dem Weine trank, wurde er trunken und lag entblößt in seinem Zelte. Als nun Ham, der Vater Kanaans, seinen Vater so entblößt sah, sagte er es seinen beiden Brüdern draußen. Da nahmen Sein und Japhet das Obergewand, legten es auf ihre Schulter und deckten rückwärts gehend die Blöße ihres Vaters zu; ihr Gesicht aber war abgewandt, daß sie die Blöße ihres Vaters nicht sahen. Als aber Noah von seinem Rausche erwachte und erfuhr was ihm sein jüngster Sohn angetan - 71 -